Coronavirus: 11.176 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Deutschland/Welt - Das Coronavirus wird Deutschland wohl noch lange Zeit beschäftigen. Abstand halten und Maske tragen dürfte deshalb noch für eine ganze Weile an der Tagesordnung stehen. Örtlich kommt es derzeit auch wieder zu schärferen Maßnahmen zum Schutz vor einer weiteren Ausbreitung.

Eine Frau, die einen Mund-Nasen-Schutz trägt, geht auf der Frankfurter Einkaufsmeile Zeil an einem Aufkleber an einer Schaufensterscheibe mit der Aufschrift "Bitte beachten Sie die Maskenpflicht" vorbei.
Eine Frau, die einen Mund-Nasen-Schutz trägt, geht auf der Frankfurter Einkaufsmeile Zeil an einem Aufkleber an einer Schaufensterscheibe mit der Aufschrift "Bitte beachten Sie die Maskenpflicht" vorbei.  © Arne Dedert/dpa

In Deutschland wurden mittlerweile 434.798 Infektionen bestätigt. 10.035 Corona-Patienten starben hierzulande an der Infektion oder den Folgen, während knapp 309.955 als genesen gelten (Stand 25. Oktober, 8 Uhr).

Die USA haben weltweit die meisten Fälle registriert: Über 8,6 Millionen Infizierte und 224.899 Tote wurden bereits erfasst (Stand 25. Oktober, 8 Uhr).

Weltweit gibt es insgesamt mehr als 42 Millionen bestätigte Fälle und inzwischen 1,15 Millionen Todesfälle (Stand 25. Oktober, 8 Uhr).

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 gibt es hier im Ticker.

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Update, 25. Oktober, 6 Uhr: Fahrgastzahlen im Fernverkehr gehen wieder zurück

Angesichts rapide steigender Infektionszahlen und neuer politischer Gegenmaßnahmen in der Corona-Krise verzichten wieder mehr Menschen aufs Bahnfahren. "Seit Anfang Oktober registrieren wir eine zunehmende Verunsicherung unserer Kunden im Fernverkehr, während das Verkehrsaufkommen im Regionalverkehr stabil geblieben ist", teilte ein Sprecher der Deutschen Bahn auf Anfrage mit. 

"Besonders betroffen sind im Fernverkehr vor allem Geschäftsreisen sowie längerfristige Buchungen, was angesichts der aktuellen Entwicklungen und Diskussionen nicht verwunderlich ist."

Update, 25. Oktober, 5.56 Uhr: Gesundheitsämter melden 11.176 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben laut Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) innerhalb eines Tages 11.176 neue Corona-Infektionen gemeldet. An Sonntagen sind die erfassten Fallzahlen allerdings meist niedriger, auch weil am Wochenende weniger getestet wird. Insgesamt haben sich demnach seit Beginn der Pandemie 429.181 Menschen in Deutschland mit dem Virus infiziert. (Stand: 25.10., 0.00 Uhr) Vor genau einer Woche waren es noch 5587 Neuinfektionen an einem Tag.

Die Zahl der Todesfälle in Deutschland im Zusammenhang mit dem Virus erhöhte sich um 29 auf insgesamt 10.032. Die Marke von 10.000 war am Vortag überschritten worden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht vom Samstag bei 1,36 (Vortag: 1,23). Das bedeutet, dass zehn Infizierte knapp 14 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Thüringen, Erfurt: "Abstand halten!" in deutscher und englischer Sprache steht auf einem Flatterband am Domplatz inmitten der Altstadt.
Thüringen, Erfurt: "Abstand halten!" in deutscher und englischer Sprache steht auf einem Flatterband am Domplatz inmitten der Altstadt.  © Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 25. Oktober, 4.25 Uhr: Labor-Chefin: Corona-Tests des Fußballs weiter kein Problem

Trotz einiger Engpässe in den Labors muss sich die Fußball-Bundesliga wohl weiter keine Sorgen um ihre regelmäßigen Corona-Tests machen. Der Anteil der Proben der Bundesliga an der Gesamtzahl aller Corona-Tests in Deutschland liege "weit unter einem Prozent - irgendwo im Promillebereich", sagte Cornelia Wanke als Geschäftsführerin der Fachgemeinschaft Akkreditierte Labore in der Medizin der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. 

Die Proben aus dem Profifußball ließen sich demnach "innerhalb der vorhandenen Testkapazität abbilden, ohne dass es andernorts zu Verzögerungen kommt".

