Coronavirus: Land führt 3G-Regel am Arbeitsplatz ein

Deutschland/Welt - In Deutschland gibt es immer mehr Lockerungen, dennoch ist das Coronavirus immer noch allgegenwärtig und nicht zu unterschätzen.

In Deutschland hat die Gastronomie wieder geöffnet.
In Deutschland hat die Gastronomie wieder geöffnet.  © Angelika Warmuth/dpa

Der Sieben-Tage-Inzidenzwert liegt laut Robert-Koch-Institut bundesweit bei 80,4 (Vortag: 75,1).

Laut Johns-Hopkins-Universität sind seit Beginn der Pandemie mehr als 4,41 Millionen nachgewiesene Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Deutschland aufgetreten. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte allerdings deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Nach Corona-Ausbruch in Altenheim: 60 Bewohner infiziert, ein Senior gestorben
Coronavirus Nach Corona-Ausbruch in Altenheim: 60 Bewohner infiziert, ein Senior gestorben

Insgesamt 94.812 Menschen sind hierzulande mit oder an dem Virus bereits verstorben. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit rund 4,17 Millionen an.

Weltweit gibt es mehr als 241,5 Millionen bestätigte Fälle und inzwischen 4,9 Millionen Todesfälle (alle Daten Stand: 20. Oktober, 6.30 Uhr).

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Update, 20. Oktober, 19.59 Uhr: Lettland geht erneut in den Lockdown

Lettland zieht die Notbremse - und geht erneut in den Lockdown: Angesichts rapide steigender Corona-Infektionszahlen fährt die Regierung in Riga das öffentliche Leben in dem baltischen EU-Land für vier Wochen stark zurück.

Das Kabinett verhängte am Mittwoch umfassende Beschränkungen und ein nächtliche Ausgangssperre bis zum 15. November. Damit sollen die Infektionsketten unterbrochen und die "furchtbare Überlastung" des Gesundheitswesens reduziert werden, sagte Ministerpräsident Krisjanis Karins (56) nach der Regierungssitzung.

Lettland geht ab dem 21. Oktober aufgrund hoher Corona-Zahlen zurück in den Lockdown. (Symbolfoto)
Lettland geht ab dem 21. Oktober aufgrund hoher Corona-Zahlen zurück in den Lockdown. (Symbolfoto)  © Armin Weigel/dpa

Update, 20. Oktober, 18.15 Uhr: Tschechien führt Maskenpflicht am Arbeitsplatz wieder ein

Tschechien reagiert auf steigende Infektionszahlen mit einer Verschärfung der Corona-Regeln. Von kommender Woche an muss an allen Arbeitsplätzen in Innenräumen eine FFP2-Maske getragen werden, wie Gesundheitsminister Adam Vojtech (35) nach einer Kabinettssitzung am Mittwoch bekanntgab.

Ausgenommen sind Angestellte, die allein im Büro sitzen. Über die Wiedereinführung der Maskenpflicht in Klassenzimmern wurde sich die scheidende Regierung indes nicht einig. Die Gültigkeitsdauer von Antigen- und PCR-Tests wird auf einen beziehungsweise drei Tage verkürzt, um mehr Anreize fürs Impfen zu schaffen. "Das Testen ist keine Lösung", sagte Vojtech.

Die Krankenkassen übernehmen die Kosten für die Tests bei Erwachsenen künftig nur noch auf ärztliche Empfehlung. Die Opposition, die bei der Parlamentswahl vor anderthalb Wochen eine Mehrheit erzielt hat, kündigte an, ein eigenes Corona-Beraterteam aufzustellen.

Das deutsche Nachbarland Tschechien verschärft die Corona-Regeln aufgrund von steigenden Infektionszahlen.
Das deutsche Nachbarland Tschechien verschärft die Corona-Regeln aufgrund von steigenden Infektionszahlen.  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 20. Oktober, 17.29 Uhr: Wieder viele Corona-Infizierte in Schlachtbetrieben

In einem Schlacht- und Zerlegebetrieb im Landkreis Cloppenburg hat es erneut einen größeren Corona-Ausbruch gegeben. Wie der niedersächsische Landkreis am Mittwoch mitteilte, wurde in dem Betrieb seit dem 4. Oktober bei insgesamt 65 Menschen aus der Region eine Corona-Infektion nachgewiesen.

Die Betroffenen seien sofort nach Bekanntgabe des Testergebnisses unter häusliche Quarantäne gestellt worden. Allein am Mittwoch wurden aus dem Betrieb 13 neue Fälle gemeldet. In einem weiteren Schlacht- und Zerlegebetrieb in Essen wurden fünf Neuinfektionen festgestellt.

Laut Robert Koch-Institut gab es im Landkreis Cloppenburg innerhalb der vergangenen sieben Tage 140,2 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner. In dem Landkreis gilt derzeit keine Warnstufe nach dem Niedersächsischen Stufenplan zur Corona-Verordnung, allerdings gelten die Regeln der ersten Stufe aufgrund der derzeitigen 7-Tage-Inzidenz.

Während der Pandemie kam es in Schlachtbetrieben schon häufig zu Corona-Ausbrüchen.
Während der Pandemie kam es in Schlachtbetrieben schon häufig zu Corona-Ausbrüchen.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 20. Oktober, 16.11 Uhr: Corona-Testcenter in Bochum beim Abrechnungsbetrug erwischt

Es geht um einen Millionenschaden: Ein Corona-Schnelltest-Betreiber aus Bochum soll in zahlreichen Teststellen in Deutschland wochenlang viel mehr Proben abgerechnet als durchgeführt haben. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft Anklage erhoben.

Mehr dazu lest ihr im TAG24-Artikel: "Corona-Testcenter Beim Schummeln erwischt: 25 Millionen Euro Schaden"

Der Schnelltest-Betreiber soll bei der Abrechnung gelogen haben.
Der Schnelltest-Betreiber soll bei der Abrechnung gelogen haben.  © James Ross/AAP/dpa

Update, 20. Oktober, 15.22 Uhr: Putin ordnet arbeitsfreie Tage in Russland an

Angesichts dramatisch hoher Corona-Infektionszahlen hat Russlands Präsident Wladimir Putin (69) ab Ende Oktober eine arbeitsfreie Woche in seinem Land angeordnet. Bei einer live im Staatsfernsehen übertragenen Videoschalte stimmte Putin am Mittwoch einem entsprechenden Vorschlag von Vize-Regierungschefin Tatjana Golikowa (55) zu.

Vom 30. Oktober bis zum 7. November sollen Arbeitnehmer in ganz Russland demnach zuhause bleiben, ihren Lohn aber weitergezahlt bekommen. Regionen, in denen die Lage besonders schlimm ist, können den Zeitraum demnach auch erweitern.

Mit arbeitsfreien Tagen hatte Putin bereits zu Beginn der Pandemie versucht, die Corona-Situation in den Griff zu bekommen. Besonders aus der Wirtschaft kam Kritik, dass die Krise auf ihrem Rücken ausgetragen werde.

Russlands Präsident Wladimir Putin (69) versucht die hohen Corona-Zahlen mit arbeitsfreien Tagen in den Griff zu bekommen.
Russlands Präsident Wladimir Putin (69) versucht die hohen Corona-Zahlen mit arbeitsfreien Tagen in den Griff zu bekommen.  © Sergei Ilnitsky/Pool BelTa/AP/dpa

Update, 20. Oktober, 14.15 Uhr: Dramatische Corona-Lage in Rumänien

In Rumänien verschärft sich die Corona-Notlage, weil das Gesundheitswesen kaum noch mit der Versorgung einer steil anwachsenden Zahl von Patienten fertig wird.

Am Mittwoch sei die Sterberate durch das Coronavirus weltweit am höchsten gewesen: 19,01 pro eine Million Einwohner, errechnete das Portal "ourworldindata.org". Die 14-Tage-Inzidenz von rund 859 Neuansteckungen gehört EU-weit zu den höchsten. Staatspräsident Klaus Iohannis wollte am Mittwochabend gemeinsam mit der Regierung verschärfte Vorsichtsmaßnahmen beschließen.

Allein in den vergangenen 24 Stunden sind in Rumänien mehr Menschen an oder mit Corona gestorben als in der gesamten EU im selben Zeitraum: 574. Im Bukarester Universitätsklinikum gab es deswegen zeitweise sogar im Kühlraum der Leichenhalle keinen Platz mehr. Die Bukarester Ärztin Victoria Arama beschrieb die Situation als "apokalyptisch". Covid-Patienten würden sich auf den Klinik-Korridoren gegenseitig wegschubsen, um an Sauerstoffgeräte zu kommen, sagte sie laut Medienberichten.

