Death's Door ist das Indie-Spiel des Jahres und hat im Grunde nur ein Manko

Leipzig - Schätze plündern, neue Wege entdecken und Bosse verhauen. Wer mal wieder Lust auf ein richtig gutes Adventure-Game hat, bekommt mit "Death's Door" obendrein noch den wohl besten Indie-Ableger des Jahres. Einen Kritikpunkt gab es für mich allerdings doch.

In "Death's Door" schlüpft Ihr in die Rolle eines kleinen Raben, der den Job des Sensenmanns übernommen hat. Dabei trefft Ihr auf so einige skurril-schöne Gestalten.
In "Death's Door" schlüpft Ihr in die Rolle eines kleinen Raben, der den Job des Sensenmanns übernommen hat. Dabei trefft Ihr auf so einige skurril-schöne Gestalten.  © Acid Nerve/Devolver Digital

Seit ich den ersten Trailer zu "Death's Door" gesehen habe, stand das Spiel ganz oben auf meiner Liste. Die Spielwelt sah für einen Indie-Titel unglaublich schön und detailreich aus, die Story um einen Raben, der als Sensenmann arbeitet, wirkte ziemlich interessant und für Adventures bin ich ohnehin zu haben.

Nun ist "Death's Door" endlich da und... Gut, was soll ich sagen? Es liefert eben ab.

In den Grundzügen lässt sich wiederholen, was ich bereits in meiner Preview zu "Death's Door" geschrieben habe: Die Entwickler vom Studio Acid Mind scheinen sich deutlich an großen Namen wie der "Zelda"-Reihe und "Dark Souls" orientiert und ihrer Idee dann ihren ganz eigenen Stempel aufgedrückt zu haben.

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Das macht sich vor allem in den Bosskämpfen bemerkbar, die sich wie im Erstlingswerk der Macher, "Titan Souls", etwas langsamer als in manch anderem Adventure spielen und auch diesmal wieder mit viel Liebe gestaltet wurden.

Jeder Boss wirkt einzigartig und erfordert ein eigenes Herangehen. Gerade die größten von ihnen und der Weg dorthin sorgen dank interessanter Mechaniken für erinnerungswürdige Momente.

"Metroidvania" in Bestform

Vor allem die Bosse bieten immer wieder einzigartige Momente. Hier bekommt Ihr es beispielsweise mit einem laufenden Schloss zu tun, das Laser schießt!
Vor allem die Bosse bieten immer wieder einzigartige Momente. Hier bekommt Ihr es beispielsweise mit einem laufenden Schloss zu tun, das Laser schießt!  © Acid Nerve/Devolver Digital

Auch auf die volle Länge gesehen überrascht mich noch immer, wie rund sich "Death's Door" anfühlt und wie wenig es sich vor seinen Vorbildern verstecken muss.

Vor allem ein Punkt fiel mir dabei immer wieder ins Auge: Das Leveldesign, das sich mehr noch als Kollege "Dark Souls" am "Metroidvania"-Prinzip orientiert. Je weiter Ihr die Welt erkundet, umso mehr Fähigkeiten erlernt Euer Rabe, um damit wiederum neue Bereiche zu öffnen und zu entdecken. Dadurch erscheinen auch bereits bereiste Gebiete noch im späteren Verlauf interessant. Gleichzeitig weckt das Spiel immer wieder Euren Entdeckerdrang.

Gerade für jemanden wie mich, der am liebsten jede Ecke einer Spielwelt sehen möchte, ergeben sich dadurch immer wieder neue Abenteuer. Oh, eine Tür, die von einem Spinnennetz versperrt wird! Wer weiß, welcher Gegner sich dahinter wohl verbirgt!

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Im Grunde gibt es für mich nur eines an "Death's Door" zu beanstanden: Dass es bisher nicht für die Switch erschienen ist. Das Spiel wirkt wie geschaffen für Nintendos Konsole und ich würde zu gern wissen, wie es sich unterwegs zocken lässt.

Fazit:

"Death's Door" ist ein großartiges Spiel und für mich bereits jetzt der Indie-Titel des Jahres. Punkt. Es liefert einfach alles, was mein Abenteurer-Herz begehrt: Die Spielwelt ist wunderschön gestaltet, die Bosskämpfe bleiben in Erinnerung, die Story ist interessant und spannend erzählt und obendrauf gibt es wahnsinnig viel zu erkunden.

Wer mal wieder ein gutes Adventure erleben möchte, sollte hier unbedingt zugreifen.

Titelfoto: Acid Nerve/Devolver Digital

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