Dresden - Die Dresdner Eislöwen basteln weiter an ihrem Kader für die kommende Saison, doch dabei ist immer noch nicht final klar, in welcher Liga der sportliche Absteiger der DEL spielen wird. Und auch um einen potenziellen Neuzugang gibt es Verwirrung.
Mit den Bietigheim Steelers und den Eisbären Regensburg stehen zwei Teams in den Halbfinals der DEL2, die nicht in die Elite-Liga des deutschen Eishockeys aufsteigen wollen und die nötige Bürgschaft nicht hinterlegt haben.
Schon ab Donnerstag geht's im Halbfinale der Play-offs los, die Kassel Huskies kämpfen dabei gegen Bietigheim um den Einzug ins Finale, die Krefeld Pinguine gegen Regensburg. Kassel wie Krefeld wollen in die DEL. Setzen sie sich im Halbfinale jeweils durch, ist bei Lizenzerteilung für den Meister klar, dass die Eislöwen definitiv absteigen.
Davon geht der Klub trotz zweigleisiger Planung aktuell auch aus. Hinter den Kulissen wird deshalb fleißig weitergeplant. Um einen potenziellen Neuzugang gibt es jetzt Verwirrung.
So sollen die Dresdner den kanadischen Stürmer und Publikumsliebling des EC Villacher SV, Adam Helewka (30), an der Angel haben. Doch bei seinem Verein aus Österreich herrscht Aufregung. Eigentlich hatte der Spieler im vergangenen Jahr einen Vertrag bis 2027 unterzeichnet. Der besitzt laut Aussage des Geschäftsführers Martin Winkler gegenüber "Kleine Zeitung" eine vereinsseitige Option zur vorzeitigen Auflösung.
Bei den Abschlussgesprächen soll Helewka betont haben, er wolle nach Übersee zurückkehren, damit seine Kinder dort aufwachsen können. Dafür würde der Verein ihn freigeben. Für alles andere aber nicht.
Dresdner Eislöwen: Diese Spieler sollen auf dem Radar sein
Somit müssten die Dresdner Eislöwen eine Ablöse für den 30-Jährigen zahlen. Das sollte generell für die finanzkräftigen Blau-Weißen kein Problem sein.
Neben Adam Helewka soll der sportliche Absteiger bereits Gregory Kreutzer (25) von den Eispiraten Crimmitschau verpflichtet haben.
Zudem wurde bereits darüber spekuliert, dass Bo Šubr (45) neuer Trainer werden soll. Der ist seit Dienstagabend frei, schied mit den Ravensburg Towerstars nach der Finalteilnahme im Vorjahr jetzt bereits im Viertelfinale aus. Von dort soll Šubr Gerüchten zufolge auch Stürmer Alec Ahlroth (25) mitbringen.
Allerdings besitzt Löwen-Coach Gerry Fleming (58) bei Klassenerhalt Vertrag in Dresden. Solange die Ligazugehörigkeit nicht geklärt ist, hängen einige Personalien in der Warteschleife. Die Eislöwen schauen ab Donnerstag also mit Spannung auf die Halbfinals in der DEL2.