Nach Alkohol-Eklat bei Olympia: Skisprung-Trainer wird an seinem Geburtstag geschasst
Finnland - Der Alkohol-Eklat bei den Olympischen Spielen hat Folgen! Igor Medved (45), Trainer der finnischen Skisprung-Nationalmannschaft, verliert einem Bericht zufolge sein Amt, eine Option zur Vertragsverlängerung ließ der Verband demnach platzen. Bekannt wurde das ausgerechnet am 45. Geburtstag des Slowenen.
Rückblick: Bei den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina war Medved zwischen dem Normalschanzen- und dem Großschanzenwettbewerb plötzlich nach Hause geschickt worden, der Grund seien "Alkoholprobleme", erklärte NOK-Chef Janne Hänninen (50) damals.
Finnische Medien berichteten, dass der 45-Jährige an mehreren Tagen unter Alkoholeinfluss gestanden habe, und das offenbar so störend für das Team, dass sogar die Springer selbst um den Ausschluss ihres Trainers von Olympia gebeten hatten, wie Yle kürzlich enthüllte.
Nun kann der finnische Nachrichtensender gleich die nächste Bombe platzen lassen: Yle zufolge hätte Medved, gerne die Option gezogen, mit der sein zum Saisonende auslaufender Vertrag um zwei Jahre verlängert würde, doch der finnische Skiverband entschied sich am vergangenen Wochenende dagegen.
Der Alkohol-Eklat kostet den Slowenen den Job! Schon seit den Olympischen Spielen war Medved suspendiert, hatte die vergangenen Weltcup-Stationen in Österreich und Finnland verpasst. Jetzt steht wohl fest, dass er auch nicht mehr mit der finnischen Flagge an die Schanze zurückkommen wird - eine offizielle Bestätigung vonseiten des Verbands steht allerdings noch aus.
Finnischer Skiverband will endgültige Entscheidung am Dienstag kommunizieren
Seit 2024 war Medved für die finnischen Skispringer zuständig und entwickelte das Team in dieser Zeit merklich. Am Sonntag holte die Mannschaft den ersten Podestplatz im Weltcup seit mehr als zwölf Jahren, auch im Einzel erreichten die finnischen Athleten zahlreiche Top-Ten-Platzierungen und stehen im Nationencup schon vor Saisonende so gut da wie zuletzt 2014/15.
Den größten Erfolg seit mehr als einem Jahrzehnt erlebte Medved allerdings nur vor dem Fernseher mit, beim dritten Platz im Super Team winkte stattdessen Interimscoach Lasse Moilanen (31) das Duo Antti Aalto/Niko Kytosaho ab und gilt als Kandidat für die Nachfolge des Slowenen.
Offiziell darüber informieren, wie die Entscheidung des finnischen Skisprung-Verbands ausfiel, will Verbandschef Petter Kukkonen (44) übrigens erst am Dienstag - vielleicht, um Medved zumindest noch in Ruhe seinen Geburtstag feiern zu lassen.
Titelfoto: Roni Rekomaa/Lehtikuva/dpa
