Dresden - Diese Generalprobe wird (wohl) ein echter Härtetest! Am Samstag (14 Uhr) bekommt es Dynamo Dresden mit dem Erstligisten Union Berlin zu tun - gegen die Köpenicker wird sich zeigen, ob die Worte von Thomas Stamm (43) in den letzten Tagen Gehör gefunden haben.
Mit den "Basics", vor allem im Zweikampfverhalten, war Dynamos Coach beim Doppeltest gegen Energie Cottbus nicht zufrieden. Daran wurde die Tage gearbeitet.
"Es wurden beide Spiele analysiert, und ja, natürlich waren jetzt vielleicht bei dem einen oder anderen die Basics weniger, bei dem anderen mehr. Aber allgemein muss man einfach auf sich selber schauen, dann alles geben, was man hat", gesteht Ahmet Muhamedbegovic (27).
Und: "Auf jeden Fall wurde das angesprochen, dass es besser werden muss, weil das die Basis ist. Und das muss sitzen, bevor man über andere Themen spricht."
Gegen die Eisernen, die selbst aber erst drei Wochen später in die 1. Bundesliga starten und entsprechend nicht auf dem gleichen Trainingsstand sind, wird sich zeigen, wie weit Dynamos Problemzonen sind.
"Das Ziel wird auf jeden Fall sein, dass man das, was wir vier, fünf Wochen lang erarbeitet haben, auf dem Platz umsetzen", erklärt Muhamedbegovic. "Und natürlich, dass man das über 90 Minuten - oder auch länger mit Nachspielzeit - so lange wie möglich umsetzt. Und natürlich dem Verein, der aus der Bundesliga ist, auch zeigen, dass wir da hinwollen und können."
Dynamos Härtetest könnte einen falschen Eindruck erwecken
Oder wie Kollege Nils Fröling (26) es formuliert: "Letztes Spiel ist immer wichtig, vor der Saison. Die Basics müssen da sein und wir müssen ein gutes Spiel machen. Nur ein Sieg ist für mich ein gutes Ergebnis. Man muss mit der Mentalität ins Spiel gehen, dass wir alle Spiele gewinnen können."
Ob die Partie aber wirklich eine Standortbestimmung werden kann, hängt maßgeblich vom Gegner ab. Union hat nur zwei seiner bisher sechs Testspiele gewonnen (12:2 bei Optik Rathenow und 16:0 bei Grün-Weiß Lübben). Beim Chemnitzer FC (1:1), in Jena (0:2) sowie im Trainingslager gegen den FC Winterthur (1:1) und den FC Aarau (1:2) gab's keinen Erfolg.
Einen möglichen Dresdner Sieg muss man einordnen können, zumal es für die Eisernen um Ex-Dynamo-Youngster Dmytro Bohdanov (19) einen Tag später gegen den Serie-A-Club Cagliari Calcio geht. Innenverteidiger Muhamedbegovic versucht das schon vorab.
"Wir müssen auf jeden Fall die Dinge, die wir trainiert und geübt haben, einfach auf den Platz bringen. Über 90 Minuten plus Nachspielzeit, dann bin ich mir sicher, wird alles gut laufen", meint der 27-Jährige.
Gut für die Stimmung wär so ein Sieg trotzdem ...