Coronavirus in NRW: Inzidenz in Köln steigt weiter!

Köln – Die Corona-Pandemie grassiert in Nordrhein-Westfalen. Wir geben einen aktuellen Überblick auf die aktuelle Corona-Entwicklung in NRW.

Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Donnerstag für NRW einen Wert von 282,7 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. (Symbolbild)
Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Donnerstag für NRW einen Wert von 282,7 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. (Symbolbild)  © Oliver Berg/dpa

Die Corona-Inzidenz bleibt in Nordrhein-Westfalen weitgehend stabil.

Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Freitagmorgen 288,1 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche.

Am Donnerstag hatte der Wert bei 282,7 gelegen und vor einer Woche bei 274,2. NRW liegt damit weiter deutlich unter dem Bundeswert, der für Freitag mit 442,1 angegeben wurde.

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Innerhalb von 24 Stunden wurden in NRW 10.428 Neuinfektionen gemeldet. 59 Menschen starben in Zusammenhang mit dem Coronavirus.

Köln verzeichnet nach wie vor die landesweit höchste Sieben-Tage-Inzidenz, sie stieg auf 454,1.

Inzidenzen über 400 gibt es auch im Oberbergischen Kreis (417,7) und im Landkreis Minden-Lübbecke (411,3). Am niedrigsten liegt der Wert laut RKI in Münster (133,7).

Mit Stand vom Donnerstag wurden in NRW nach Angaben der Landesregierung 2898 Covid-19-Patienten im Krankenhaus behandelt. 720 von ihnen waren auf der Intensivstation, 373 wurden beatmet. Es gab noch 329 verfügbare Intensivbetten mit Beatmungsmöglichkeit, nach 296 am Mittwoch.

Alle aktuellen Infos im +++ Coronavirus-Liveticker +++

Alle Ticker-Meldungen bis zum 20. August 2021 findest Du hier.

Update, 3. Dezember, 13 Uhr: WDR zeigt wachrüttelnde Corona-Doku aus Kölner Uniklinik

Diese wachrüttelnde Fernseh-Dokumentation aus der Kölner Intensivstation zeigt, wie Ärzte, Pfleger und Patienten gegen das Coronavirus kämpfen.

Der WDR hat die angespannte Arbeit auf der internistischen Intensivstation 4b der Uniklinik Köln von der ersten Corona-Welle bis in die vierte Corona-Welle dokumentarisch begleitet. Den ausführlichen Text zur WDR-Corona-Doku findest Du jetzt hier.

Update, 3. Dezember, 10.20 Uhr: Kölner Intensiv-Arzt bei Lanz

Der Kölner Intensivmediziner Bernd Böttiger hat die Situation von Corona-Patienten in Krankenhäusern als dramatisch geschildert.

"Von denen, die auf Intensivstation liegen, können wir nur vielleicht 50, vielleicht 60, vielleicht 65 Prozent retten - die anderen sterben. Also ein Drittel bis die Hälfte dieser Patienten sterben", sagte der Direktor der Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin der Universitätsklinik Köln am Donnerstagabend in der ZDF-Talkshow "Markus Lanz". Den ausführlichen Text findest Du hier.

Intensivmediziner Bernd Böttiger war zu Gast bei "Markus Lanz.
Intensivmediziner Bernd Böttiger war zu Gast bei "Markus Lanz.  © ZDF/Markus Lanz/screenshot

Update, 3. Dezember, 7.40 Uhr: Nikolaus-Darsteller kaum gefragt

In diesem Jahr ist die Nachfrage nach professionellen Nikolaus-Darstellern gering. Die "Nikolaus-Zentrale" in Münster verzeichnete einen Rückgang der Anfragen nach Nikoläusen und Weihnachsmännern um 80 Prozent.

"Es gibt zwar mehr Buchungen als letztes Jahr. Aber das ist gar kein Vergleich zu den Zeiten vor Corona", erklärte der Leiter Winfried Keuthage.

Update, 3. Dezember, 7.34 Uhr: Handelsverband Textil Schuhe Lederwaren tobt

Der BTE Handelsverband Textil Schuhe Lederwaren mit Sitz in Köln kritisiert die von der Ministerpräsidentenrunde und der Bundeskanzlerin beschlossene 2G-Regelung für den Handel.

Textil-, Schuh- und Lederwarenhändler müssten nun grundlos dafür büßen, dass die Politik es nicht geschafft hat, die Kapazitäten in den Krankenhäusern auszubauen oder zumindest stabil zu halten und ausreichende Teile der Bevölkerung von der Impfung zu überzeugen.

"Stattdessen müssen wir im wichtigen Weihnachtsgeschäft als Hilfs-Sheriffs die Ungeimpften an unseren Türen stoppen und unangenehme Diskussionen mit Impfgegnern führen“" zürnte BTE-Präsident Steffen Jost, der mehrere Modehäuser im Südwesten Deutschlands betreibt.

Update, 2. Dezember, 21.10 Uhr: Impfen rund um die Uhr – Aachen startet 60-Stunden-Aktion

Impfen rund um die Uhr: Aachen startet einen 60-Stunden-Impfmarathon. Damit soll ein unbürokratisches Angebot für die große Nachfrage geschaffen werden. Ab Freitag (8 Uhr) werde bis Sonntag (18 Uhr) rund um die Uhr gepikst teilte die Städteregion Aachen mit. Schauplatz ist ein Einkaufszentrum in der Nähe des Aachener Bahnhofs Rothe Erde. Bis zu zehn Mediziner sind zeitgleich im Einsatz. Hilfsorganisationen wie Johanniter, Malteser, DRK, DLRG und THW unterstützen mit ehrenamtlichen Helfern.

