Lok Leipzig strauchelt heftig: Möglicher Aufstieg akut in Gefahr!
Leipzig - Wer hätte vor ein paar Wochen noch gedacht, dass es beim Meisterrennen in der Regionalliga Nordost noch einmal so spannend werden könnte? Lok Leipzig schien als Tabellenführer enteilt, schielte mit einem Auge schon auf die beiden Aufstiegsspiele nach der Saison. Nun ist der Vorsprung auf Carl Zeiss Jena aber auf zwei Zähler geschmolzen.
Die Lage erinnert so ein bisschen an die Vorsaison. Auch da kam mit dem Halleschen FC ein Verfolger beim Endspurt noch einmal gefährlich nahe, hätte die Aufstiegsträume der Lokschen beinahe schon vorzeitig vereitelt.
Jetzt sind es halt die Thüringer, die einfach nicht lockerlassen und mit solchen Willenssiegen wie gegen Greifswald (2:1), wo der entscheidende Treffer weit in der Nachspielzeit fiel, eine breite Brust bekommen.
Lok hingegen strauchelt. Niederlagen wie gegen Hertha Zehlendorf (0:2) und Stadtrivale Chemie Leipzig (0:1) taten nicht nur weh, sondern sind sogar sehr untypisch für das sonst so konstante Team von Trainer Jochen Seitz (49).
Ein Grund dafür sind sicherlich die vielen Ausfälle. Los ging es mit Top-Torschütze Stefan Maderer (29), der durch Kapitän Djamal Ziane (34) momentan nicht wirklich adäquat ersetzt werden kann.
Dass jetzt auch noch Jonas Arcalean (28) länger ausfällt, ist bitter.
Gegen Halle (0:0) haben es aber auch die Spieler, die in dieser Saison wenig zum Einsatz kamen, gut gemacht. Vielleicht wäre es zum Saisonendspurt gar nicht so verkehrt, auf Kräfte wie Pasqual Verkamp (28), die in der letzten Spielzeit noch zum Maß aller Dinge gehörten, wieder mehr zu bauen.
Was Lok Leipzig helfen kann
Gut aus Sicht der Sachsen: Jena hat noch ziemliche Brocken vor sich. An den letzten beiden Spieltagen muss Carl Zeiss in Halle und daheim zum Derby gegen Erfurt ran, viel schwerer geht es nicht.
Heißt: Selbst wenn Lok in den nächsten Partien weiter Federn lässt, wird womöglich erst am letzten Spieltag alles entschieden. Für den neutralen Zuschauer sicher spannend, dass es noch einmal so eng geworden ist. Die Leipziger hätten sicher gern darauf verzichtet.
Titelfoto: PICTURE POINT / S. Sonntag
