Emotionaler Abschied: Olympia-Star beendet Ski-Karriere!

Norwegen - Vor einem Monat durfte sich Ragnhild Mowinckel (31) in Italien noch über ihren vierten Weltcupsieg freuen, es könnte allerdings ihr letzter gewesen sein. Die norwegische Skirennläuferin hängt die Bretter zum Saisonende an den Nagel.

Ende Januar ließ Ragnhild Mowinckel (31) in Italien die Korken knallen, bald wartet der Abschieds-Sekt.
Ende Januar ließ Ragnhild Mowinckel (31) in Italien die Korken knallen, bald wartet der Abschieds-Sekt.  © Tiziana FABI / AFP

Das gab die zweimalige Olympia-Zweite am Montag in einem emotionalen Video in den sozialen Netzwerken bekannt.

Es sei ein "einmaliges Abenteuer" gewesen, weshalb sich der Abschied nun zwar "komisch, aber doch schön" anfühle. "Und auch wenn es jetzt nicht so aussehen mag, bin ich glücklich mit der Entscheidung", erklärte die 31-Jährige unter Tränen.

Den Entschluss habe sie schon vor dem Wochenende Ende Januar im italienischen Cortina d’Ampezzo gefasst, wo sich "Ragmow" den ersten Platz in der Abfahrt und somit ihren vierten Einzel-Weltcupsieg schnappte.

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"Ich glaube, die acht Jahre alte Ragnhild wäre stolz auf die 31-jährige Ragnhild", so Mowinckel weiter. "Sie hatte Träume, die wir gemeinsam erreicht haben."

Neben zwei Silbermedaillen in der Abfahrt und im Riesenslalom bei den Olympischen Winterspielen 2018 im südkoreanischen Pyeongchang fuhr die aus Molde stammende Norwegerin auch zweimal Bronze bei den alpinen Ski-Weltmeisterschaften 2019 und 2023 ein.

Allerdings waren sowohl ihre Karriere als auch ihre letzte Saison nicht nur von Höhen geprägt.

Abschieds-Video von Ragnhild Mowinckel auf Instagram

Ragnhild Mowinckel wurde beim ersten Weltcup-Rennen disqualifiziert

Ragnhild Mowinckel (31) feierte 2012 ihr Weltcup-Debüt, ihre beste Platzierung erreichte sie in der Saison 2021/22 mit dem vierten Platz in der Gesamtwertung.
Ragnhild Mowinckel (31) feierte 2012 ihr Weltcup-Debüt, ihre beste Platzierung erreichte sie in der Saison 2021/22 mit dem vierten Platz in der Gesamtwertung.  © Fabrice COFFRINI / AFP

Mowinckel musste sich im Laufe der Jahre gleich von zwei Kreuzbandrissen und mehreren kleineren Verletzungen erholen. Darüber hinaus sorgte sie beim Weltcup-Auftakt im österreichischen Sölden aus unschönen Gründen für Aufsehen.

Nach ihrem ersten Riesenslalom-Lauf wurde die Norwegerin wegen zu hohen Fluorwerten in ihrem Ski-Wachs disqualifiziert. Der internationale Skiverband FIS hatte die Richtlinien erst vor der Saison angepasst und die erlaubte Grenze heruntergeschraubt.

Die Athletin erklärte in der Folge aufgelöst, dass "hier ein Fehler vorgefallen" sein müsse. Später bestätigte ihr Ausrüster, dass ein "mit Fluor kontaminiertes Gerät" bei der Präparation verwendet worden wäre.

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Doch das ist mittlerweile Schnee von gestern, nun freue sich Mowinckel "wirklich sehr" auf die Zukunft, auch wenn sie noch nicht wisse, was sie erwartet.

Privat dürfte allerdings erst einmal die Hochzeitsplanung anstehen. Im vergangenen April machte das Ski-Ass die Verlobung mit ihrem langjährigen Freund Mathias Tangenes öffentlich.

Titelfoto: Tiziana FABI / AFP

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