Coronavirus: Heute öffnen die Friseure wieder, Mehrheit der Deutschen für weitere Lockerungen

Deutschland/Welt - In Deutschland öffnen am Montag die Friseure wieder. In einigen Bundesländern machen aber auch etwa Baumärkte und Gärtnereien schon auf, obwohl der Corona-Lockdown vorerst bis 7. März dauert. Wie es danach weitergeht, berät Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder am Mittwoch. Die aktuellen Entwicklungen zu Sars-CoV-2 gibt es hier im Ticker.

Weiterhin gilt: "Stay Home - Life is beautiful" ("Bleib zu Hause, das Leben ist schön").
Weiterhin gilt: "Stay Home - Life is beautiful" ("Bleib zu Hause, das Leben ist schön").  © dpa/AP/Marcio Jose Sanchez

Laut der Johns-Hopkins-Universität sind seit Beginn der Pandemie etwa 2.447.068 nachgewiesene Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Deutschland aufgetreten (Stand: 1. März, 5.30 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Mehr als 2,25 Millionen der Infizierten sollen wieder genesen sein.

Insgesamt 70.105 Menschen sind hierzulande außerdem mit oder an dem Virus verstorben.

Der Sieben-Tage-Inzidenzwert beträgt laut Robert-Koch-Institut bundesweit 65,8 (Stand 1. März, 5.30 Uhr).

Weltweit gibt es rund 114.040.659 Millionen bestätigte Fälle und inzwischen 2.529.892 Todesfälle (alle Angaben Stand 1. März, 7 Uhr).

+++ Ältere Informationen zur Corona-Situation findet Ihr >> hier +++

Update, 1. März, 7.37 Uhr: Bahrain bietet Formel 1 Impfungen an - BBC: Königsklasse lehnt ab

Die Formel 1 will auf ein freiwilliges Impfangebot des Auftakt-Gastgeberlandes in dieser Saison einem Medienbericht zufolge nicht eingehen. Das Königreich Bahrain bietet der Motorsport-Königsklasse an, alle Beteiligten mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer zu versorgen.

Bahrain weite seine Impfkampagne auch auf große Events im Königreich aus, hieß es in einer Mitteilung, die der Bahrain International Circuit verschickte. Insgesamt stünden in Bahrain fünf verschiedene Impfstoffe zur Verfügung. Der britische Sender BBC berichtete aber, dass die Formel 1 sich nicht vordrängeln wolle. Es gebe keine Pläne, die Formel 1 als Gruppe vor der Einführung der Impfstoffe durch das Gesundheitssystem in Großbritannien zu impfen.

Update, 1. März, 7.25 Uhr: Digitalteil der Berlinale hat begonnen

Mit der Berlinale findet eines der wichtigsten Filmfestivals der Welt vorerst online statt. Am Montagmorgen begann ein digitaler Branchentreff. Fachleute und Journalisten können in den nächsten Tagen Filme in einem Internetportal ansehen.

Die Filmfestspiele in Berlin hatten wegen der Pandemie umplanen müssen - erst im Juni ist ein Festival fürs Publikum geplant. Eigentlich findet die Berlinale jährlich am Potsdamer Platz statt. Neben Schauspielern und Regisseuren kommen dann auch Tausende Besucher. Rund 330.000 Tickets waren im vorigen Jahr verkauft worden.

Die Berlinale war eine der letzten großen Veranstaltungen, die im vergangenen Jahr noch stattgefunden hatten. Sie zählt neben Cannes und Venedig zu den großen Filmfestivals.

Update, 1. März, 6.22 Uhr: Corona-Impfungen auf den Philippinen angelaufen

Mit Verzögerung haben nun auch auf den Philippinen die Impfungen gegen das Corona-Virus begonnen. Als erstes erhielt am Montag der Direktor des wichtigsten Krankenhauses des Landes, Gerardo Legaspi, eine Spritze mit dem Impfstoff des chinesischen Pharmaunternehmens Sinovac.

Am Sonntag waren 600.000 Dosen davon als Geschenk Pekings an das südostasiatische Land in Manila eingetroffen.

Update, 1. März, 6 Uhr: Papierfabriken produzieren mehr Kartons

Weniger Papier, mehr Pappe: Die Coronapandemie hat den Strukturwandel in der deutschen Papierindustrie verschärft. Die heimischen Fabriken stellten im vergangenen Jahr 12,4 Millionen Tonnen Verpackungen her und damit 2,6 Prozent mehr als im Vorjahr, teilte der Verband Deutscher Papierfabriken am Montag in Bonn mit. Ein Grund für den Anstieg war die erhöhte Nachfrage nach Kartons für den Online-Handel. 2019 lag das Plus deutlich niedriger.

Die Herstellungsmenge des grafischen Papiers - etwa für Zeitungen und Werbeprospekte - brach hingegen um 15,1 Prozent auf sechs Millionen Tonnen ein. Dieses Marktsegment verlor weiter an Boden, 2019 waren es minus 8,3 Prozent gewesen.

