Coronavirus: 66,3 Prozent der Bevölkerung zweimal geimpft

Deutschland/Welt - In Deutschland gibt es immer mehr Lockerungen, dennoch ist das Coronavirus immer noch allgegenwärtig und nicht zu unterschätzen.

In Deutschland hat die Gastronomie wieder geöffnet.
In Deutschland hat die Gastronomie wieder geöffnet.

Der Sieben-Tage-Inzidenzwert liegt laut Robert-Koch-Institut bundesweit bei 113 (Vortag: 110,1).

Laut Johns-Hopkins-Universität sind seit Beginn der Pandemie mehr als 4,5 Millionen nachgewiesene Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Deutschland aufgetreten. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte allerdings deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Coronavirus in Frankfurt und Hessen: Über 600 neue Infektionen und vier weitere Corona-Tote
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Insgesamt 95.148 Menschen sind hierzulande mit oder an dem Virus bereits verstorben. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit rund 4,2 Millionen an.

Weltweit gibt es mehr als 244 Millionen bestätigte Fälle und inzwischen 4,95 Millionen Todesfälle (alle Daten Stand: 26. Oktober, 6.30 Uhr).

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Update, 26. Oktober, 12.39 Uhr: Mehr als 20 Abgeordnete auf Tribüne für 3G-Verweigerer

Bei der konstituierenden Sitzung des Bundestags haben rund zwei Dutzend Abgeordnete die wegen Corona geltende 3G-Regelung nicht akzeptiert.

Sie mussten deshalb am Dienstag auf einer eigens für sie reservierten Tribüne Platz nehmen. Dort saßen 23 Parlamentarier, die alle von der AfD waren, wie sich bei den Abstimmungen und bei Zwischenrufen zeigte. Prominente AfD-Abgeordnete wie Fraktionschefin Alice Weidel hielten sich allerdings an die Regelung und saßen unten im Plenarsaal.

Die Fraktionen hatten zuvor gemeinsam beschlossen, dass in den unteren Bereich des Plenarsaals im Reichstagsgebäude nur Abgeordnete kommen dürfen, die geimpft, genesen oder kurzfristig auf das Corona-Virus getestet sind. Beim entsprechenden Nachweis erhielten sie um ein Armgelenk ein schwarz-rot-goldenes Bändchen. Im Gegenzug galten dort keine Abstandsregeln mehr, so dass alle 736 Abgeordneten die Sitzung im Plenarsaal verfolgen konnten.

Update, 26. Oktober, 12.38 Uhr: Wieder mehr als tausend Klinik-Patienten mit Corona in Tschechien

In Tschechien ist die Zahl der positiv auf das Coronavirus getesteten Krankenhauspatienten erstmals seit Mai wieder über die Tausendermarke gestiegen.

Von den 1055 Patienten waren 156 in einem ernsten Zustand oder mussten beatmet werden, wie am Dienstag aus den Zahlen des Gesundheitsministeriums in Prag hervorging. Zur gleichen Zeit vor einem Jahr waren es rund fünfmal so viele Menschen gewesen. Landesweit waren in den Kliniken noch ausreichend Kapazitäten an Allgemein- und Intensivbetten frei.

Update, 26. Oktober, 12.26 Uhr: RKI registriert 10.473 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 113,0

Der nun schon fast zwei Wochen anhaltende Anstieg der 7-Tage-Inzidenz in Deutschland setzt sich fort.

Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Dienstagvormittag (Datenstand: 26.10., 0 Uhr) mit 113,0 an. Binnen eines Tages meldeten die Gesundheitsämter in Deutschland dem RKI 10.473 Corona-Neuinfektionen.

Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 95.245. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4.483.203 nachgewiesene Infektionen mit Covid-19.

Update, 26. Oktober, 11.39 Uhr: 66,3 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen Corona geimpft

66,3 Prozent der Menschen in Deutschland sind vollständig gegen das Coronavirus geimpft.

Das sind rund 55,1 Millionen Menschen, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstag hervorgeht. Demnach haben 76,8 Prozent aller Erwachsenen und 40,3 Prozent der Jugendlichen zwischen 12 und 17 den vollen Impfschutz. Fast 57,5 Millionen Menschen oder 69,2 Prozent der Gesamtbevölkerung wurden mindestens einmal gegen Corona geimpft. Eine Auffrischungsimpfung haben bislang 1,6 Millionen Menschen erhalten.

Durchschnittlich wurden in den vergangenen sieben Tagen etwa 125.000 Covid-Schutzimpfungen pro Tag in Deutschland vorgenommen - am Montag waren es 96.000, darunter rund 38.000 Zweitimpfungen und 36.000 Auffrischungen.

Update, 26. Oktober, 10.12 Uhr: China schickt Millionenmetropole Lanzhou in Corona-Lockdown

Als Reaktion auf einen neuen Ausbruch des Coronavirus hat China in der Vier-Millionen-Metropole Lanzhou eine strenge Ausgangssperre verhängt.

Die Bewohner der Stadt in der Provinz Gansu wurden am Dienstag dazu aufgefordert, ihre Wohnblocks nur noch in Notfällen oder zum Kauf von Lebensmitteln zu verlassen. Ein- und Ausgänge sollten überwacht werden. Insgesamt meldete China am Dienstag 29 neue lokale Corona-Infektionen, sechs davon in der Provinz Gansu.