"Apokalyptische" Zustände: Die 14-Tage-Inzidenz liegt in Rumänien aktuell bei rund 859!
"Apokalyptische" Zustände: Die 14-Tage-Inzidenz liegt in Rumänien aktuell bei rund 859!  © Vadim Ghirda/AP/dpa

Update, 20. Oktober, 14.02 Uhr: Laut griechischem Corona-Krisenstab sorgten Impfungen für 8400 weniger Covid-Tote

In einem eindringlichen Appell hat der Chef des griechischen Corona-Krisenstabs ungeimpfte Menschen dazu aufgerufen, sich für das Vakzin zu entscheiden.

Dank der Impfungen habe es in Griechenland bis zum 11. Oktober statistisch gesehen 8400 weniger Todesfälle durch Covid gegeben, zudem seien die Intensivstationen um 5660 schwere Krankheitsverläufe entlastet worden, sagte Sotiris Tsiodras am Mittwoch im griechischen Staatsfernsehen. Die Gefahr, an den Folgen von Covid zu sterben, habe sich durch die Impfung um 91 Prozent verringert - die Impfung sei sicher und hochwirksam, versicherte der Mediziner. In Griechenland war die Impfkampagne in den vergangenen Monaten stark ins Stocken gekommen. Derzeit sind gut 6,5 Millionen der rund 11 Millionen Einwohner Griechenlands vollständig geimpft, mithin weniger als 60 Prozent.

Update, 20. Oktober, 13.47 Uhr: Österreich führt 3G-Regel am Arbeitsplatz ein

Am 1. November tritt in Österreich die 3G-Regel am Arbeitsplatz in Kraft.

Ab diesem Tag müssen Beschäftigte nachweisen können, dass sie geimpft, regelmäßig getestet oder von Covid-19 genesen sind, wie die Regierung am Mittwoch bekanntgab. Dies gilt nicht für Menschen, die keinen Kontakt zu Kolleginnen oder Kollegen haben - zum Beispiel Lkw-Fahrer. Österreich folgt somit dem Beispiel Italiens.

Bei Missachtung der 3G-Regel drohen Geldstrafen.
Bei Missachtung der 3G-Regel drohen Geldstrafen.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 20. Oktober, 12.56 Uhr: Australian Open nur mit Impfung - Djokovic-Teilnahme weiter offen

Keine Australian Open ohne vollständige Impfung: Der australische Einwanderungsminister Alex Hawke hat die strengen Einreiseregeln seines Landes noch einmal unterstrichen.

Damit ist weiter offen, ob Titelverteidiger Novak Djokovic (34) bei dem Tennis-Turnier Anfang des Jahres antreten wird. Der 34 Jahre alte Serbe ist zwar von einer Corona-Infektion genesen, will aber nicht öffentlich machen, ob er gegen das Virus geimpft ist oder nicht. Das sei Privatsache, hatte Djokovic in einem Interview betont.

Ist Tennis-Superstar Novak Djokovic (34) ein Impf-Verweigerer? Er will zumindest nicht verraten, ob er schon gegen das Coronavirus geimpft wurde.
Ist Tennis-Superstar Novak Djokovic (34) ein Impf-Verweigerer? Er will zumindest nicht verraten, ob er schon gegen das Coronavirus geimpft wurde.  © Elise Amendola/AP/dpa

Update, 20. Oktober, 12.24 Uhr: Stiko-Chef Mertens sieht "keine wirklichen Fehler" bei Kommission

Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, sieht "keine wirklichen Fehler" bei den Entscheidungen, die das Gremium im Zuge der Corona-Pandemie getroffen hat.

"Ich sage jetzt mal provokativ: Alle die Entscheidungen, die wir als Stiko getroffen haben, würde ich heute wieder so fällen", sagte Mertens am Mittwoch beim Bodensee Business Forum der "Schwäbischen Zeitung" in Friedrichshafen. "Ich sehe keine wirklichen Fehler, die wir gemacht hätten, in dem Sinne, dass wir irgendwo etwas falsch bewertet oder eingeschätzt hätten", so der Virologe. Sobald genügend wissenschaftliche Daten vorgelegen hätten, habe das Gremium abwägende Entscheidungen getroffen.

Titelfoto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

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