Dritte Meisterschaft in Folge? Das könnte Lok Leipzig Mut machen
Leipzig - Kaum zu glauben: in wenigen Tagen, genauer gesagt am Freitagabend um 19 Uhr startet Lok Leipzig beim Spiel in Luckenwalde in die neue Regionalliga-Saison. 54 Tage nachdem der Traum von der 3. Liga abermals geplatzt ist.
Unter dem neuen Coach Torsten Ziegner (48) soll nun der nächste Angriff gewagt werden. Trotz kürzester Vorbereitungszeit, Trainerwechsel und ein paar schmerzhaften Abgängen wie dem von Stammspieler David Grözinger (27) ist man guter Dinge in Probstheida.
Und warum auch nicht! Die letzten Wochen liefen richtig gut an. Gegen die Droyßiger SG (14:0) und den tschechischen Zweitligisten SK Kladno (3:3) wurde positiv erste Testspielluft geschnuppert.
Gegen Zweitligist Hertha BSC (1:3) machte die Loksche vor allen Dingen kämpferisch eine gute Figur.
Eine Woche vor dem Saisonstart wurde im Geheimen im Trainingslager zudem noch gegen Ligakonkurrent Hallescher FC (2:0) erfolgreich getestet. Dort traf zum Endstand auch Neuzugang Patrick Vuc (22) - die Integration scheint also auch zu laufen.
Klar, der Kader ist noch nicht fertig. Lok sucht noch jemanden für die Offensive und auch ein dritter Tormann muss her, der den Konkurrenzkampf im Kasten weiter ankurbelt. Trotzdem scheinen die Sachsen bereit zu sein, gerade weil der Saisonstart machbar erscheint.
Luckenwalde, Magdeburg II, BFC Preussen, Hertha II und Tasmania Berlin - die ersten Gegner von Blau-Gelb - sind alles keine Teams, die den Anspruch auf ganz oben anmelden. Möglicherweise kann Ziegner einen starken Start hinlegen und so Druck auf die Konkurrenz ausüben.
Starke Konkurrenz in der Regionalliga Nordost für Lok Leipzig
Die ist in dieser Saison allerdings besonders groß. Waren es in der letzten Spielzeit vor allen Dingen der HFC und Carl Zeiss Jena, die mit Lok um den Aufstieg kämpften, kommen nun mindestens noch die VSG Altglienike und der FC Erzgebirge Aue dazu, die bei ihren Tests gegen zwei Bundesligisten übrigens beide eine starke Figur machten.
Einfach wird es also nicht für die Leipziger. Doch am Freitag soll der Grundstein für eine weitere Überraschung gelegt werden.
Titelfoto: Picture Point / Roger Petzsche
