Coronavirus: 14,6 Millionen Menschen gegen Covid "geboostert"

Deutschland/Welt - In Deutschland verschärft sich die Corona-Lage, die Fallzahlen steigen. Strengere Auflagen treffen nun vor allem Menschen, die noch nicht gegen das Covid-19-Virus geimpft sind.

Bundesweit gilt in vielen gesellschaftlichen Bereichen wie im Einzelhandel, in der Kultur und der Gastronomie die 2G-Regel.
Bundesweit gilt in vielen gesellschaftlichen Bereichen wie im Einzelhandel, in der Kultur und der Gastronomie die 2G-Regel.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Der Sieben-Tage-Inzidenzwert liegt laut Robert-Koch-Institut bundesweit bei 432,2 (Vortag: 441,9).

Laut RKI sind seit Beginn der Pandemie mehr als 6,2 Millionen nachgewiesene Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Deutschland aufgetreten. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte allerdings deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Corona in Baden-Württemberg: Gesundheits-Minister Manne Lucha bittet um mehr Impfstoff
Coronavirus Corona in Baden-Württemberg: Gesundheits-Minister Manne Lucha bittet um mehr Impfstoff

Insgesamt 103.240 Menschen sind hierzulande mit oder an dem Virus bereits verstorben. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit rund 5,2 Millionen an (alle Daten Stand 7. Dezember, 7 Uhr).

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Update, 7. Dezember, 11.43 Uhr: Nun 27 Todesfälle nach Corona-Ausbruch in Pflegeheim in Rudolstadt

Die Zahl der Todesopfer nach einem Corona-Ausbruch in einem Pflegeheim in Rudolstadt in Thüringen hat sich auf 27 erhöht.

In dem Heim mit ehemals 141 Bewohnern gebe es aktuell zudem noch bei sechs Bewohnern positive Corona-Tests, teilte das Landratsamt Saalfeld-Rudolstadt am Dienstag mit. In den letzten Tagen gabe es immer wieder Nachmeldungen: So wurden am Freitag erst 18 Todesfälle gemeldet.

Insgesamt sei rund ein Drittel der Bewohnerinnen und Bewohner nicht geimpft, hatte die Behörde vergangene Woche mitgeteilt. Von den 18 gemeldeten Todesopfern vom Freitag habe bei 14 kein vollständiger Impfschutz bestanden. Bei den neu dazugekommenen Fällen konnte ein Sprecher am Dienstag keine Aussagen über den Impfstatus treffen.

Update, 7. Dezember, 11.40 Uhr: Scholz: "Infektionsgeschehen rührt von den Ungeimpften her"

Der designierte Bundeskanzler Olaf Scholz (63, SPD) hat Einschränkungen für Ungeimpfte als notwendiges Mittel zum Brechen der vierten Corona-Welle verteidigt.

"Das heute uns alle beeinträchtigende Infektionsgeschehen rührt von den Ungeimpften her", sagte Scholz am Dienstag nach der Unterzeichnung des Koalitionsvertrags der Ampelpartner in Berlin. "Darüber gibt es gar keinen Zweifel."

Scholz sagte: "Viele von denen sind auch selbst bedroht, denn die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich infizieren, ist sehr, sehr hoch und deshalb ist es auch sehr wahrscheinlich, dass ein Teil davon erkranken wird und ein weiterer Teil auf den Intensivstationen um das eigene Leben wird ringen müssen." Ganz klar sei es deshalb, dass Einschränkungen für diejenigen, die sich nicht impfen lassen haben, nötig seien.

Olaf Scholz (63, SPD) hat Einschränkungen für Ungeimpfte als notwendiges Mittel zum Brechen der vierten Corona-Welle verteidigt.
Olaf Scholz (63, SPD) hat Einschränkungen für Ungeimpfte als notwendiges Mittel zum Brechen der vierten Corona-Welle verteidigt.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Update, 7. Dezember, 11.22 Uhr: Kanzler Nehammer: Österreich wird Lockdown wie geplant beenden

Der Lockdown in Österreich wird nach den Worten von Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) wie geplant beendet.

Es gehe nur noch um die Umstände, unter denen Lokale und Handel wieder öffnen dürften, sagte Nehammer am Dienstag in Wien. Die Details zu Vorsichtsmaßnahmen, Restriktionen und etwaigen regional schärferen Maßnahmen sollen am Mittwoch bei einem Bund-Länder-Gipfel beraten werden, so der Regierungschef weiter.

Zu Beginn des Lockdowns am 22. November war das Ende für den 13. Dezember angekündigt worden. Für Ungeimpfte würden die aktuellen Ausgangsbeschränkungen aber weiter gelten, bekräftigte Nehammer.

