Lok Leipzig am Samstag Meister? "Stinksaurer" Trainer Seitz mit Warnung an die Fans

Leipzig - Lok Leipzig möchte Meister in der Regionalliga Nordost werden, am besten schon am Samstag beim Heimspiel gegen den BFC Preussen (14 Uhr). Doch die Aufgabe wird vielleicht schwerer, als so mancher denkt.

Jochen Seitz (49) und Lok Leipzig haben momentan mit vielen Personalsorgen zu kämpfen.  © PICTURE POINT / S. Sonntag

Denn die Verletzungssorgen der Blau-Gelben sind aktuell groß. "Die Lage ist angespannt, wir waren 14 Leute heute im Training", beschrieb Trainer Jochen Seitz (49) die Situation am Donnerstag auf der Pressekonferenz vor der Partie.

Gerade aus diesem Grund zeigte sich der Coach auch angefressen, dass die Leipziger nach der Pleite von Verfolger Carl Zeiss Jena am vergangenen Wochenende quasi schon als feststehender Meister tituliert wurden.

"Ich war stinksauer am Sonntag, das ging mir tierisch auf die Nerven, dass viele schon gesagt haben, wir sind durch. Das ist ja bodenlos, wir sind noch nicht durch", so Seitz und schob direkt noch eine Warnung an die Fans hinterher.

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"Wer erwartet, dass wir Tiki-Taka spielen und den BFC am Samstag einfach weghauen: Das wird nicht passieren. Deshalb die Warnung an die Zuschauer, wegen der Erwartungshaltung. Die Mannschaft muss nach vorn gepeitscht werden, braucht die Unterstützung."

Bislang sind 4601 Tickets für das Spiel verkauft. Der Klub hofft auf mindestens 6000 Zuschauer.

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Deutlicher Vorteil für die Würzburger Kickers bei den Aufstiegsspielen

Lok Leipzig könnte am Samstag zum 2. Mal in Folge Meister in der Regionalliga Nordost werden.  © PICTURE POINT / S. Sonntag

Auch wenn der Trainer noch nicht über die möglichen Aufstiegsspiele sprechen wollte, ging das Trara in der Regionalliga Bayern natürlich nicht an ihm vorbei.

Die Würzburger Kickers stehen als Gegner von Lok oder Jena bereits fest, obwohl sie momentan nur auf dem dritten Rang stehen.

Seitz: "Wir können es nicht ändern, wie die Situation ist. Da sieht man, wie hoch der Sprung in die 3. Liga ist, dass ein Klub wie Unterhaching sich dagegen entscheidet. Würzburg hat halt schon Planungssicherheit für die Aufstiegsspiele, können schon Regenerationsmaßnahmen einleiten. Ist ja ähnlich wie bei Havelse letztes Jahr, die wussten auch schon früh, dass sie die Chance bekommen würden, auch wenn es dort sportlich geregelt wurde."

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Dass das natürlich ein Vorteil für die Bayern ist, ist unumstritten.

"Das ist das, was mich bissl nervt. Dass sie jetzt als Dritter schon für die Aufstiegsspiele feststehen und wir müssen wohl bis zum letzten Spieltag kämpfen. Ein deutlicher Vorteil für Würzburg."

Tabelle Regionalliga Nordost

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 1. FC Lokomotive Leipzig 31 58:24 68
2 FC Carl Zeiss Jena 31 59:34 63
3 Hallescher FC 32 58:34 60
4 FC Rot-Weiß Erfurt 31 62:41 58
5 FSV Zwickau 31 47:40 58
6 VSG Altglienicke 31 47:37 49
7 Chemnitzer FC 31 49:47 44
8 BFC Preussen 31 45:52 44
9 1. FC Magdeburg II 31 51:46 43
10 FSV 63 Luckenwalde 31 34:43 39
11 Hertha BSC II 31 44:55 39
12 SV Babelsberg 03 32 60:58 38
13 BFC Dynamo 31 41:46 36
14 BSG Chemie Leipzig 31 36:46 34
15 ZFC Meuselwitz 31 42:54 32
16 Greifswalder FC 31 30:42 31
17 FC Eilenburg 31 33:54 23
18 Hertha 03 Zehlendorf 31 26:69 14

Der Meister 2026 spielt am Ende der Saison in zwei Aufstiegsspielen gegen den Meister der Regionalliga Bayern. Der Sieger steigt in die 3. Liga auf. Es steigen maximal vier Mannschaften in Abhängigkeit der Absteiger aus der 3. Liga ab.

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