Neuer Trainer, Spielerverträge, bleibt Wachsmuth? So geht es bei Lok Leipzig weiter

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Leipzig - Was für extrem wilde Tage bei Lok Leipzig! Vor zwei Wochen war die Welt in Probstheida noch in Ordnung, als die zweite Regionalliga-Meisterschaft in Folge gefeiert werden durfte. Jetzt hängen dunkle Wolken über Blau-Gelb. Aufstieg futsch, Trainer weg, das alles in 24 Stunden.

Jochen Seitz (49) hat sich für einen Abschied von Lok Leipzig entschieden. Über die Hintergründe hielt sich Blau-Gelb zunächst noch bedeckt.
Jochen Seitz (49) hat sich für einen Abschied von Lok Leipzig entschieden. Über die Hintergründe hielt sich Blau-Gelb zunächst noch bedeckt.  © Picture Point / Roger Petzsche

Die Nachricht krachte am Dienstag wie eine Bombe auf das sowieso schon erschütterte Lok Leipzig. Cheftrainer Jochen Seitz (49) verkündete seinen Rücktritt. Neben der Tatsache, dass das Team ein weiteres Jahr Regionalliga dranhängen muss, braucht es nun zusätzlich noch einen neuen starken Mann neben dem Platz.

Da kommen wohl extrem krasse Wochen auf Sportgeschäftsführer Toni Wachsmuth (39) zu. Am Mittwoch auf der Pressekonferenz gab er einen kurzen Einblick in seine Gefühlswelt und was der Seitz-Abschied bedeutet.

"Auch wenn sich unsere Wege jetzt sportlich trennen, werden wir zu 1000 Prozent in Kontakt bleiben, Freunde bleiben. Das waren zwei extrem emotionale Tage. Das hat keiner kommen sehen, dass das jetzt so werden wird", so Wachsmuth, nahm den Kopf aber direkt wieder hoch und konterte mit einer Ansage, die auch seine Zukunft betrifft.

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"Mir ist wichtig zu sagen: Es ist jetzt nicht so, dass irgendetwas zerbricht oder irgendwas ungewiss ist. Wir werden auch nächstes Jahr wieder voller Elan in die Saison gehen. Und ja, ich werde bleiben. Ich bin mir 100 Prozent im Klaren, dass ich hier viel Verantwortung habe. Das steht für mich außer Frage, ich hab richtig Bock, hier voranzugehen."

Warum genau Seitz gehen wollte? Wachsmuth möchte es dem Ex-Coach selbst überlassen, sich zu erklären. "Man hat ihm aber angemerkt, dass die letzten Wochen sehr kräftezehrend waren. Gestern zwischen um 9 und um 10 hat er mir dann seine Entscheidung mitgeteilt." Ob es die auch gegeben hätte, wäre Lok aufgestiegen, kann Wachsmuth nicht sagen.

Toni Wachsmuth (39, r.) muss sich nach dem Weggang von Seitz nun auf Trainersuche begeben.
Toni Wachsmuth (39, r.) muss sich nach dem Weggang von Seitz nun auf Trainersuche begeben.  © Picture Point / Roger Petzsche

Lok Leipzig braucht einen neuen Trainer und wird auch den Kader verändern

Wie viele Spieler aus dem aktuellen Kader werden auch noch in der kommenden Saison da sein?
Wie viele Spieler aus dem aktuellen Kader werden auch noch in der kommenden Saison da sein?  © PICTURE POINT / S. Sonntag

In jedem Fall wird es aber jetzt ein richtiger Kraftakt werden, auch alles pünktlich zu schaffen. Die Spieler haben jetzt drei Wochen Urlaub, der Trainingsstart bei Lok ist für den 24. Juni angesetzt.

Bewerbungen für das Traineramt soll es schon Minuten nach der Verkündung gegeben haben, dass Seitz geht.

Wachsmuth: "Bei der Auswahl eines neuen Trainers braucht es absolute Sorgfalt. Wir sind jetzt irgendwo trotzdem unter Druck aufgrund des Zeitfensters. Es werden Gespräche geführt, Gespräche vertieft."

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Ähnliches gilt für den Kader. "Ein Großteil der Mannschaft, die auf dem Feld stand in der Relegation, hat Vertrag. Trotzdem wird es sicher Abgänge geben. Wir wollen die Mannschaft auch etwas verjüngen."

Titelfoto: Picture Point / Roger Petzsche

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