Update, 25. Oktober, 4.24 Uhr: Positiver Corona-Test bei Stabschef von US-Vizepräsident Pence

Der Stabschef von US-Vizepräsident Mike Pence ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der Test bei Pence selbst sei negativ ausgefallen und er wolle an seinem Programm unter anderem mit Wahlkampfauftritten festhalten, teilte Pence' Sprecher in der Nacht zum Sonntag mit. Sein Stabschef Marc Short sei jetzt in Quarantäne.

Es ist bereits das zweite Mal, dass die US-Regierungsspitze direkt von der Pandemie getroffen wird. Erst Anfang des Monats waren Präsident Donald Trump und diverse Mitarbeiter des Weißen Hauses positiv getestet worden. Trump erholte sich von seiner Covid-19-Erkrankung, nachdem er unter anderem mit einem noch experimentellen Antikörper-Mittel behandelt worden war.

Update, 25. Oktober, 2 Uhr: Kolumbien: Zahl der Corona-Fälle überschreitet eine Million

Als achtes Land der Welt hat Kolumbien mehr als eine Million Corona-Fälle registriert. Nach Zahlen des Gesundheitsministeriums vom Samstag (Ortszeit) stieg die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 in dem südamerikanischen Land seit Beginn der Pandemie auf 1.007.711. Im Vergleich zum Vortag waren demnach knapp 8800 Neuinfektionen, rund 5700 Genesene und 198 Todesopfer zu der Statistik hinzugekommen. Insgesamt liegt die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit der Krankheit Covid-19 bei 30.000 - nach Statistiken der Johns-Hopkins-Universität in den USA sind das die elftmeisten weltweit.

Kolumbien hat mit rund 50 Millionen Einwohnern gut 30 Millionen weniger als Deutschland, aber rund dreimal so viele Corona-Todesopfer und mehr als doppelt so viele Infektionen zu beklagen. Zeitweise herrschten dort strenge Ausgangsbeschränkungen, seit September ist das Land jedoch größtenteils wieder geöffnet.

Kolumbien, Bogotá: Ein Mitglied eines indigenen Volkes trägt während einer Demonstration in Bogota eine Maske zum Schutz vor dem Coronavirus.
Kolumbien, Bogotá: Ein Mitglied eines indigenen Volkes trägt während einer Demonstration in Bogota eine Maske zum Schutz vor dem Coronavirus.  © Camila Diaz/colprensa/dpa

Update, 25. Oktober, 1.05 Uhr: Altmaier: Keine Gefahr von Versorgungsengpässen

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier sieht keinen Anlass für Sorgen vor neuen Versorgungsengpässen in der Corona-Pandemie. Im Frühjahr seien "Lieferschwierigkeiten dadurch entstanden, dass Lastwagen an der Grenze im Stau standen oder Regale im Supermarkt durch Hamsterkäufe leergeräumt wurden", sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Ich bin davon überzeugt, dass wir auch hier viel aus der ersten Welle der Pandemie gelernt haben und keine Wiederholung erleben werden."

Das gilt nach seinen Worten auch für Mund-Nasen-Bedeckungen. Er gehe davon aus, "dass genügend Masken zu jedem Zeitpunkt vorhanden sein werden", sagte Altmaier. Das Ziel, zehn Milliarden Masken im Jahr herzustellen, "werden wir erreichen". Die Produktion von Filtervlies sei "herausragend gesteigert" worden.

Update, 25. Oktober, 0.30 Uhr: Frankreich erreicht Spitzenwert mit über 45.000 Corona-Neuinfektionen

In Frankreich sind binnen 24 Stunden erstmals mehr als 45.000 neue Corona-Infektionen registriert worden. Die Gesundheitsbehörde meldete am Samstagabend 45.422 neu erfasste Ansteckungen. Damit gab es erneut einen Spitzenwert innerhalb eines Tages seit Beginn der großflächigen Corona-Testung in Frankreich. In Frankreich leben rund 67 Millionen Menschen.

Die Corona-Lage in Frankreich verschlechtert sich seit Wochen. Die Behörden meldeten allein in der vergangenen Woche mehrmals neue Spitzenwerte bei den Neuinfektionen. Demnach war am Freitagabend erstmals die Marke von einer Million gemeldeter Fälle seit Beginn der Pandemie überschritten worden. Mehr als 34.500 Menschen im Land sind bereits im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben.