Update, 2. Dezember, 18.02 Uhr: Dortmund gegen München vor nur 15.000 Zuschauern, Borussia Mönchengladbach ebenfalls

Borussia Dortmund hat zügig auf die Corona-Beschlüsse der Bund-Länder-Runde reagiert und die Zuschauerzahl für das Top-Spiel der Fußball-Bundesliga gegen den FC Bayern München drastisch reduziert. Wie der Tabellenzweite am Donnerstag mitteilte, werden für die Partie an diesem Samstag (18.30 Uhr/Sky) nur die maximal erlaubten 15.000 Eintrittskarten verkauft.

Diese würden sich auf die vier Unterränge sowie den Nord-Oberrang verteilen. "Es werden ausschließlich Sitzplätze zur Verfügung stehen", teilte der Club mit. Für alle Zuschauer gelte die 2G-Regel, nach der nur gegen Covid-19 Geimpfte sowie Genesene ins Stadion dürfen.

Der BVB hatte bereits am Vortag mitgeteilt, dass der Vorverkauf für das Spiel gegen den Bundesliga-Ersten mit insgesamt 67.000 verkauften Tickets storniert wird. "Alle bisher ausgestellten Karten werden storniert und sind somit ungültig", teilte der Revier-Club mit. Der Kaufpreis werde innerhalb von 14 Tagen erstattet.

Auch Borussia Mönchengladbach wird zum Spiel gegen den SC Freiburg am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN) nur noch 15.000 Karten verkaufen, teilte der Verein via Twitter mit.

Update, 2. Dezember, 17.54 Uhr: 1000. Antrag auf Unterstützung in der Pandemie durch Bundeswehr

Bei der Bundeswehr ist der 1000. Antrag auf Amtshilfe in NRW im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie eingegangen. Das teilte das Landeskommando Nordrhein-Westfalen am Donnerstag mit. Das Hilfegesuch kam demnach von der Stadt Mönchengladbach. Dort braucht man zehn Unterstützungskräfte im Impfzentrum. Weitere 15
Soldatinnen und Soldaten sollen bei der Kontaktnachverfolgung helfen.

Aktuell helfen laut Bundeswehr in NRW rund 600 Unterstützungskräfte den zivilen Behörden in allen fünf Regierungsbezirken.

Am 30. November begrüßte Düsseldorfs Oberbürgermeister Stephan Keller (51, CDU) die Soldaten der Bundeswehr.
Am 30. November begrüßte Düsseldorfs Oberbürgermeister Stephan Keller (51, CDU) die Soldaten der Bundeswehr.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Update, 2. Dezember, 16.47 Uhr: Wüst ruft zu Impfungen auf

Der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz, Hendrik Wüst (46, CDU), hat die Menschen in Deutschland eindringlich dazu aufgerufen, so schnell wie möglich Impfangebote gegen das Coronavirus wahrzunehmen.

"Nicht erst irgendwann, vielleicht im Neuen Jahr oder nach Weihnachten, sondern jetzt. Sie retten damit Leben", sagte Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident am Donnerstag nach dem Bund-Länder-Corona-Gipfel. In der Pandemie stünden noch schwierige Wochen bevor, sagte der CDU-Politiker weiter.

Weitere Informationen gibt es in diesem Artikel: Nach Corona-Gipfel: Wüst ruft eindringlich zu Impfungen auf und hat weitere wichtige Bitte

Update, 2. Dezember, 15.22 Uhr: Corona-Gipfel in Berlin: Diese Maßnahmen kommen jetzt auf Deutschland zu!

Zum Brechen der vierten Corona-Welle in Deutschland haben sich Bund und Länder auf bundesweit deutlich schärfere Vorgaben und Einschränkungen geeinigt.

Diese reichen von erheblichen Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte und Nicht-Genesene bis hin zu 2G-Regelungen für den Besuch von Restaurants, Kinos, Theatern und anderen Freizeiteinrichtungen. Zusätzlich kann sogar ein aktueller Test – also 2G plus – vorgeschrieben werden.

Auch in Läden – mit Ausnahme solcher für den täglichen Bedarf wie Lebensmittel – kommen jetzt nur noch Geimpfte oder Genesene. Dies gilt unabhängig von den Inzidenzen. Die Geschäfte müssen das Einhalten der Regel kontrollieren.

Genauere Infos findet Ihr im ausführlichen TAG24-Artikel.

Olaf Scholz (63, SPD) und Angela Merkel (67, CDU) auf der gemeinsamen Pressekonferenz nach dem Bund-Länder-Treffen.
Olaf Scholz (63, SPD) und Angela Merkel (67, CDU) auf der gemeinsamen Pressekonferenz nach dem Bund-Länder-Treffen.  © John Macdougall/AFP-Pool/dpa

Update, 2. Dezember, 15.13 Uhr: LKA-Chef für fälschungssicheren Impfpass

Der Chef des nordrhein-westfälischen Landeskriminalamts, Ingo Wünsch, hat sich für einen fälschungssicheren Impfpass ausgesprochen. "Wir kommen an einem fälschungssicheren Impfzertifikat, mit vergleichbaren Sicherheitsmerkmalen wie bei Bargeld und Passpapieren, in Zukunft nicht vorbei", sagte Wünsch dem Kölner Stadt-Anzeiger.

"Ich bin überzeugt, dass das Impfzertifikat künftig bei einem Menschen gleichbedeutend ist mit der Wichtigkeit eines Personalausweises." Dabei sei das Fälschen von Impfpässen nicht nur sozialschädlich und menschengefährdend, sondern auch "total unnötig": "Wozu einen gefälschten Impfpass? Lass dich impfen, dann brauchst du das Ding nicht", sagte Wünsch.

Titelfoto: John Macdougall/AFP-Pool/dpa

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