Coronavirus: Fast jeder Dritte meidet seit Beginn der Pandemie Bus und Bahn

Deutschland/Welt - In Deutschland stagnieren die Corona-Zahlen derzeit. Gleichzeitig ist die Impfwilligkeit der Menschen ins Stocken geraten. Die aktuellen Entwicklungen zu Sars-CoV-2 gibt es hier im Ticker.

In Deutschland hat die Gastronomie wieder geöffnet.
In Deutschland hat die Gastronomie wieder geöffnet.

Laut Johns-Hopkins-Universität sind seit Beginn der Pandemie mehr als 4,1 Millionen nachgewiesene Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Deutschland aufgetreten. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte allerdings deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Insgesamt 92.964 Menschen sind hierzulande mit oder an dem Virus bereits verstorben. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit knapp 3,9 Millionen an.

Der Sieben-Tage-Inzidenzwert liegt laut Robert-Koch-Institut bundesweit bei 70,5 (Vortag: 72).

Coronavirus in NRW: Landes-Inzidenz weiter rückläufig
Coronavirus Coronavirus in NRW: Landes-Inzidenz weiter rückläufig

Weltweit gibt es mehr als 228,1 Millionen bestätigte Fälle und inzwischen 4,68 Millionen Todesfälle (alle Daten Stand: 19. September, 7.30 Uhr).

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Update, 19. September, 5 Uhr: Haus der Geschichte: Mehr als 1500 Objekte zur Corona-Krise gesammelt

Das Haus der Geschichte in Bonn hat inzwischen rund 1500 Objekte zur Corona-Krise zusammengetragen.

"Wir haben mehr gesammelt als sonst üblich, weil man wohl auch rückblickend sagen wird, dass Corona ein prägendes Ereignis der Zeitgeschichte ist", sagte Sammlungsdirektor Dietmar Preißler der Deutschen Presse-Agentur.

Atemschutzmasken, Impfampullen, ein Bierkrug des abgesagten Oktoberfestes: Das Museum hat die Pandemie von Beginn an zum Thema gemacht und ein Sammlungskonzept erstellt mit Kategorien wie "Corona im Alltag"oder "Corona und Wirtschaft". Institutionen und Privatleute haben Gegenstände zur Verfügung gestellt, die die Krise illustrieren.

Die Tür eines ausrangierten Bundeswehr-Airbus, mit dem zu Beginn der Pandemie Corona-Kranke aus dem Ausland in Krankenhäuser nach Deutschland geflogen wurden, liegt auf einem Tisch.
Die Tür eines ausrangierten Bundeswehr-Airbus, mit dem zu Beginn der Pandemie Corona-Kranke aus dem Ausland in Krankenhäuser nach Deutschland geflogen wurden, liegt auf einem Tisch.  © Axel Thünker/Stiftung Haus der Geschichte/dpa

Update, 19. September, 4.20 Uhr: Watzke: Gut gefüllte Fußballstadien "verantwortbares Risiko"

Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hat sich erneut für die Zulassung größerer Zuschauermengen in den Fußballstadien stark gemacht.

"Wenn die überwiegende Mehrheit der Zuschauer geimpft und die Kinder getestet sind, halte ich Fußballspiele vor gut gefüllten Häusern für ein verantwortbares Risiko, zumal wir extrem hohen Aufwand betreiben, um maximal sichere Veranstaltungen durchzuführen", sagte der BVB-Chef der Welt am Sonntag. Er habe "sehr viel Zuversicht", dass bald wieder deutlich mehr Fans in die Arenen dürfen.

Dazu könne die Anwendung des 2G-Prinzips beitragen, bei dem nur gegen Corona Geimpften und von einer Infektion Genesenen der Zutritt erlaubt ist - "allerdings unter Berücksichtigung von Kindern und Jugendlichen", wie Watzke sagte.

Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hat sich erneut für die Zulassung größerer Zuschauermengen in den Fußballstadien stark gemacht.
Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hat sich erneut für die Zulassung größerer Zuschauermengen in den Fußballstadien stark gemacht.  © David Inderlied/dpa

Update, 19. September, 4.18 Uhr: RKI registriert 7337 Corona-Neuinfektionen: Inzidenz bei 70,5

Die 7-Tage-Inzidenz in Deutschland ist am sechsten Tag in Folge gesunken.

Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Sonntagmorgen mit 70,5 an. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 7337 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 4.13 Uhr wiedergeben.

Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 38 Todesfälle verzeichnet.

Update, 19. September, 4.15 Uhr: Fast jeder Dritte meidet seit Beginn der Pandemie Bus und Bahn

Die Corona-Pandemie hat bei knapp einem Drittel der erwachsenen Deutschen dazu geführt, dass sie entweder seltener oder gar nicht mehr mit Bus und Bahn fahren.

Das zeigen die Ergebnisse einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur. Danach nutzen elf Prozent der Erwachsenen seit dem Beginn der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 überhaupt keine öffentlichen Verkehrsmittel mehr. 19 Prozent der Teilnehmer der repräsentativen Umfrage gaben an, sie seien seither seltener mit Bus und Bahn unterwegs. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass ein Teil der Beschäftigten während der Pandemie im Home Office arbeitet.

Update, 19. September, 3 Uhr: Corona und Grippe: Hausärzte für zwei Impfungen an einem Termin

Der Deutsche Hausärzteverband steht einer gleichzeitigen Impfung gegen Corona und Grippe an einem Termin offen gegenüber.

"Aus hausärztlicher Sicht sprechen zwei klare Vorteile dafür, die Corona- wie die Influenzaimpfung möglichst zeitgleich zu verabreichen", sagte der Bundesvorsitzende Ulrich Weigeldt der Deutschen Presse-Agentur.

"Zum einen bestünde andernfalls die Gefahr, dass manche Patientinnen und Patienten nur eine der beiden Impfungen wahrnehmen." Denn sie wollten eher nicht zu mehreren Impfterminen hintereinander erscheinen. "Außerdem wäre es aus organisatorischer Sicht einfacher und würde gleichzeitig das mögliche Ansteckungsrisiko durch die Vermeidung eines zusätzlichen Impftermins reduzieren", ergänzte Weigeldt.

Eine Doppel-Impfung hatte jüngst auch Thomas Mertens, Chef der Ständigen Impfkommission (Stiko), in einem MDR-Interview für unbedenklich gehalten. Sein Verband begrüße diese Einschätzung zur parallelen Impfung auf Grundlage der aktuellen Daten, ergänzte Weigeldt.

Einzelne Hausärzte sehen das aber durchaus anders. Sie impfen als Vorsichtsmaßnahme weiterhin mit 14 Tagen Abstand gegen Grippe und Corona. Eine generelle Stiko-Empfehlung zum Vorgehen soll es nach Angaben des Robert Koch-Instituts noch im September geben.

Einige Hausärzte stehen einer gleichzeitigen Impfung gegen Corona und Grippe an einem Termin offen gegenüber.
Einige Hausärzte stehen einer gleichzeitigen Impfung gegen Corona und Grippe an einem Termin offen gegenüber.  © Sina Schuldt/dpa

Update, 19. September, 1.05 Uhr: Umfrage: Mehrheit für 2G-Regeln für Gastronomie und Veranstaltungen

Eine Mehrheit der Menschen in Deutschland findet es richtig, wenn nur gegen das Coronavirus Geimpfte und davon Genesene (2G) ins Restaurant gehen oder Veranstaltungen besuchen dürfen.

In einer Insa-Umfrage im Auftrag der "Bild am Sonntag" äußerten sich 57 Prozent dahingehend. 33 Prozent halten es für falsch, wenn Gastronomie und Veranstaltungen nur noch Geimpften und Genesenen offen stehen. Von den Befürwortern wünschen sich 66 Prozent, dass 2G-Regeln verpflichtend eingeführt werden, 31 Prozent meinen, dass die Einführung jedem Gastronom oder Veranstalter überlassen werden sollte.

Update, 19. September, 1 Uhr: Spahn: Impfaktionswoche war Erfolg - Steuerliche Anreize für Firmen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat eine positive Bilanz der Aktionswoche zum Impfen gegen das Coronavirus gezogen.

