"Großer Quatsch, sehr fragwürdig!" Lok Leipzig nicht begeistert vom Aufstiegsgegner

Leipzig - Läuft es optimal für Lok Leipzig, kann am kommenden Samstag beim Heimspiel gegen den BFC Preussen (14 Uhr) die zweite Meisterschaft in Folge in der Regionalliga Nordost klargemacht werden. Würde bedeuten, dass die Sachsen wieder an den Aufstiegsspielen zur 3. Liga teilnehmen dürften. Der Gegner dort steht mit den Würzburger Kickers schon fest.

Lok Leipzigs Vizekapitän Farid Abderrahmane (30, r.) befürchtet, dass die Würzburger Kickers sich in den letzten Ligaspielen nun schonen können.  © PICTURE POINT / S. Sonntag

Denn weil der 1. FC Nürnberg II, momentan Tabellenführer der Regionalliga Bayern und auch die SpVgg Unterhaching, aktuell Zweiter, nicht aufsteigen wollen, sind automatisch die Rothosen als momentan Dritter gesetzt, weil der Abstand zu den übrigen Klubs bereits zu groß ist.

Dass die Sache dadurch schon frühzeitig quasi kampflos entschieden ist, stößt bei Blau-Gelb nicht gerade auf Begeisterung.

"Ich finde das sehr fragwürdig. Ich weiß nicht, wo da der Sinn ist. Der Meister spielt gegen den vielleicht Dritten um den Aufstieg, das ist großer Quatsch. Drei Spiele vor dem Ende der Saison können sie jetzt schon Spieler schonen. Das ist schon verrückt. Wir müssen wahrscheinlich wieder bis zum letzten Spieltag durchziehen, um die Chance zu bekommen - und das bei unserer Verletzten- und Krankenseuche", so Vizekapitän Farid Abderrahmane (30) angefressen gegenüber TAG24.

1. FC Lokomotive Leipzig Hammer bei Aufstiegs-Aspirant Lok Leipzig: Maderer und von Piechowski gehen!

Loks einziger verbliebener Verfolger Carl Zeiss Jena ist ebenfalls am Samstag daheim gegen den BFC Dynamo gefordert. Lassen die Thüringer Punkte liegen und die Loksche gewinnt, ist die Meisterschaft entschieden. "Ich gehe aber davon aus, dass sie gewinnen. Wäre natürlich super, wenn es Samstag schon entschieden ist. Aber spätestens dann hoffentlich eine Woche später in Greifswald."

Anzeige

Termin für die Aufstiegsspiele zur 3. Liga noch unklar

Die Würzburger Kickers können es in den letzten Partien vor dem Pokalfinale und den Aufstiegsspielen nun ruhig angehen lassen.  © IMAGO/Zink

Auch, wenn es um die Terminierung geht, herrscht nicht gerade Begeisterung. Da Würzburg am Landespokalfinale am 23. Mai teilnimmt, sind die Aufstiegsspiele eigentlich für den 27. und 31. Mai angesetzt. Eigentlich.

Denn weil am 27. Mai auch das Conference-League-Finale in Leipzig steigt, ist momentan noch offen, ob beide Events an besagtem Datum stattfinden können.

"Entweder wird das Heimrecht getauscht, was ich nicht glaube, oder wir spielen am 28. und 1., was natürlich für die Fans auch 'ne Katastrophe wäre. Das wären ein Donnerstag und ein Montag, Fan-unfreundlicher geht es gar nicht", so Abderrahmane nicht begeistert.

1. FC Lokomotive Leipzig Lok wieder in der Spur! Saustarker Lehrer hält Dreier gegen DDR-Rekordmeister fest

Die Stadt Leipzig hat auf TAG24-Nachfrage mitgeteilt, dass man aktuell noch mitten in der Planungsphase sei. Man habe schon mit den Beteiligten gesprochen, auch über einen Tausch des Heimrechts. "Dies allein unter Berücksichtigung des noch offenen Ausgangs in der Regionalliga-Nordost", heißt es.

Die kommenden Wochen werden dann mehr Klarheit bringen, sobald Lok die Meisterschaft sicher hat.

Tabelle Regionalliga Nordost

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 1. FC Lokomotive Leipzig 31 58:24 68
2 FC Carl Zeiss Jena 31 59:34 63
3 Hallescher FC 31 57:30 60
4 FC Rot-Weiß Erfurt 31 62:41 58
5 FSV Zwickau 31 47:40 58
6 VSG Altglienicke 31 47:37 49
7 Chemnitzer FC 31 49:47 44
8 BFC Preussen 31 45:52 44
9 1. FC Magdeburg II 31 51:46 43
10 FSV 63 Luckenwalde 31 34:43 39
11 Hertha BSC II 31 44:55 39
12 BFC Dynamo 31 41:46 36
13 SV Babelsberg 03 31 56:57 35
14 BSG Chemie Leipzig 31 36:46 34
15 ZFC Meuselwitz 31 42:54 32
16 Greifswalder FC 31 30:42 31
17 FC Eilenburg 31 33:54 23
18 Hertha 03 Zehlendorf 31 26:69 14

Der Meister 2026 spielt am Ende der Saison in zwei Aufstiegsspielen gegen den Meister der Regionalliga Bayern. Der Sieger steigt in die 3. Liga auf. Es steigen maximal vier Mannschaften in Abhängigkeit der Absteiger aus der 3. Liga ab.

Mehr zum Thema 1. FC Lokomotive Leipzig: