Pokal-Kracher in Suhl: Das sagt der DSC-Coach zum Halbfinallos
Dresden - Zehn Jahre nach dem Premierensieg in Mannheim könnte sich für den DSC im Februar 2026 beim letzten Pokalfinale in der SAP-Arena (danach zieht die Veranstaltung in die Kölner Lanxess-Arena um) ein Kreis schließen. Am Samstag ist das Team von Trainer Alexander Waibl (57) dem großen Ziel zumindest einen Schritt näher gekommen.
Mit 3:0 (25:18, 25:22, 27:25) fertigte die Mannschaft die Ladies in Black Aachen in der Margon Arena ab und zog souverän ins Halbfinale ein.
Dort kommt es am 10. Dezember (19 Uhr) zum Ost-Kracher in der stimmungsvollen Wolfsgrube in Suhl. "Es ist ein extrem schwieriges Los, Suhl ist super gut drauf und zu Hause natürlich noch mal einen Tick stärker, aber wenn wir nach Mannheim wollen, hätten wir Stuttgart, Schwerin oder Suhl schlagen müssen und insofern ist es so, wie es ist. Wir werden uns gut vorbereiten. Wir sind zuversichtlich, dass wir dann auch in Suhl den Einzug ins Finale schaffen", kommentierte Waibl nach der Auslosung.
Die fand nach dem Thriller im Viertelfinale, in dem der SSC Palmberg Schwerin drei Matchbälle gegen den USC Münster abwehrte und mit 3:2 gewann, im hohen Norden statt. Unter Anfeuerung der Fans vor Ort sollte ausgerechnet Vereinsikone Denise Seubert (36, geb. Hanke) ein gutes Los für Schwerin aus dem Topf holen.
Doch mit einem möglichen Auswärtsspiel in Stuttgart zog sie für ihren Ex-Klub gleich bei der ersten Paarung sozusagen das Worst-Case-Szenario aus dem Topf. Die Schwäbinnen spielen ihr Viertelfinale erst am Mittwoch bei Zweitligist Stralsund.
Dresdner SC: Darum ist Coach Alexander Waibl dankbar, dass sein Team diese Saison schon in Suhl war
Mit den ersten beiden Kugeln stand bereits fest, dass der DSC und Suhl aufeinandertreffen, Seubert holte dann als Erstes den VfB aus dem Topf und bescherte den Thüringerinnen damit das Heimspiel.
Gleich zum Saisonauftakt musste der DSC im Oktober in Suhl ran, holte einen 1:2-Satzrückstand auf und siegte knapp mit 3:2. "Ich bin dankbar, dass wir schon dort gespielt haben. Das ist ein gewisser Vorteil, weil die Mädels jetzt schon die Halle und die Atmosphäre kennen. Auch die neuen Spielerinnen haben wir jetzt schon mal gesehen. Da waren wir im ersten Spiel schon auch ein bisschen überrascht von den beiden US-Amerikanerinnen", gab der Coach zu.
Auch, wenn in der Suhler Wolfsgrube die Hölle los sein wird und auch der Gegner nicht böse über den DSC als Los war, sollte es eine machbare Aufgabe sein. So war Waibl dann doch irgendwie froh, dass sein Team nach der klaren 0:3-Pleite in der Liga nicht ins Schwabenland reisen muss.
"In Stuttgart wäre sicherlich das schwierigste Los gewesen, auf der anderen Seite nach dem Spiel, was wir dort hatten, wäre es auch spannend gewesen, zu sehen, wie es jetzt läuft, wenn sie klar favorisiert sind, aber das müssen wir uns dann halt für später aufheben", lachte er.
Vielleicht für ein mögliches Finale. Denn dann würde sich zumindest schon mal dieser Kreis schließen. Auch bei der Mannheim-Premiere 2016 hieß das Endspiel Dresden gegen Stuttgart, der DSC holte sich in einem 3:2-Krimi den Pott.
Titelfoto: Bildmontage: IMAGO / Gerhard König, Lutz Hentschel