"Wir haben in der Aktionswoche insgesamt rund 500.000 der wichtigen Erstimpfungen geschafft, etwa die Hälfte dürfte auf Aktionen zurückgehen", sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Sonntag). Vereine, Organisationen, Privat-Initiativen und Freiwillige hätten bundesweit rund 1500 Impfaktionen auf die Beine gestellt. Möglicherweise habe es noch deutlich mehr gegeben.

Update, 19. September, 0.01 Uhr: Zypern und ganz Portugal keine Corona-Hochrisikogebiete mehr

Zypern und die Algarve sind von diesem Sonntag an keine Corona-Hochrisikogebiete mehr. Die Bundesregierung hat das Land und die portugiesische Region von der Liste gestrichen. Damit ist das auch bei Urlaubern beliebte Portugal nun ganz aus dieser Kategorie verschwunden.

Gestrichen von der Liste der Hochrisikogebiete wurden außerdem die Region West in Irland, Brasilien, Indien, Nepal, Bangladesch sowie einige afrikanische Länder. Neu als Hochrisikogebiete eingestuft werden Armenien, Venezuela, Guyana, Belize, Moldau, Barbados sowie Antigua und Barbuda.

Update, 18. September, 21.05 Uhr: 25.000 bei Riesenparty in Madrid und 8000 in Barcelona

In der spanischen Hauptstadt Madrid haben nach Angaben der Polizei rund 25.000 junge Leute trotz Verbots eine riesige Open-Air-Party gefeiert.

In sozialen Netzwerken war zu sehen, wie die Teilnehmer in der Nacht zum Samstag auf Freiflächen zwischen Universitätsgebäuden in Madrids Stadtteil Ciudad Universitaria tanzten und Alkohol tranken, wie die Zeitung "El País" berichtete. Auch aus Barcelona wurde vom Campus der Autonomen Universität eine ähnliche Massenfete mit 8000 Teilnehmern gemeldet, wie die Zeitung "La Vanguardia" schrieb. In Spanien hat gerade das Wintersemester begonnen.

Update, 18. September, 19.03 Uhr: SPD und Grüne widersprechen Kassenärztechef - Kein "Freedom Day"

Der Vorstoß von Kassenärztechef Andreas Gassen, zum 30. Oktober alle Corona-Beschränkungen aufzuheben und nach dem Vorbild Großbritannien einen "Freedom Day" zu feiern, trifft bei SPD und Grünen auf Ablehnung.

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (58) hält dies für "nicht ethisch vertretbar". Die Welle der Pandemie, die dann käme, wäre zu groß, warnte der Politiker auf Twitter. Besser wäre eine Öffnung, wenn 85 Prozent geimpft seien. Bis dahin sollte die 2G-Regel gelten.

Der Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen (40) widersprach Gassen ebenfalls. "Jetzt so zu tun, als sei die Pandemie ein Privatvergnügen und Ungeimpfte letztlich selbst dran Schuld und wir könnten uns jetzt von allen Schutzmaßnahmen verabschieden, das halte ich für zynisch", sagte Dahmen dem Sender NDR Info.

England feierte bereits im Juli "Freedom Day", also den Tag, an dem alle Corona-Beschränkungen aufgehoben wurden. In Deutschland wird das wohl nicht so schnell passieren.
England feierte bereits im Juli "Freedom Day", also den Tag, an dem alle Corona-Beschränkungen aufgehoben wurden. In Deutschland wird das wohl nicht so schnell passieren.  © Alberto Pezzali/AP/dpa

Update, 18. September, 17.13 Uhr: New Yorker Philharmoniker spielen erstes Konzert seit über 500 Tagen

Nach coronabedingter Pause von mehr als 500 Tagen haben die New Yorker Philharmoniker ihr erstes reguläres Konzert gespielt.

Wie der Lokalsender "NY1" berichtete, trugen die Zuschauer und fast alle Musiker in der ausverkauften Alice Tully Hall in der Upper West Side Manhattans am Freitagabend Masken. Zudem musste jeder Besucher nachweisen, geimpft zu sein. Der Saisonstart der Philharmoniker markiert einen weiteren Wegpunkt bei der vollständigen Öffnung New Yorks angesichts der gefallenen Corona-Beschränkungen.

Titelfoto: Jörg Carstensen/dpa

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