Trotz täglicher Schmerzen! Ski-Alpin-Star feiert kurz vor Olympia Comeback des Jahres

Kronplatz/Bruneck (Italien) - Im April 2025, als die Saison im Ski Alpin eigentlich schon vorbei war, verletzte sich Ausnahme-Athletin Federica Brignone (35) heftigst am Knie. Bei den Italienischen Meisterschaften in Bellamonte erlitt sie einen Bruch des Schienbeinkopfes und des Wadenbeinkopfes im linken Knie. Nun hat die Italienerin ein sensationelles Comeback gefeiert.

Federica Brignone (35) hat am Dienstag ein sensationelles Comeback gefeiert.  © Marco Trovati/AP/dpa

Kurz vor Beginn der Olympischen Winterspiele in ihrem Heimatland fuhr sie am Dienstag erstmals wieder im Weltcup, kam im ersten Lauf des Riesenslaloms von Kronberg auf den siebten Rang und verbesserte sich im zweiten Durchgang sogar noch auf den sechsten Platz.

Schon vor dem Event hatte Brignone betont, dass sie immer noch täglich mit Schmerzen zu kämpfen hat, nun aber schauen wolle, ob sie bereit für ihre womöglich letzten Olympischen Spiele sei. "Ich muss meinen Körper, meinen Kopf und mein Bein testen", sagte sie im Vorfeld.

Diesen ersten Test bestand sie nun mit Bravour und darf sich Hoffnungen machen, dass sie doch noch in Mailand und Cortina an den Start gehen kann.

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"Bitte wie schnell ist Brignone von ihrem Kapitalschaden im Knie wieder zurückgekommen. Das einzig Gute war, dass sie kein Kreuzband dazu hatte, es war eine reine Knochenfraktur, also eine brutale Knochenfraktur, die zwei, drei Operationen brauchte", konnte es auch Eurosport-Kommentatorin Martina Lechner (47) nicht fassen.

Mit der - in diesem Fall - Glücksnummer 13 ging Brignone ins Rennen und vollführte ihre Schwünge, als sei sie nie weg gewesen. "Es sieht wirklich fantastisch aus", lobte auch die ehemalige Ski-Rennfahrerin Lechner nach dem ersten Streckenteil.

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Federica Brignone zweieinhalb Wochen vor den Olympischen Winterspielen mit dem Comeback des Jahres

Im April 2025 hatte sich die Italienerin schwer verletzt.  © Elvis Piazzi/AP/dpa

Schon mit bloßem Auge kann man erkennen, dass muskulär noch nicht alles wieder im Gleichgewicht bei der zweimaligen Weltmeisterin ist, die jedoch noch nie Olympiasiegerin war. Das linke Bein ist wesentlich schlanker als das rechte.

Doch das hielt die Italienerin nicht davon ab, eine für sie tolle Zeit in den Schnee zu zaubern und mit dem siebten Platz nach dem ersten Lauf alle zu überraschen. "Ich finde, es ist fast ein bisschen zu früh, aber wenn sie das für ihre Motivation braucht, unbedingt Olympia fahren zu möchten, warum nicht", sagte Lechner.

"Das ist das Comeback des Jahres, definitiv", befand auch Kommentator Guido Huber (55), als Brignone zunächst auf dem sechsten Platz ins Ziel kam. Dort jubelten ihr die italienischen Fans zu, die Stimmung war riesig und Brignone selbst riss immer wieder die Arme in die Höhe.

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Das Rennen gewann die Österreicherin Julia Scheib vor der Schweizerin Camille Rast und Sara Hector aus Schweden. Beste Deutsche wurde Lena Dürr, die nach einem 15. Rang im ersten Durchgang noch auf Platz 21 abrutschte.

Erstmeldung von 12.58 Uhr, aktualisiert um 15.18 Uhr.

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