Update, 7. Dezember, 11.20 Uhr: 68 Ärzte und Pfleger in Spanien nach Weihnachtsessen corona-positiv

68 Ärzte, Pfleger und Sanitäter eines Krankenhauses in Spanien sind nach einem großen gemeinsamen Weihnachtsessen positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Noch werde allerdings untersucht, ob und wie viele Ansteckungen bei diesem Treffen passiert seien, erklärte ein Sprecher des betroffenen Regionalen Universitätskrankenhauses von Málaga im Süden des Landes am Dienstag auf Anfrage. Ob es unter den Betroffenen möglicherweise auch Ungeimpfte gibt, wurde zunächst nicht bekannt.

Update, 7. Dezember, 11.10 Uhr: 14,6 Millionen Menschen gegen Coronavirus "geboostert"

In Deutschland haben mittlerweile 14,6 Millionen Menschen eine Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus erhalten.

Das entspricht 17,5 Prozent der Gesamtbevölkerung, wie aus den Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstag hervorgeht. Demnach sind allein am Montag 523.000 Auffrischimpfungen gegen das Coronavirus verabreicht worden. "Kein Land der Welt hat in den letzten Tagen mehr Menschen geimpft als Deutschland. 523.000 Booster sind zudem ein neuer Montagsrekord", twitterte der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU).

Update, 7. Dezember, 10.43 Uhr: Wegen Umgang mit Corona: Handball-Funktionäre kritisieren Politik

Mit scharfen Worten haben die Handball-Funktionäre Andreas Michelmann (62) und Bob Hanning die deutsche Politik für den Umgang mit der Corona-Pandemie kritisiert.

Mehr dazu hier: "'Lasst die Kinder in Frieden': Handball-Bosse gehen auf Politiker los! 'Gemauschelt und gelogen'"

Andreas Michelmann (62) kritisiert das Handeln der deutschen Politik in der Pandemie.
Andreas Michelmann (62) kritisiert das Handeln der deutschen Politik in der Pandemie.  © Marius Becker/dpa

Update, 7. Dezember, 10.21 Uhr: Kretschmann: Schließung der Impfzentren im Sommer war richtig

Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (73, Grüne) hat die Schließungen der Corona-Impfzentren im Sommer verteidigt.

Dort seien nur noch "eine Hand voll Leute" hingegangen. "Da kann man doch nicht solch eine gigantische Infrastruktur machen", sagte der Grünen-Politiker in der am Dienstag ausgestrahlten SWR-Sendung "Leute". Das Angebot sei heute mit mobilen Impfteams und kleineren Impfstützpunkten in den Kommunen viel flexibler.

Update, 7. Dezember, 9.36 Uhr: Experte: Omikron in Großbritannien wird binnen Wochen dominant werden

Die Omikron-Variante des Coronavirus wird nach Ansicht eines Experten in Großbritannien innerhalb von Wochen dominant werden.

Das sagte Jeffrey Barrett vom Wellcome-Sanger-Institut im BBC-Radio am Dienstag. "Ich denke, wir können jetzt sagen, dass die Variante sich im Vereinigten Königreich schneller ausbreitet als die Delta-Variante und das war bis vor sehr kurzer Zeit nicht klar", sagte Barrett und fügte hinzu: "Ich bin ziemlich sicher, dass sie wahrscheinlich innerhalb von Wochen dominant werden wird."

Update, 7. Dezember, 9.04 Uhr: Luca-Anwender können Impfstatus mit Gesundheitsämtern teilen

Die Nutzerinnen und Nutzer der Luca-App können künftig freiwillig ihren eigenen Impfstatus mit ihrem zuständigen Gesundheitsamt teilen.

Mit einer neuen Version wird die Anwendung gleichzeitig um eine verschlüsselte Chat-Funktion erweitert, über die personalisierte Direkt-Nachrichten zwischen Gesundheitsämtern und den Anwendern ausgetauscht werden können. Diese Funktion "Luca Connect" soll noch im Dezember aktiviert werden, kündigte Patrick Hennig, Geschäftsführer der Culture4Life GmbH, am Dienstag in Berlin an.

Bei der Chat-Funktion setzen die Luca-Macher auf die Verschlüsselungstechnik, die auch beim Messengerdienst Signal verwendet wird.

Mit der Luca-App können Nutzer künftig auch den Impfstatus teilen.
Mit der Luca-App können Nutzer künftig auch den Impfstatus teilen.  © Christoph Soeder/dpa

Update, 7. Dezember, 8.50 Uhr: Verkehrsgerichtstag wegen Corona in den Sommer verschoben

Der Verkehrsgerichtstag im niedersächsischen Goslar wird in den Sommer verschoben.

Das eigentlich für Januar 2022 geplante Expertentreffen werde im August stattfinden, teilte der Verein nach einer kurzfristig einberufenen Sondersitzung vom Montag mit. Eine Durchführung in Präsenz in Goslar werde als zu riskant eingeschätzt, wird der Vereinspräsident Ansgar Staudinger in der Mitteilung zitiert.

"Durch eine Verlegung in den Sommer besteht die große Wahrscheinlichkeit, dass wir in gewohnter Weise mit acht Arbeitskreisen vor Ort tagen können", sagte Staudinger.

Titelfoto: Kay Nietfeld/dpa

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