Dynamo greift durch und verteilt 69 Hausverbote!

Dresden - Dynamo Dresden greift durch! Der Verein hat gegen 69 Personen Hausverbote ausgesprochen - das berichtet Sport im Osten. Die Zutrittsverbote galten schon für die zurückliegende Partie gegen Bochum und bleiben auch für die restlichen zwei Heimspiele gegen Kaiserslautern und Kiel in Kraft.

Vorm Spiel beim Club hatten sich Dresdner und Nürnberger "Fans" in Eisfeld zu einer Massenschlägerei verabredet. Die Polizei verhinderte dies.  © IMAGO/HMB-Media

"Wir wollten nicht so lange warten, bis dann der DFB entscheidet, sondern auch schon von unserer Seite ein Zeichen setzen", sagt Dynamos Geschäftsführer Stephan Zimmermann (38): "Deswegen haben wir entschieden, die Personen für die restlichen Heimspiele mit einem Hausverbot zu belegen."

Er erklärte aber auch, dass der Verein weiter mit allen Fangruppierungen im Austausch bleibe. "Da ist Kommunikation extrem wichtig, damit so etwas nicht noch mal passiert", so Zimmermann.

Allerdings dreht es sich bei den Hausverboten nicht um die Ausschreitungen am Karsamstag daheim im eigenen Stadion gegen Hertha BSC, sondern um jene Personen, die in der Nacht vor dem Spiel beim 1. FC Nürnberg am 11. April an einer sogenannten Drittort-Auseinandersetzung in einem Gewerbegebiet Eisfeld an der thüringisch-bayerischen Grenze beteiligt waren.

Dynamo Dresden Nur zwei waren länger da als er! Dynamo-Coach Stamm schon jetzt in den Top 3

Dort hatten sich "Fans" von Dynamo und dem Club zu einer Massenschlägerei verabredet. Die Polizei konnte das verhindern.

Anzeige

Auch der 1. FC Nürnberg greift durch

Dynamos Geschäftsführer Stephan Zimmermann (38) wollte nicht auf den DFB warten.  © Eric Münch

Insgesamt wurden 214 Personalien festgestellt, etwa die Hälfte davon stammen aus Dresden, 69 sind als Stadiongänger identifiziert worden.

Die SGD hat die Daten aktiv eingefordert und daraufhin die Hausverbote erteilt. Die Staatsanwaltschaft Dresden hat Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung und Landfriedensbruchs eingeleitet.

Der 1. FC Nürnberg hat ebenfalls reagiert. "Ein Teil der beteiligten Personen konnte polizeilich identifiziert werden. Der FCN hat die ihm genannten Personen auf Basis seines Hausrechts sowie auf Grundlage seines aktuell gültigen Stadionverbotskonzeptes mit einem lokalen Stadionverbot bis zum Ende der kommenden Spielzeit belegt", schreiben die Franken auf ihrer Homepage. Also bis Sommer 2027.

Dynamo Dresden Zwei verletzt, einer fraglich, nur einer fit: Dynamos verrückte Keeper-Welt

Laut Bild soll es rund 80 Personen betreffen.

Mehr zum Thema Dynamo Dresden: