Handball-EM: Für diese DHfK-Spieler gehts in der Hauptrunde weiter

Leipzig/Herning - Am Mittwochabend finden die letzten Spiele der Vorrunde bei der Handball-Europameisterschaft in Dänemark, Schweden und Norwegen statt. Zum Turnier angereist sind auch fünf Spieler des SC DHfK Leipzig, doch nicht allen gelang mit ihren jeweiligen Teams der Einzug in die Hauptrunde.

Deutschland: Franz Semper

Im Spiel gegen Serbien kam Leipzigs Franz Semper (r.) von der Bank aus stark ins Spiel. (Archivfoto)
Im Spiel gegen Serbien kam Leipzigs Franz Semper (r.) von der Bank aus stark ins Spiel. (Archivfoto)  © Sina Schuldt/dpa

Insgesamt 18 Spieler nahm Bundestrainer Alfred Gislason (66) mit ins dänische Herning, unter ihnen auch Leipzigs Franz Semper (28). "Ich kann jedes Mal bis anderthalb Stunden vor dem Anpfiff zwei Spieler streichen", erklärte der 66-Jährige vor Turnierbeginn.

In einem frühen Schicksalsspiel sicherte sich die DHB-Auswahl mit dem Sieg über Spanien am Montagabend als Gruppenerster den Einzug in die Hauptrunde. Semper hatte es trotz einer soliden Performance im insgesamt jedoch desolaten vorherigen Spiel gegen Serbien am Montag (27:30) nicht auf den Mannschaftsbogen geschafft.

Gegen die Serben war Semper von der Bank gekommen und hatte mit drei schnellen Toren dazu beigetragen, dass sich Deutschland kurzzeitig in der 18. Minute auf 11:8 absetzen konnte.

Handball-EM live: Sperre! Kein Wiedersehen mit Deutschland-Schreck
Handball-EM Handball-EM live: Sperre! Kein Wiedersehen mit Deutschland-Schreck

In der Hauptrunde trifft die DHB-Auswahl nun auf Gastgeber Dänemark, Titelverteidiger Frankreich, Norwegen und Portugal. Zum Auftakt geht es am Donnerstag (15.30 Uhr, ARD) gegen die Portugiesen, die am Dienstag überraschend Weltmeister Dänemark (31:29) bezwangen.

Italien: Domenico Ebner

DHfK-Keeper Domenico Ebner scheidet mit Italien zwar auch nach der Vorrunde aus, errang mit der "Azzurri" jedoch einen historischen Sieg gegen Polen. (Archivfoto)
DHfK-Keeper Domenico Ebner scheidet mit Italien zwar auch nach der Vorrunde aus, errang mit der "Azzurri" jedoch einen historischen Sieg gegen Polen. (Archivfoto)  © Luigi Canu/LiveMedia-IPA/ZUMA Press Wire/dpa

Nach der EM im eigenen Land im Jahr 1998 qualifizierte sich Italien erstmals seit 28 Jahren für eine Europameisterschaft.

Leipzigs Schlussmann Domenico Ebner (31) hatte sich vorgenommen, die EM mit der "Azzurri" ordentlich aufzumischen. Der Deutsch-Italiener gehört seit Jahren zu den prägenden Figuren der italienischen Nationalmannschaft.

Zwar verlor der Handball-Außenseiter die ersten beiden Spiele, errang in der Partie gegen Polen am Dienstagabend jedoch einen historischen Meilenstein: Mit einem knappen 29:28-Sieg sicherte sich das Team von Trainer Bob Hanning (57) den ersten EM-Sieg nach 28 Jahren und erst den zweiten überhaupt in der Geschichte des italienischen Handballs!

Tragischer Hintergrund: Darum spielte Deutschland-Gegner mit nur einem Auge
SC Magdeburg Tragischer Hintergrund: Darum spielte Deutschland-Gegner mit nur einem Auge

Trotz 13 starker Paraden gegen Polen konnte Ebner das Vorrundenaus für die "Azzurri" jedoch nicht verhindern. Einen persönlichen Titel kann der 31-Jährige dafür aber mit nach Hause nehmen: Im Spiel gegen Ungarn wurde Ebner absolut verdient zum "Player of the Match" gewählt.

Tschechien: Tomas Mrkva und Tomas Piroch

Glänzte im Spiel gegen Norwegen mit 17 Paraden und drei gehaltenen Siebenmetern und wurde hochverdient "Player of the Match": Leipzigs Tomas Mrkva. (Archivfoto)
Glänzte im Spiel gegen Norwegen mit 17 Paraden und drei gehaltenen Siebenmetern und wurde hochverdient "Player of the Match": Leipzigs Tomas Mrkva. (Archivfoto)  © Soeren Stache/dpa

Auch Tomas Mrkva (37) und Tomas Piroch (25) aus den Reihen des SC DHfK wurden für die tschechische Nationalmannschaft nominiert.

Für Piroch endete das Turnier jedoch noch während der Niederlage im Auftaktspiel gegen Titelverteidiger Frankreich (28:42): Der 25-Jährige knickte böse mit dem rechten Fuß um und musste beim Verlassen der Platte gestützt werden. "Er hat definitiv eine Bänderverletzung und wird erst mal ausfallen", hieß es dazu am Mittwoch seitens des Vereins auf TAG24-Nachfrage.

Nach einer weiteren Niederlage gegen Norwegen (25:29) reichte auch ein Kantersieg gegen die Ukraine (38:29) am Ende nicht mehr aus, um in die Hauptrunde einzuziehen.

Somit müssen die Tschechen und damit auch Tomas Mrkva und Tomas Piroch die Heimreise antreten.

Kroatien: Marko Mamic

Vize-Weltmeister Kroatien reiste samt Leipzigs Marko Mamic (31) an.

Die Kroaten legten zwar zunächst mit einer 32:29-Niederlage gegen Georgien einen kompletten Fehlstart hin, konnten den Einzug in die Hauptrunde aber durch einen Sieg über die Niederlande (35:29) bereits am zweiten Spieltag eintüten.

Am Abend treffen die Kroaten um 20.30 Uhr auf Schweden und kämpfen dabei um den Gruppensieg in Gruppe E. Im TAG24-Liveticker zur Handball-EM halten wir Euch jederzeit auf dem Laufenden!

Titelfoto: Bildmontage/Sina Schuldt/dpa/Luigi Canu/LiveMedia-IPA/ZUMA Press Wire/dpa/

Mehr zum Thema SC DHFK Leipzig: