Mailand (Italien) - Wende im Doping-Fall um Rebecca Passler (24): Die positiv auf eine verbotene Substanz getestete Biathletin darf nun doch bei Olympia teilnehmen.
Wie das Berufungsgericht der italienischen Anti-Doping-Behörde NADO bekannt gab, sei die am 2. Februar gegen die 24-Jährige verhängte Sperre aufgehoben worden.
Zuvor war sie bei einer Dopingkontrolle außerhalb eines Wettkampfes positiv auf Letrozol getestet worden.
Obwohl das unter anderem in der Brustkrebstherapie eingesetzte Mittel selbst keine Leistungssteigerung bewirkt, kann es dennoch erhöhte Hormonwerte durch Steroide kaschieren, weshalb die Substanz auf der Verbotsliste steht.
Passler war daraufhin mit einem Antrag gegen das Knallhart-Urteil vorgegangen, hatte jegliche Schuld von sich gewiesen und erklärt, es handele sich bei dem Befund "um einen Fall von Kontamination, für den die Athletin keine Schuld trifft".
Rebecca Passler steigt am Montag wieder ins Training ein
Das Eilverfahren hatte Erfolg, denn die NADO habe demnach die "offensichtliche Begründetheit der unbeabsichtigten Einnahme oder der unwissentlichen Kontamination mit der betreffenden Substanz" anerkannt.
Damit steht Passlers Teilnahme bei den heimischen Winterspielen nichts mehr im Weg.
Der italienische Verband teilte indes mit, dass die aus einer Biathlon-verrückten Familie stammende Passler schon ab Montag wieder mit ihren Teamkolleginnen trainieren werde. Somit wäre sie eine Kandidatin für die Frauen-Staffel am kommenden Mittwoch.