Maduro meldet sich aus US-Gefängnis zu Wort: Demonstrationen in Venezuela

New York/Caracas - Der bei einem US-Militäreinsatz entmachtete und in den USA inhaftierte venezolanische Staatschef Nicolás Maduro (63) hat sich nach Angaben seiner Familie aus dem Gefängnis zu Wort gemeldet.

Angehörige der politischen Gefangenen demonstrieren in Venezuela für deren Freilassung.
Angehörige der politischen Gefangenen demonstrieren in Venezuela für deren Freilassung.  © PEDRO MATTEY / AFP

"Uns geht es gut. Wir sind Kämpfer", sagte Maduro laut einem am Samstag veröffentlichten Video seines Sohnes Nicolás Maduro Guerra.

Während Anhänger Maduros in Caracas die Freilassung des gestürzten Präsidenten forderten, warteten Angehörige politischer Häftlinge auf die von der Regierung angekündigte Freilassung ihrer Verwandten.

Maduro und seine Frau Cilia Flores (69) waren vor gut einer Woche bei einem US-Militäreinsatz in Caracas gefangen genommen und in die USA gebracht worden.

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Dem langjährigen linksnationalistischen Präsidenten soll dort wegen "Drogenterrorismus" der Prozess gemacht werden. Sein Vater habe sich im Gefängnis in New York vor seinen Anwälten geäußert, sagte Nicolás Maduro Guerra in dem Video, das am Samstag von Venezuelas Regierungspartei PSUV veröffentlicht wurde.

Anhänger Maduros forderten am Samstag die Freilassung des gestürzten Präsidenten. Allerdings versammelten sich bei den Protesten im Westen der Hauptstadt Caracas nur rund 1000 Menschen.

Venezuela lässt mehrere politische Gefangene frei

Demonstranten protestieren für die Freilassung von Präsident Nicolás Maduro.
Demonstranten protestieren für die Freilassung von Präsident Nicolás Maduro.  © JACINTO OLIVEROS / AFP

Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez (56) sicherte in einer Fernsehansprache zu, sie werde "keine Minute ruhen, bis wir unseren Präsidenten wiederhaben".

Laut Venezuelas Außenminister Yván Gil (53) hat die Regierung in Caracas einen Prozess eingeleitet, "um die diplomatischen Beziehungen" zwischen Venezuela und den USA "wiederherzustellen".

Caracas hatte am Donnerstag mit der Freilassung zahlreicher politischer Gefangener begonnen. Nach Angaben der Opposition wurden bis Samstagabend lediglich 21 Häftlinge freigelassen, darunter mehrere prominente Oppositionspolitiker. Schätzungen von Menschenrechtsorganisationen zufolge gibt es in Venezuela zwischen 800 und 1200 politische Gefangene.

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Unter den Freigelassenen waren der frühere Präsidentschaftskandidat Enrique Márquez und die prominente spanisch-venezolanische Aktivistin Rocío San Miguel. Die Regierung hatte allerdings erklärt, dass eine "große" Anzahl von Häftlingen als Zeichen des Entgegenkommens freigelassen werde - was die USA als Erfolg für sich verbuchten.

"Venezuela hat den Prozess der Freilassung seiner politischen Gefangenen in großem Stil begonnen", schrieb US-Präsident Donald Trump (79) am Samstagabend auf seiner Onlineplattform Truth Social. Er hoffe, diese Gefangenen würden sich "daran erinnern, wie viel Glück sie hatten, dass die USA gekommen sind und das getan haben, was getan werden musste".

Titelfoto: JACINTO OLIVEROS / AFP

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