Dresden - "Der geht noch in der Hinrunde", lacht Ronald Tscherning und zeigt von der Haupttribüne auf den Rasen im Rudolf-Harbig-Stadion. Von sattem Grün ist nicht mehr viel zu sehen. Alles, was nach Konzert aussah, ist inzwischen abgebaut. Es dominiert ein braunes Geläuf. Doch bis zum Test gegen Union ist alles wieder grün.
Die vier großen Konzerte haben ihre Spuren hinterlassen. Und noch ist nicht Schluss: "Wir haben am 25. Juli noch The Grand Jam im Stadion, danach wird der Rasen ausgetauscht", sagt der Chef der Stadionprojektgesellschaft.
Eine Woche ist dann bis zum Testspiel gegen den Bundesligisten aus Köpenick Zeit. "Das ist kein Problem. Das sind wir ja schon gewohnt, das alles in so kurzer Zeit über die Bühne zu bekommen. Zudem haben wir Sommer, das Wetter spielt also im Gegensatz zum Winter keine Rolle", so Tscherning.
Eine Firma aus Alt Zachun bei Schwerin wird die 8000 Quadratmeter Rasenfläche in Angriff nehmen und zwischen Dienstag und Donnerstag den neuen Rollrasen auslegen. Am Freitag wird der Platz noch eingemessen und vorbereitet.
"Die Kosten von 140.000 Euro übernehmen die Konzertveranstalter. Das heißt, Helene Fischer, Kraftklub, Nina Chuba, die Broilers und die Verantwortlichen der REWE-Teamchallenge teilen sich in die Kosten", sagt der Stadionchef.
Nach dem GFL-Bowl könnte der nächste Rasentausch fällig werden
Nach dem Rasen kommen im Stadion die Umbauarbeiten zwecks des neuen Sicherheitsstandards dran.
"Da warten wir aber noch auf das endgültige Urteil aus dem Dynamo-Heimspiel gegen die Hertha zu Ostern. Danach werden wir uns mit dem Verein, der Stadt, dem Land, der Polizei und der ausführenden Firma hinsetzen und schauen, was alles zu erledigen ist und wer was bezahlt", erklärt Tscherning: "Die Arbeiten werden aber alle erst während der Hinrunde beginnen."
Das nächste außerfußballerische Event ist nach dem Dynamo-Heimspielauftakt am 16. August gegen Darmstadt der GFL-Bowl am 3. Oktober. Ob nach dem Auftritt der schweren Jungs noch einmal der Rasen gewechselt werden muss, lässt Tscherning offen. Im Vorjahr war das nicht nötig gewesen.
"Wir haben vor dem GFL-Bowl nur drei Heimspiele in der Meisterschaft und danach vier. Das sollte der Rasen eigentlich aushalten", sagt er. "Aber das ist vieles vom Wetter abhängig. Sollte es viel regnen und der Rasen extrem in Mitleidenschaft gezogen werden, haben wir natürlich Plan B in der Tasche." Quasi, wenn er so braun aussieht wie in diesen Tagen.