Nach Fremdgeh-Offenbarung bei Olympia: Biathlon-Star trifft schwerwiegende Entscheidung
Norwegen - Bei den Olympischen Winterspielen machte er seinen eigenen Fremdgeh-Skandal öffentlich, holte danach noch einmal Bronze und zweimal Silber. Nun hat Biathlon-Star Sturla Holm Lagræid (29) eine wichtige Entscheidung getroffen.
Der Norweger zieht sich aus der Öffentlichkeit zurück, zumindest aus der virtuellen. Denn er verabschiedete sich am Freitag vom Internet. "Hallo an alle. Ich habe mich dazu entschieden, die sozialen Medien zu verlassen", schrieb der siebenmalige Weltmeister in einer Instagram-Story auf seinem Account kurz und knapp.
Er wolle allen danken, die ihm gefolgt seien und ihn unterstützt hätten. "Es war eine lange Reise, danke", erklärte er. Sturla Holm Lagræid hatte nach dem Gewinn der Bronzemedaille im Einzel bei den Olympischen Winterspielen weinend vor den TV-Kameras gestanden, dass er seine Freundin betrogen habe.
"Es gibt jemanden, der heute vielleicht nicht zusieht. Vor einem halben Jahr habe ich die Liebe meines Lebens getroffen. Die schönste, tollste Person der Welt, und vor drei Monaten habe ich den größten Fehler meines Lebens begangen und sie betrogen", erklärte er.
Daraufhin hatte er nicht nur einen öffentlichen Shitstorm in den sozialen Medien kassiert, sondern war auch bei seinen Teammitgliedern in Ungnade gefallen.
Sturla Holm Lagræid: Mit seinem öffentlichen Fremdgeh-Geständnis handelt er sich jede Menge Ärger und Spott ein
Denn mit Johann-Olav Botn (26) war sein Kollege Olympiasieger in diesem Rennen geworden. Sturla Holm Lagræid hatte ihm mit seinem Geständnis die öffentliche Bühne geraubt und sie für seine persönlichen Zwecke "missbraucht".
"Ich habe es ihr vor einer Woche erzählt. Es war die schlimmste Woche meines Lebens, denn ich hatte eine Goldmedaille im Leben gewonnen. Sicherlich sehen mich jetzt viele mit anderen Augen, aber ich habe nur Augen für sie", fügte der Norweger damals an.
Die Aktion ging aber nicht nur wegen des Unmuts der Öffentlichkeit und seiner Kollegen nach hinten los. Auch die Betrogene fand es überhaupt nicht witzig, dass ihr Ex die Story mit der ganzen Welt teilte.
Wenige Tage später bereute der Biathlon-Star selbst die Aktion, konzentrierte sich auf den Sport, entschuldigte sich bei seinen Teamkollegen und verschwindet nun aus den sozialen Medien.
Titelfoto: Bildmontage: Hendrik Schmidt/dpa, Roman Koksarov/AP/dpa

