Meister Lok Leipzig schaut zu, wie sich zwei Abstiegsklubs auf die 3. Liga freuen

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Leipzig - "Euer System ist krank", hielten die Fans von Lok Leipzig - geschrieben auf einem großen Banner - nach dem 1:2 in Würzburg nach oben. Blau-Gelb war als Meister der Regionalliga Nordost einmal mehr an den Aufstiegsspielen gescheitert. Grundsätzlich schon absurd und unfair. Durch die Entscheidungen am Mittwoch wird es nun noch eine ganze Ecke bitterer.

Wieder kein Aufstieg trotz Meisterschaft. Was die Fans von Lok Leipzig davon halten, machten sie nach der Auswärtspleite in Würzburg deutlich.
Wieder kein Aufstieg trotz Meisterschaft. Was die Fans von Lok Leipzig davon halten, machten sie nach der Auswärtspleite in Würzburg deutlich.  © Sportfoto Matthias Koch

Denn nach dem Zwangsabstieg von 1860 München ist aus heiterem Himmel ein Platz in der 3. Liga frei geworden. Neben den Würzburger Kickers, die sich den Aufstieg durch zwei überzeugende Siege gegen Lok und trotz nur Platz zwei in der Bayernstaffel verdient haben, wäre es doch eigentlich sehr sinnvoll, wenn Leipzig mit hoch dürfte.

Im gleichen Atemzug könnte man verkünden, dass das Kompassmodell zukünftig eingesetzt wird und mit dem Lok-Aufstieg ein Zeichen gesetzt werden, dass die letzten Jahrzehnte dahingehend extrem unfair gegenüber der Regionalliga Nordost abliefen.

Aber jetzt mal Wunschdenken aus, so läuft es natürlich nicht.

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Die Regularien des DFB nach Paragraf 55a der Spielordnung der 3. Liga lassen da gar keinen Spielraum.

Dort heißt es: "Wird einem der 3. Liga zuzuordnenden Verein eine für die kommende Spielzeit bereits erteilte Zulassung vor dem ersten Spieltag entzogen oder eine beantragte Zulassung nicht erteilt, obwohl er nicht abgestiegen ist, oder gibt er sie zurück, so gilt er vorbehaltlich der dort gültigen Zulassungsvoraussetzungen als Absteiger in die 4. Spielklassenebene und rückt somit an den Schluss der Tabelle der 3. Liga der vorausgegangenen Spielzeit. Die Anzahl der aus sportlichen Gründen abgestiegenen Vereine der vorangegangenen Spielzeit vermindert sich entsprechend."

Lok Leipzig muss sich neu sortieren

Jochen Seitz (49) hat sein Amt bei Lok Leipzig niedergelegt. In den nächsten Tagen will er sich zu den Beweggründen äußern.
Jochen Seitz (49) hat sein Amt bei Lok Leipzig niedergelegt. In den nächsten Tagen will er sich zu den Beweggründen äußern.  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Angewendet auf das aktuelle Geschehen bedeutet das, dass der TSV Havelse wohl in der 3. Liga bleibt. In den letzten Tagen hatte sich Erzgebirge Aue große Hoffnungen gemacht, den Platz einnehmen zu können.

Da die Niedersachsen ihr ursprüngliches Stadionproblem wohl lösen konnten, scheint der Veilchen-Abstieg endgültig besiegelt.

Lok konnte in diesem Zusammenhang eh nur zuschauen. Für Blau-Gelb gilt nach dem verpassten Aufstieg und der Trennung von Jochen Seitz (49) sowieso erst einmal, sich neu zu sortieren.

Titelfoto: Sportfoto Matthias Koch

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