Update, 26. Oktober, 10 Uhr: Intensivmediziner: 4000 Intensivbetten weniger seit Jahresbeginn

Deutschland hat seit Jahresbeginn nach Angaben von Medizinern etwa 4000 Intensivbetten verloren.

Grund dafür sei, dass viele Pflegekräfte wegen der Belastungen ihren Beruf beendet oder ihre Arbeitszeit reduziert hätten, sagte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Gernot Marx, am Dienstag bei "MDR Aktuell". Man werde zwar alle Covid-19-Patienten versorgen können. "Aber wenn die Zahlen wieder deutlich nach oben gehen, werden wir wieder Operationen absagen. Das ist natürlich nicht das, was wir wollen."

Mit etwa 1600 Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen sei die Lage derzeit bewältigbar, sagte Marx weiter. Man wisse aber, dass sich das Virus im Herbst und Winter wieder ausbreiten wird. Entsprechend rechne man mit einer Zunahme im Winter. "Das macht uns schon Sorge." Bereits am Donnerstag hatte die Divi mitgeteilt, derzeit seien 22.207 Intensivbetten als betreibbar gemeldet, zu Jahresbeginn seien es 26.475 gewesen.

Beatmungsschläuche sind an einem an COVID-19 schwer erkrankten Patienten angebracht.
Beatmungsschläuche sind an einem an COVID-19 schwer erkrankten Patienten angebracht.  © Jae C. Hong/AP/dpa

Update, 26. Oktober, 8.33 Uhr: Papua-Neuguinea vor der Corona-Katastrophe - Massenbegräbnis geplant

Papua-Neuguinea steuert nach Ansicht von Experten auf eine Corona-Katastrophe zu.

Die Infektionszahlen in dem Pazifikstaat sind zuletzt dramatisch gestiegen - während gleichzeitig weniger als ein Prozent der neun Millionen Einwohner vollständig gegen das Virus geimpft ist. Im Port Moresby General Hospital sei die Leichenhalle mittlerweile restlos überfüllt, berichtete der Sender Radio New Zealand am Dienstag. Dort stapelten sich rund 300 Leichen, während die Räumlichkeiten nur für maximal 60 Tote angelegt seien.

Der Chef der Pandemiebekämpfung in Papua-Neuguinea, David Manning, habe nun ein Massenbegräbnis von 200 Leichen gestattet, um die Situation zu entschärfen. Berichten zufolge soll die Beerdigung noch in dieser Woche stattfinden. Trotz der eskalierenden Lage wollten die Behörden aber derzeit noch keinen Lockdown anordnen und setzten stattdessen auf "eine wirksame medizinische Reaktion" und die Impfkampagne, so die örtliche Zeitung "The National" am Dienstag.

Update, 26. Oktober, 8.14 Uhr: Stiko-Chef Mertens: "Debatte um Kimmich ist ein grenzenloser Unfug"

Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, hält die öffentliche Diskussion um den Impfstatus von Fußball-Nationalspieler Joshua Kimmich für überzogen.

"Es ist die persönliche Entscheidung von Kimmich, und die soll es auch bleiben! Die Debatte um Kimmich ist ein grenzenloser Unfug", sagte Mertens (71) der Bild. Man würde niemals über private medizinische Entscheidungen von Kimmich diskutieren, "wäre er als Fußball-Profi nicht derart exponiert", erklärte der Stiko-Vorsitzende. Das 18-köpfige Expertengremium spricht die Empfehlungen für die Anwendung von Impfstoffen in Deutschland aus.

Update, 26. Oktober, 6.01 Uhr: Thailand meldet kurz vor der Öffnung sinkende Neuinfektionen

Wenige Tage vor der Öffnung für den internationalen Tourismus hat Thailand erstmals seit Monaten weniger als 8000 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden verzeichnet.

Die Behörden meldeten am Dienstag 7706 neue Fälle - das ist der niedrigste Wert seit dem 8. Juli. 66 Menschen starben in Zusammenhang mit Covid-19.

Der Verlauf des jüngsten Ausbruchs in dem südostasiatischen Urlaubsland mit 70 Millionen Einwohnern war lange ungewöhnlich: Zwar waren die Zahlen seit August - als ein Höchstwert von mehr als 23.000 Neuinfektionen verbucht worden war - gesunken, jedoch stagnierten sie wochenlang zwischen 9000 und 12.000 neuen Fällen am Tag.

Update, 26. Oktober, 4.37 Uhr: Arbeitsrechtler: Kimmich kann auch ohne Impfung im Stadion spielen

Der Impfstatus von Nationalspieler Joshua Kimmich wird den Bayern-Star nach Einschätzung des Arbeitsrechtlers Gregor Thüsing nicht daran hindern, weiter im Profifußball anzutreten.

Zwar müsse sich der 26-Jährige vor den Partien auf Corona testen lassen, für eine Impfung bestehe aber keine rechtliche Verpflichtung, sagte der Professor für Arbeitsrecht an der Universität Bonn der Deutschen Presse-Agentur. Anders sei das etwa bei Zuschauern. Ihnen kann nach aktueller Gesetzeslage der Zutritt zum Stadion verweigert werden, wenn sie weder genesen noch geimpft sind.

Titelfoto: Stefan Sauer/dpa

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