Leipzig - Wie lange ist Yan Diomande (19) noch ein Teil von RB Leipzig? Die Frage muss vermutlich so formuliert werden, denn wie bereits bekannt ist, will der Ivorer weg. Und auch die Sachsen scheinen nicht mehr wirklich abgeneigt zu sein, den Außenbahnspieler abzugeben.
Zu viel ist passiert in den vergangenen Wochen. Ein Spieler, der sich nicht mehr wirklich mit den Roten Bullen identifiziert, könnte in der kommenden Saison möglicherweise eher zu Problemen führen, als dass er nutzt.
120 Millionen Euro, die Summe, die RB eben von Real Madrid für den Wechsel verlangt, sind zudem kein Kleingeld. Die zu erreichenden Transfererlöse wären erzielt, Diomande würde zudem zum Rekordtransfer der Rasenballer aufsteigen. Bislang hat diesen Titel Josko Gvardiol (24) mit seinem 90-Millionen-Euro-Wechsel zu Manchester City inne.
Alles gute Gründe, eine Trennung zu forcieren. Laut "Sky" erhält der Nationalspieler der Elfenbeinküste aber erst eine Freigabe, wenn sich die Klubs vollständig geeinigt haben.
Die Verhandlungen zwischen den Königlichen und den Leipzigern laufen. Es liegt nun in den Händen der Klubs, eine Lösung zu finden. Der Bundesligist ist extrem erpicht darauf, eine größtmögliche fixe Ablösesumme zu erzielen und sich nicht auf Boni-Spielereien einzulassen.
Bedenken muss man ja auch, dass Diomandes Ex-Klub Leganes mit bis zu acht Prozent Weiterverkaufsbeteiligung etwas vom Kuchen abbekommt.
Yan Diomande wird sich bei RB Leipzig fit halten
Solange noch nichts geklärt ist, wird der 19-Jährige aber am Cottaweg verweilen und sich fit machen. Am Montag fanden bereits die obligatorischen Leistungstests statt. Jetzt kann der Ivorer wieder ins Training einsteigen. Ist, sollte der Deal sich in die Länge ziehen, vielleicht sogar eine Option am kommenden Samstag beim Testspiel gegen Verl (12 Uhr).
Im Anschluss würde eigentlich das Trainingslager in Saalfelden auf dem Programm stehen. Doch bis dahin sind es ja noch ein paar Tage.