Lok Leipzig mit bewegenden Worten vor Erfurt: "Kommt das Gefühl auf, dass wir nur noch verlieren können"
Leipzig - "Das Spiel gegen Zehlendorf beschäftigt mich noch immer, weil wir es nicht gewohnt sind, so schlecht zu spielen." Auch eine Woche nach der bitteren 0:2-Pleite gegen Hertha Zehlendorf ist Lok Leipzigs Trainer Jochen Seitz (49) noch nicht über die Pleite hinweg. Trotzdem liegt der Fokus auf dem Spitzenspiel am Samstag (14 Uhr) gegen Rot-Weiß Erfurt.
Bislang wurden 5117 Tickets für den Regionalliga-Kracher verkauft. Die Erwartungshaltung ist groß. Sieben Spiele vor dem Saisonende steht Blau-Gelb weiterhin ganz oben, der Blick ganz klar auf die Relegation und die 3. Liga gerichtet.
Seitz warnte dahingehend am Mittwoch auf der Pressekonferenz aber vor einer gefährlichen Emotion. "Es kommt das Gefühl auf, dass wir nur noch verlieren können – davon müssen wir wegkommen. Wir spielen wieder eine starke Saison, das müssen wir schätzen, egal wie sie ausgeht", so der Coach.
Am Samstag soll dennoch sein Versprechen eingelöst werden, dass ein komplett anderes Team auf dem Platz stehen wird als gegen Zehlendorf.
Der Trainer: "Der Großteil der Mannschaft war körperlich und mental nicht gut eingestellt. Das nehm ich auch auf meine Kappe. Aber wir haben das analysiert. Das wird ein anderes Spiel gegen Erfurt."
Klar ist: Das sollte die Loksche auch auf den Platz bringen. Erfurt ist gut drauf, hat sich durch starke Leistungen wieder näher an die Tabellenspitze gemogelt. "Wenn wir gegen Erfurt dieselbe Leistung bringen würden wie gegen Zehlendorf, würden wir 'ne richtige Packung bekommen. Ich gehe davon aus, dass wir mindestens 'ne normale Leistung abrufen können, alles andere wäre kaum möglich, weil sonst hätten wir dort oben nichts verloren."
Lok Leipzigs Stefan Maderer fraglich
Noch nicht ganz klar aber, ob es Torjäger Stefan Maderer (29) bis dahin schafft. Der Stürmer ist noch angeschlagen, noch nicht zurück im Mannschaftstraining. Auch bei Pasqual Verkamp (28) wird es knapp.
Die Spieler, die da sind, müssen es regeln. Seitz: "Es wird gegen Erfurt keine Vorentscheidung geben, egal wie es ausgeht. Wir stellen uns darauf ein, dass es wieder bis zum letzten Spieltag gehen könnte."
Titelfoto: Picture Point / Gabor Krieg