Die Produktionsmenge im Bereich Hygienepapiere stieg um zwei Prozent auf 1,5 Millionen Tonnen - das lag unter anderem an einer temporär höheren Nachfrage nach Toilettenpapier. Spezialpapiere hielten sich konstant.

Alles in allem sank die produzierte Menge der Papierfabriken um 3,3 Prozent auf 21,4 Millionen Tonnen.

Update, 1. März, 5.32 Uhr: 4732 Corona-Neuinfektionen und 60 neue Todesfälle registriert

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 4732 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 60 weitere Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI vom Montag hervor.

Die Sieben-Tage-Inzidenz lag laut RKI am Montagmorgen bundesweit bei 65,8 - und damit höher als am Vortag (63,8).

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.255.500 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 70.105.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Sonntag bei 1,08 (Vortag 1,11).

Update, 1. März, 5.31 Uhr: Tim Mälzer: Brauchen ernstzunehmendes, berechenbares Öffnungskonzept

Der Hamburger Gastronom und Fernsehkoch Tim Mälzer (50) hofft mit Blick auf das nächste Corona-Treffen der Ministerpräsidenten am Mittwoch darauf, dass die Politik die Eckdaten für ein langfristiges Öffnungskonzept für Gastronomen festlegt.

"Wir brauchen ein ernstzunehmendes, berechenbares, nachhaltiges Konzept, auf das wir uns dauerhaft einstellen können", sagte Mälzer der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg. "Das ist im Moment das Schlimmste. Das fühlt sich an wie eine Freundin, die nicht weiß, ob sie mit einem Schluss machen will oder nicht. Und man weiß nicht, was man tun soll, damit es wieder vorwärts geht." Es seien nun von Seiten der Politik unbedingt "ein paar Grundlagen dafür, dass wir dauerhafte Konzepte entwickeln können" gefragt."

Update, 1. März, 5.30 Uhr: Tausende Piloten suchen neue Jobs

Mit der Corona-Krise sind im einstigen Dauer-Wachstumsmarkt Luftverkehr auf einen Schlag tausende Kapitäne und Co-Piloten vor existenzielle Fragen gestellt.

Die europäische Pilotenvereinigung EPA schätzt, dass von den rund 65.000 Kräften auf dem Kontinent rund 18.000 dauerhaft ihren Job verlieren. Allein bei der deutschen Lufthansa sollen im kommenden Jahr bis zu 1200 von rund 5500 Kollegen gehen, schätzt die Vereinigung Cockpit. Statt Spitzengehältern droht manchen die Arbeitslosigkeit.

Update, 1. März, 5.24 Uhr: Indiens Premier gegen Corona-Virus geimpft

Der indische Regierungschef Narendra Modi hat sich öffentlichkeitswirksam gegen das Coronavirus impfen lassen.

Der 70-jährige Premierminister veröffentlichte am Montag ein Bild auf Twitter, auf dem zu sehen ist, wie ihm eine Spritze in den linken Oberarm gesetzt wird. Laut dem Eintrag handelte es sich um die erste Dosis des Vakzins. Dazu schrieb Modi: "Ich appelliere an alle, die zur Impfung berechtigt sind: Lasst uns Indien gemeinsam von Covid-19 befreien!"

Update, 1. März, 5.15 Uhr: Müller würde sich mit Astrazeneca impfen lassen

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (56, SPD) bricht eine Lanze für den Corona-Impfstoff von Astrazeneca, der bei einigen Menschen in Deutschland auf Vorbehalte trifft.

"Ich würde mich sofort mit Astrazeneca impfen lassen und hätte überhaupt keine Probleme damit", sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. "Da vertraue ich auf die Wissenschaft und die Medizin."

"Das Entscheidende ist doch, dass man dann nicht mehr schwer erkranken kann. Wichtig ist, dass man nicht auf der Intensivstation behandelt werden muss oder an der Erkrankung stirbt", sagte Berlins Regierender Bürgermeister, Michael Müller (56, SPD).
"Das Entscheidende ist doch, dass man dann nicht mehr schwer erkranken kann. Wichtig ist, dass man nicht auf der Intensivstation behandelt werden muss oder an der Erkrankung stirbt", sagte Berlins Regierender Bürgermeister, Michael Müller (56, SPD).  © Fabian Sommer/dpa

Update, 1. März, 5 Uhr: Friseure öffnen wieder - Mehrheit der Deutschen für Lockerungen

Trotz Anzeichen für eine nahende dritte Welle der Corona-Pandemie werden Lockdown-Maßnahmen in Deutschland am Montag leicht gelockert. Nach zweieinhalb Monaten dürfen bundesweit die Friseure wieder öffnen. Sie mussten seit dem 16. Dezember geschlossen bleiben, damals begann der harte Lockdown.

In einigen Bundesländern öffnen jetzt auch andere Einrichtungen, darunter sind etwa Gartenmärkte, Blumenläden, Fußpflegesalons oder Fahrschulen.

Titelfoto: Fabian Sommer/dpa

Mehr zum Thema Coronavirus:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0