Das Momentum liegt bei Jena: Lässt sich Lok Leipzig die Aufstiegschance noch nehmen?

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Leipzig/Jena - Vier Spieltage vor dem Saisonende in der Regionalliga Nordost ist der Meisterschaftskampf extrem spannend! Lok Leipzig, noch vor ein paar Wochen gefühlt uneinholbar an der Spitze, spürt inzwischen den Atem des nur zwei Zähler entfernten Carl Zeiss Jena im Nacken. Jetzt heißt es zittern in Probstheida.

Nach zahlreichen verletzungsbedingten Ausfällen muss nun die zweite Reihe bei Lok Leipzig schnellstmöglich auf hundert Prozent kommen.
Nach zahlreichen verletzungsbedingten Ausfällen muss nun die zweite Reihe bei Lok Leipzig schnellstmöglich auf hundert Prozent kommen.  © PICTURE POINT / S. Sonntag

Denn das Momentum liegt ganz klar bei den Thüringern, die oft knapp, dafür aber konstant gewinnen. Das 2:1 in der Nachspielzeit am Freitag gegen den Greifswalder FC war ein Sieg des Willens, den Meisterschaftskampf weiter spannend zu halten - hat geklappt!

"Wir wollen, dass aus den fünf verbleibenden Spielen am Ende doch noch sieben werden", so die klare Ansage von Timon Burmeister (23), der mit Jena auch im Landespokal-Finale gegen Meuselwitz steht.

Sein Coach, Volkan Uluc (56), würde das vermutlich so unterschreiben, sagte nach dem Sieg gegen Greifswald: "Ich denke für jeden Zuschauer, der die Regionalliga Nordost verfolgt und mitfiebert, ist es doch toll, dass es so spannend ist."

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Naja, vermutlich nicht für jeden. Wer es mit Lok hält, hätte vermutlich gern darauf verzichtet, noch einmal so um die Aufstiegsspiele bangen zu müssen.

Pleiten gegen Hertha Zehlendorf (0:2) und Chemie Leipzig (0:1) waren definitiv nicht eingeplant. Ein Punkt gegen einen formstarken Halleschen FC ist ok (0:0), trägt aber aktuell eben auch dazu bei, dass der Vorsprung schmilzt.

"Es ist halt, wie es ist. Jena hat gerade ’nen Lauf, das muss man akzeptieren. Natürlich ist der Druck da, aber wir haben gar keine Angst, nur weil es jetzt nur noch zwei Punkte Vorsprung sind", bleibt Vize-Kapitän Farid Abderrahmane (30) gegenüber TAG24 trotzdem zuversichtlich.

Emeka Oduah (24) und Carl Zeiss Jena haben momentan einen Lauf.
Emeka Oduah (24) und Carl Zeiss Jena haben momentan einen Lauf.  © PICTURE POINT / S. Sonntag

Lok Leipzig mit vermeintlich leichterem Restprogramm

Die Derby-Niederlage gegen Chemie Leipzig war für Lok natürlich nicht eingeplant. Am Ende stand es aber 0:1.
Die Derby-Niederlage gegen Chemie Leipzig war für Lok natürlich nicht eingeplant. Am Ende stand es aber 0:1.  © Roger Petzsche / PICTURE POINT

Logisch, würde ja auch nichts bringen, jetzt in Panik zu verfallen bei Blau-Gelb.

Was aber schlimm ist aus Sicht der Sachsen, sind natürlich die Verletzungssorgen. Nach Stefan Maderer (Haarriss), Laurin von Piechowski (Muskelfaserriss) und Tobias Dombrowa (Bänderriss im Sprunggelenk) fällt nun auch noch Jonas Arcalean (Schlüsselbeinbruch) für die restliche Saison aus.

Wie schon in der Vorsaison sind die Leipziger beim Schlussspurt vom Pech verfolgt, müssen die Ausfälle irgendwie von der Bank kompensieren.

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Rückkehrer Malik McLemore (29) und Bankdrücker Pasqual Verkamp (28) müssen jetzt ganz schnell auf hundert Prozent kommen, um dem Team bestmöglich zu helfen.

Einen möglichen Vorteil hat die Loksche aber noch. Konkurrent Jena hat das vermeintlich schwerere Restprogramm. Neben Magdeburg II und dem BFC Dynamo müssen die Thüringer auch noch gegen Halle und Erfurt antreten.

Die Sachsen hingegen müssen ebenfalls noch gegen den BFC und den FCM ran, haben dann aber "nur" noch den Greifswalder FC und BFC Preussen vor der Brust.

Titelfoto: PICTURE POINT / S. Sonntag

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