Ex-Dynamo Soufian Benyamina schießt bei Debüt Ex-Klub um Phil Harres und Jonas Kühn ab!

Greifswald - Was für eine Demontage! Der Greifswalder FC hat den FC Viktoria 1889 Berlin am 6. Spieltag der Regionalliga Nordost mit 5:0 (2:0) aus dem Volksstadion geschossen.

Soufian Benyamina schnürte bei seinem Pflichtspieldebüt für den Greifswalder FC direkt einen Doppelpack - ausgerechnet gegen seinen Ex-Verein!
Soufian Benyamina schnürte bei seinem Pflichtspieldebüt für den Greifswalder FC direkt einen Doppelpack - ausgerechnet gegen seinen Ex-Verein!  © IMAGO/Leo

Es war für den gut besetzten und ambitionierten Viertliga-Neuling der mit großem Abstand höchste Saisonsieg - und das gegen den Drittliga-Absteiger.

Bei dem standen Phil Harres und Jonas Kühn in der Startelf, konnten aber nichts gegen den GFC ausrichten. Denn bei den Mecklenburgern feierte mit Soufian Benyamina ein ehemaliger Angreifer von Dynamo Dresden sein Pflichtspieldebüt für die Mannschaft von Teamchef Roland Kroos - und was für eines!

Der Mann, der Viki erst im Sommer verlassen hatte, schnürte gegen seinen ehemaligen Verein einen Doppelpack. In der 31. Minute traf er zum 1:0, neun Zeigerumdrehungen später legte er sein nächstes Tor nach.

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Im zweiten Abschnitt erhöhte dann Julian Rüh (3:0/54.), ehe der frühere Wirbelwind des FC Erzgebirge Aue, Guido Kocer, seine erste Bude für Greifswald schoss und das 4:0 nachlegte (57.).

Mit dem einstigen deutschen U17-Europameister Abu Bakarr Kargbo netzte ein weiterer Ex-Viktoria-Stürmer, erzielte das 5:0 (68.) und fügte dem Hauptstadtklub eine deftige Auswärtspleite zu.

Abu Bakarr Kargbo (v.), hier nach seiner Auswechslung gegen den BAK, trug sich gegen seinen früheren Klub ebenfalls in die Torschützenliste ein.
Abu Bakarr Kargbo (v.), hier nach seiner Auswechslung gegen den BAK, trug sich gegen seinen früheren Klub ebenfalls in die Torschützenliste ein.  © Stefan Bröhl

Phil Harres und Jonas Kühn unten drin, Soufian Benyamina und Guido Kocer mit Rückenwind

Auch Guido Kocer (r.) traf bei nasskaltem Regenwetter erstmals für den Greifswalder FC gegen den FC Viktoria 1889 Berlin um Jonas Kühn (2.v.r.).
Auch Guido Kocer (r.) traf bei nasskaltem Regenwetter erstmals für den Greifswalder FC gegen den FC Viktoria 1889 Berlin um Jonas Kühn (2.v.r.).  © IMAGO/Leo

Durch die befinden sich die Himmelblauen nun mehr denn je in Abstiegsgefahr. Nur fünf Punkte aus sechs Spielen bei 7:13 Toren und Platz 14 belegen, dass Viki den Saisonstart gehörig verpatzt und den Abgang von Kapitän Jakob Lewald (SGD) nicht kompensiert hat.

In Abwehr und Angriff müssen sich die Südberliner nun langsam mal finden, sofern man nicht die ganze Spielzeit unten festhängen will. Für Kühn, Harres und ihren Klub keine leichte Situation.

Bei den Greifswaldern wirkt es hingegen so, als sei nun endlich der Knoten geplatzt. Zwar hat man auch "nur" sieben Zähler auf dem Konto, aber 9:6 Tore und musste sich als Aufsteiger mit all den Neuzugängen erst mal finden.

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Dass das irgendwann gelingt, war bei der Klasse im Kader ohnehin nur eine Frage der Zeit. Mit Benyamina, Kocer, Kargbo, Kapitän Tom Weilandt, Linksverteidiger Jannik Bandowski und Keeper Matti Kamenz verfügt der alles andere als normale Neuling über eine Achse, die viele andere Viertligisten gerne hätten.

Wie wertvoll Benyamina dabei für seinen neuen Klub sein kann, wies er nun bereits in seinem ersten Einsatz nach, obwohl er zweieinhalb Monate vereinslos war.

Titelfoto: IMAGO/Leo

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