RB Leipzig "enttäuscht, wütend, sauer" und auf Kriegsfuß mit dem Schiri

Leipzig - 18 Punkte verspielte RB Leipzig nach Führungen in dieser Saison in der Bundesliga bislang - ein unfassbarer Wert. Auch am Samstagabend verschenkten die Sachsen gefühlt zwei Punkte, nachdem sie eine 2:0-Halbzeitführung gegen Borussia Dortmund in der Nachspielzeit noch aus der Hand gaben und 2:2 spielten. Was bleibt sind starke Emotionen.

RB Leipzigs Kapitän David Raum (27) zeigte sich nach Abpfiff wütend. War mit der Leistung seines Teams und der des Schiedsrichters nicht zufrieden.  © Picture Point / Roger Petzsche

"Ich bin richtig enttäuscht, wütend, sauer. Wie wir das Spiel hier wieder herschenken. Wir machen wieder ein sehr gutes Spiel und dann ist es hintenraus wieder zu wenig. Das ist ja nicht das erste Mal. Wir lassen auch viel zu viel zu in der zweiten Halbzeit", erklärte RB-Kapitän David Raum (27) nach Abpfiff seine Sicht der Dinge bei "Sky".

Der Linksverteidiger bemängelte zu wenig Cleverness bei den Rasenballern. "Uns fehlt da vielleicht die gewisse Erfahrung, dieses Drecksackmässige. Wir müssen da halt gegen Ende auch mal mehr Richtung Eckfahne gehen. Das müssen wir ansprechen, ich bin richtig wütend."

Eine Emotion, die der 27-Jährige auch gegenüber Schiedsrichter Benjamin Brand (36) öfters gezeigt hat. Seit dem Spiel gegen Bayer Leverkusen (1:3), wo Raum den Unparteiischen nach Abpfiff scharf kritisierte, stehen die beiden gefühlt auf Kriegsfuß.

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Auch beim Samstagabend-Spiel gab es sehr viel Diskussionsbedarf. Raum argumentierte teils heftig mit Brand. Nach Abpfiff legte er nach: "Ich fand seine Leistung nicht ok, aber ist auch egal. Das Spiel ist ja vorbei. Ich hab jetzt keine Lust mehr, darüber zu reden."

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Dortmunds Coach Niko Kovač (54) wollte in der 89. Minute gern einen Elfmeter. Die Pfeife von Schiedsrichter Benjamin Brand (36) blieb aber stumm.  © Picture Point / Sven Sonntag

RB Leipzig muss jetzt ganz dringend Punkte holen

Enttäuschung bei den Spielern von RB Leipzig nach Abpfiff.  © Jan Woitas/dpa

Dabei hatten die Sachsen sogar Glück, dass der Schiedsrichter ein vermeintlich klares Foul nicht gepfiffen hat. Castello Lukeba (23) traf Karim Adeyemi (24) in der 89. Minute im Strafraum am Bein. Elfmeter gab es aber nicht.

Für die Rasenballer gilt es jetzt, die Fehler schnellstens abzustellen, um noch eine Chance auf die Champions-League-Teilnahme zu haben.

Momentan würde zwar auch der 5. Rang, auf dem sich die Roten Bullen momentan befinden, für die Königsklasse reichen.

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Nur zwei Punkte hinter den Sachsen lauert aber Bayer Leverkusen - mit einem Spiel weniger auf dem Konto wohlgemerkt.

Tabelle 1. Bundesliga

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 FC Bayern München 23 85:21 60
2 Borussia Dortmund 23 49:22 52
3 TSG 1899 Hoffenheim 23 49:30 46
4 VfB Stuttgart 22 41:29 42
5 RB Leipzig 23 44:32 41
6 Bayer 04 Leverkusen 22 43:28 39
7 Eintracht Frankfurt 23 46:49 31
8 SC Freiburg 22 32:36 30
9 1. FC Union Berlin 23 29:37 28
10 FC Augsburg 23 28:41 28
11 Hamburger SV 22 25:32 26
12 1. FC Köln 23 33:39 24
13 1. FSV Mainz 05 23 26:38 22
14 Borussia Mönchengladbach 22 25:37 22
15 VfL Wolfsburg 23 33:49 20
16 SV Werder Bremen 22 22:42 19
17 FC St. Pauli 22 20:39 17
18 1. FC Heidenheim 22 19:48 13

Die Tabelle der Bundesliga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Deutscher Meister. Wer auf den Rängen 17 und 18 steht, steigt in die 2. Bundesliga ab. Der drittletzte Platz (Position 16) darf in der sogenannten Relegation um den Klassenerhalt spielen. Der Gegner ist der Drittplatzierte der 2. Bundesliga.

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