Frankreich, Marseille: Freunde trinken ein Getränk vor einer Bar vor der Ausgangssperre.
Frankreich, Marseille: Freunde trinken ein Getränk vor einer Bar vor der Ausgangssperre.  © Daniel Cole/AP/dpa

Update, 25. Oktober, 0.14 Uhr: Fetischparty mit 600 Gästen in Berlin aufgelöst

Eine Fetischparty mit etwa 600 Gästen in einer angesagten Location in Berlin-Mitte hat am Samstagabend ein jähes Ende gefunden. Beamte der Berliner Polizei und der Bundespolizei lösten die Veranstaltung in der Alten Münze auf. "Es waren einfach zu viele für zu wenig Platz", hieß es bei der Polizei am späteren Abend. Die Veranstalterin erwartet demnach ein Verfahren wegen Verstoßes gegen die Infektionsschutzverordnung. Der Mindestabstand habe wegen der Vielzahl der Personen nicht eingehalten werden können. Die Veranstalterin habe die Party nach Aufforderung durch die Beamten beendet. Die Gäste wurden in die Berliner Nacht entlassen und nach Hause geschickt.

Mit Hunderten Einsatzkräften kontrollierte die Berliner Polizei am Samstag, ob sich die Menschen an die Corona-Regeln halten. Rund 1000 Polizisten sollten im Laufe des Tages im Einsatz sein, die Hälfte von der Bundespolizei. Auch für den Sonntag waren Kontrollen geplant.

Update, 25. Oktober, 0.10 Uhr: Außenhandelspräsident fordert härtere Maßnahmen gegen Corona

Der Präsident des Groß- und Außenhandelsverbands, Anton Börner, hat härtere Maßnahmen zur Corona-Bekämpfung gefordert. "Wir müssen unter allen Umständen die Pandemie unter Kontrolle halten, um einen erneuten Shutdown vermeiden zu können", sagte der Chef des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) der Bild am Sonntag. 

Dazu sei "ein noch viel stärkeres Herunterfahren des öffentlichen Lebens" nötig. "Je länger wir damit warten, umso größer wird der Schaden für die Gesundheit der Menschen und auch für die Wirtschaft. Lieber jetzt entschlossen handeln, auch wenn es schmerzhaft ist, damit uns nicht die Zeit davonrennt", erklärte er.

Update, 24. Oktober, 21.54 Uhr: 83.000 Neuinfektionen in USA - Trump spielt Corona-Gefahr herunter

US-Präsident Donald Trump hat im Angesicht einer Rekordzahl an Corona-Neuinfektionen die Gefahren durch das Virus heruntergespielt. "Ich hatte es, hier bin ich", verkündete Trump in Anspielung auf seine Covid-19-Erkrankung bei einem Wahlkampfauftritt am Samstag. "Und jetzt sagen sie, dass ich immun bin." 

Trump war unter anderem mit einem noch experimentellen Antikörper-Medikament behandelt worden, das er als "Heilmittel" bezeichnete. Bis Samstag starben unterdessen mehr als 224.000 Amerikaner an der Krankheit.

Die Zahl der Coronavirus-Infektionen in den USA an einem Tag stieg auf mehr als 83.000 - der bisher höchste Wert. Trump führte die Entwicklung darauf zurück, dass mehr als früher getestet werde. Überhaupt werde in den Medien ständig über das Virus geredet. "Macht man den Fernseher an: 'Covid, Covid, Covid, Covid, Covid'", beschwerte sich der Präsident.

Trotz der Rekordzahl an Neuinfektionen, spielt US-Präsident Donald Trump (74) die Gefahr durch das Coronavirus weiter herunter.
Trotz der Rekordzahl an Neuinfektionen, spielt US-Präsident Donald Trump (74) die Gefahr durch das Coronavirus weiter herunter.  © Evan Vucci/AP/dpa

Update, 24. Oktober, 21.48 Uhr: Frankfurt sagt wegen hoher Corona-Zahlen Weihnachtsmarkt ab

Die Stadt Frankfurt am Main verschärft wegen des sprunghaften Anstiegs der Corona-Infektionen die Schutzmaßnahmen und hat auch den Weihnachtsmarkt abgesagt. Das hat der Verwaltungsstab der Stadt in einer kurzfristig angesetzten Sondersitzung am Samstag beschlossen, wie die Pressestelle am Abend mitteilte. 

Damit reagiert Frankfurt auf den hohen Inzidenzwert von gut 176. Das ist die Zahl der Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. Zu den weiteren Maßnahmen gehört eine Ausweitung der Maskenpflicht.

Titelfoto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

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