Stimmungsdämpfer vor dem Winter Game: Nächste Pleite für die Eislöwen

Dresden - Die Hoffnung auf den Klassenerhalt in der DEL schwindet für die Dresdner Eislöwen immer mehr. Statt eine Serie zu starten, kassierte das Team von Trainer Gerry Fleming am Dienstagabend die erneute Pleite. Gegen die Fischhtown Pinguins Bremerhaven hieß es am Ende in der Joynext Arena vor 4118 Zuschauern 2:3 (0:0, 0:1, 2:2). Die Stimmung vor dem Winter Game am Samstag dämpft das ordentlich.

Ex-Eislöwen-Keeper Julius Hudacek durfte nicht im Bremerhavener Tor stehen, Leon Hungerecker hütete den Kasten.
Ex-Eislöwen-Keeper Julius Hudacek durfte nicht im Bremerhavener Tor stehen, Leon Hungerecker hütete den Kasten.  © Thomas Heide

"Ich denke, es war ein gutes Spiel von unserem Team, wir haben gut gekämpft, aber unsere Chancen verpasst zu nutzen, Bremerhaven hat dies getan und das war der Unterschied heute Abend", sagte der Löwen-Coach nach der Partie.

Rayan Bettahar (26. Minute), Miha Verlic (44.) und Christian Wejse (53.) sorgten für den Sieg der Gäste, die Dresdner Treffer erzielten Andrew Yogan (51.) und Emil Johansson (58.).

Die spannendste Frage des Abends war vor dem Spiel schnell beantwortet: Ex-Eislöwe Julius Hudacek stand bei den Pinguins nicht im Tor, sein Nachfolger in Dresden, Jussi Olkinuora, fiel der Rotation zum Opfer und war gar nicht im Kader, Janick Schwendener hütete nach überstandener Krankheit den Kasten.

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Erfreulich auch, dass Verteidiger Oliver Granz das erste Mal seit seiner Handverletzung am 3. November wieder im Aufgebot zu finden war. Eine weitere positive Nachricht vor dem Spiel war die Niederlage der Frankfurter in Ingolstadt. Nun lag es an den Löwen, dies zu nutzen, doch das gelang nicht.

In einem ereignisarmen ersten Drittel sorgte gleich zu Beginn eine Schrecksekunde um Verteidiger Emil Johansson für Aufregung, der einen Puck ans Ohr bekam und direkt in der Kabine verschwand. Nach einigen Minuten gab es Entwarnung und der Schwede stand wieder auf dem Eis.

Dresdner Eislöwen können mehrere Powerplay-Situationen nicht nutzen

Lance Bouma (M.) und seine Eislöwen kassierten die nächste Pleite.
Lance Bouma (M.) und seine Eislöwen kassierten die nächste Pleite.  © Thomas Heide

Matthias Pischoff sah im Interview mit Magenta Sport ein "ordentliches Drittel".

Im zweiten Drittel klingelte es dann endlich, allerdings im falschen Tor aus Dresdner Sicht. Die Gäste sorgten für Verkehr vor Schwendener, dem kurzzeitig die Sicht genommen war, Rayan Bettahar nutzte das und netzte zum 1:0 für die Pinguins ein (26.).

Zumindest ein kleiner Weckruf war das für die Hausherren, die nun mehr Zug zum Tor reinbrachten, sich aber oftmals auf dem Weg zum gegnerische Gehäuse selbst im Weg standen oder Pässe nicht ankamen. Die besten Gelegenheiten ließen Lance Bouma (37.) und Trevor Parkes (39.) liegen. Pfiffe hallten durch die Arena, als die Löwen auch das zweite Powerplay des Spiels nicht nutzen konnten.

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Auch das dritte, von dem noch 58 Sekunden im dritten Drittel übrig waren, blieb ohne Torerfolg. Dann kassierte Justin Braun eine unnötige erste Strafe für die Löwen. Bremerhaven zeigte den Hausherren, wie man das nutzt und markierte das 2:0 durch Verlic (44.).

Andrew Yogan gelang der 1:2-Anschluss (51.) doch Christian Wejse (53.) stellte den alten Abstand beim 1:3 wieder her. Hoffnung keimte auf, als Bremerhaven eine Strafe kassierte und Johansson in 6:4-Überzahl (Torhüter bei den Eislöwen raus), das 2:3 machte, doch die Pinguins retteten den Sieg über die Zeit.

Titelfoto: Thomas Heide

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