Schlimmer Sturz im Training: Ski-Ass verpasst Olympische Spiele und bangt um Karriere
Innsbruck (Österreich) - Ausgerechnet in Cortina krönte sich Katharina Liensberger (28) 2021 zur Doppel-Weltmeisterin, eine Olympia-Rückkehr in wenigen Wochen wird es aber nicht geben. Die österreichische Skirennläuferin verpasst die Winterspiele verletzungsbedingt nach ihrem schweren Sturz beim Training für den Weltcup in Kranjska Gora - und muss vielleicht sogar um ihre Karriere bangen.
Am Freitagvormittag war die ÖSV-Athletin beim Riesenslalom-Training in St. Michael unglücklich zu Fall gekommen und anschließend per Hubschrauber in die Klinik Hochrum bei Innsbruck gebracht worden.
Die niederschmetternde Diagnose: eine Fraktur des Schienbeinkopfes sowie ein Meniskus- und Innenbandriss im rechten Knie. Noch am Freitag wurde die 28-Jährige erfolgreich operiert.
Doch: "Die Olympia-Saison ist beendet", bestätigte sie am Samstag in einem Post auf Instagram und blickte schon nach vorn: "Ich gebe meinem Körper all die Zeit und Energie, die er jetzt für eine optimale Genesung benötigt."
Ihr Verband ließ allerdings durchblicken, dass eine Rückkehr auf die Piste zum jetzigen Zeitpunkt alles andere als sicher sei: "Wir hoffen einfach und wünschen natürlich auch alles Gute, dass das so schnell wie möglich heilt. Dass es irgendwann dann auch wieder funktioniert zum Skifahren. Es ist wirklich eine schwere Verletzung, muss man einmal dazusagen", erklärte ÖSV-Sportdirektor Mario Stecher (48) in einer Mitteilung.
Katharina Liensberger wünscht den Athleten bei den Olympischen Winterspielen viel Glück
Selbst gab sich Liensberger kämpferisch und berührt von der großen Anteilnahme. "Danke auch euch allen für die vielen liebevollen Zeichen der Unterstützung. Sie geben mir Mut, nach vorne zu blicken", so das Ski-Ass.
Sie werde von "großartigen Ärzten" und einem "wunderbaren Pflegeteam" versorgt und erhalte auch viel Hilfe von ihrer Familie und ihren Freunden.
"Ich bin sehr glücklich über all die Erfolge, die ich 2021 in Cortina d'ampezzo feiern durfte, und wünsche allen Teilnehmern in diesem Jahr ganz viel Glück und verletzungsfreie Spiele", fügte sie außerdem einen Gruß an ihre Kollegen und Kolleginnen an.
In Italien hätte nach Silber in Pyeongchang und Gold und Silber in Peking die Chance auf eine vierte Olympia-Medaille auf Liensberger gewartet.
Titelfoto: Geoff Robins / AFP

