HSV-"Rakete" Matheo Raab verrät Zettel-Geheimnis: "War einfach Instinkt"

Hamburg - Diesen Abend wird er so schnell nicht vergessen: Ersatzkeeper Matheo Raab (24) avancierte beim 5:4-Sieg nach Elfmeterschießen im DFB-Pokal gegen Arminia Bielefeld zum Matchwinner für den HSV.

Pure Emotionen: HSV-Keeper Matheo Raab (24, r.) jubelt nach dem gehaltenen Elfmeter von Bielefelds Marius Wörl (19), der niedergeschlagen am Boden liegt.
Pure Emotionen: HSV-Keeper Matheo Raab (24, r.) jubelt nach dem gehaltenen Elfmeter von Bielefelds Marius Wörl (19), der niedergeschlagen am Boden liegt.  © Friso Gentsch/dpa

Der Schlussmann, der erst sein drittes Pflichtspiel für die Rothosen machte, brachte die Hamburger nicht nur mit zwei bärenstarken Paraden in den Schlussminuten überhaupt erst in die Verlängerung, sondern parierte auch den entscheidenden Elfmeter von Marius Wörl (19).

"Das war ein richtig geiler Pokalfight. Am Abend auswärts vor so einer Kulisse mit unseren Fans im Rücken hat das einfach nur Spaß gemacht. Pure Emotion, pure Freude und ich freue mich sehr, dass ich der Mannschaft heute helfen konnte", erklärte der "Man of the Match" anschließend.

Auch Coach Tim Walter (47) fand lobende Worte: "Matheo ist eine Rakete! Aufgrund der Leistungen, die er im Training anbietet, ist es völlig klar, dass er im Pokal zum Einsatz kommt. Ich freue mich extrem für ihn", verdeutlichte der Übungsleiter.

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Sportvorstand Jonas Boldt (41) fand ähnliche Worte: "Wir machen das [den Torwartwechsel im Pokal, Anm. d. Red.] nicht der Mode wegen, sondern weil Matheo richtig gut trainiert und sich das verdient hat."

Raab selbst verriet indes, dass Torwarttrainer Sven Höh (39) ihm einen Zettel mit der Analyse der Bielefelder Elfmeterschützen auf die Trinkflasche geklebt hatte. "Da standen ein paar gute Tipps drauf", so der 24-Jährige.

HSV-Keeper Matheo Raab entschied beim letzten Elfmeter "frei Schnauze"

Nur beim letzten Schützen der Arminia, Wörl, sollte er "frei Schnauze" entscheiden, betonte der Torwart. "Das war dann einfach Instinkt. Es hatte noch keiner in die Mitte geschossen und ich dachte, er will schlauer sein als ich. Daher bin ich einfach stehen geblieben."

Die absolute richtige Entscheidung: Der Bielefelder schoss tatsächlich hoch in die Mitte, Raab riss die Arme hoch und lenkte die Kugel über das Tor. Anschließend rannten seine Mitspielern jubelnd auf ihn zu und feierten den Matchwinner.

Titelfoto: Friso Gentsch/dpa

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