Coronavirus: Ab heute weniger Corona-Einschränkungen für Geimpfte und Genesene!

Deutschland/Welt - In Deutschland gilt noch immer die Corona-Notbremse. Weiterhin sollen die Menschen die Zahl ihrer Kontakte möglichst gering halten, was durch das neue Infektionsschutzgesetz unterstützt werden soll. Die aktuellen Entwicklungen zu Sars-CoV-2 gibt es hier im Ticker.

Weiterhin gilt: "Stay Home - Life is beautiful" ("Bleib zu Hause, das Leben ist schön").
Weiterhin gilt: "Stay Home - Life is beautiful" ("Bleib zu Hause, das Leben ist schön").  © dpa/AP/Marcio Jose Sanchez

Laut Johns-Hopkins-Universität sind seit Beginn der Pandemie rund 3,5 Millionen nachgewiesene Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Deutschland aufgetreten. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Etwa 3,16 Millionen der Infizierten sollen wieder genesen sein. 84.775 Menschen sind hierzulande mit oder an dem Virus verstorben (Alle Datenstände: 9. Mai, 7.30 Uhr).

Der Sieben-Tage-Inzidenzwert beträgt laut Robert-Koch-Institut bundesweit 118,6 (Stand 9. Mai, 7.30 Uhr).

Weltweit gibt es rund 157,3 Millionen bestätigte Fälle und inzwischen mehr als 3,3 Millionen Todesfälle (Stand 9. Mai, 7.30 Uhr).

+++ Ältere Informationen zur Corona-Situation findet Ihr im TAG24-Coronavirus-Newsarchiv +++

Update, 9. Mai, 5.43 Uhr: RKI registriert 12.656 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz sinkt weiter

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 12.656 Corona-Neuinfektionen gemeldet.

Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 16.290 gelegen.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Sonntagmorgen bundesweit bei 118,6 (Vortag: 121,5; Vorwoche: 146,5). Die Inzidenz geht seit etwa zwei Wochen ziemlich kontinuierlich zurück.

Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 127 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 110 Tote gewesen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie insgesamt 3.520.329 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte aber deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 3 159 200 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 84.775.

Update, 9. Mai, 2.11 Uhr: Ethikratsvorsitzende sieht soziale Spannung wegen Corona-Auflagen

Die Aufhebung von Corona-Auflagen für Geimpfte und Genesene belastet nach Einschätzung des Deutschen Ethikrats vor allem die jüngere Generation und wird in der Gesellschaft zu Konflikten führen.

Ethikratsvorsitzende Alena Buyx sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Online Sonntag, Print Montag): "Kinder, Jugendliche, Auszubildende und Studentinnen sind nicht geschützt und dürfen weniger. Geimpfte dagegen haben den doppelten Vorteil: Sie sind geschützt und dürfen mehr."

Damit gebe es ein echtes Solidaritäts- und Gerechtigkeitsproblem mit sozialer Spannung.

"Man muss aufpassen, dass die Spannung nicht zur Spaltung wird", sagte Buyx. "Ich erwarte von der Politik, dass sie diese temporär ungerechte Situation ernst nimmt, anspricht und gestaltet."

Update, 9. Mai, 0.20 Uhr: Corona-Notstand in Spanien nach sechseinhalb Monaten zu Ende

Der zur Eindämmung der Corona-Pandemie ausgerufene Notstand in Spanien ist nach sechseinhalb Monaten zu Ende gegangen. Die meisten der teils sehr strengen Einschränkungen des öffentlichen Lebens liefen im einstigen Infektions-Hotspot der EU am Samstag um Mitternacht aus.

Dazu gehörte zum Beispiel die Abriegelung zahlreicher Regionen, in denen bisher Ein- oder Ausreisen ohne triftigen Grund verboten waren. Die Bewohner der Hauptstadt Madrid dürfen zum Beispiel seit Sonntag wieder ans Meer nach Andalusien, Valencia oder Katalonien.

Die linke Zentralregierung mahnte dennoch weiter zur Vorsicht. "Wir müssen alle vorsichtig bleiben, die Pandemie ist noch nicht zu Ende", sagte Vize-Ministerpräsidentin Carmen Calvo am Samstag am Rande einer Veranstaltung in Madrid.

Die verschiedenen Regionen des Landes entscheiden nun je nach Lage und im Rahmen ihrer juristischen Möglichkeiten, welche Maßnahmen sie aufrechterhalten oder neu beschließen wollen.

Spanien, Teneriffa: Menschen mit Masken gehen in Teneriffa eine Einkaufsstraße entlang.
Spanien, Teneriffa: Menschen mit Masken gehen in Teneriffa eine Einkaufsstraße entlang.  © Arturo Jimenez/dpa

Update, 8. Mai, 22.26 Uhr: Italien will für EU-Urlauber Einreisen ohne Quarantäne erlauben

Italien will zur Ankurbelung des Tourismus noch im Mai Einreisen ohne die bisherige Kurz-Quarantäne erlauben. Schon ab Mitte Mai sollten Reisende aus Europa, die voll geimpft seien, leichter ins Land kommen können, kündigte Italiens Außenminister Luigi Di Maio am Samstag auf Facebook an.

Zusammen mit dem Gesundheitsminister arbeite er außerdem daran, die "Mini-Quarantäne" für EU-Bürger, Briten und Reisende aus Israel abzuschaffen, die negativ getestet, geimpft oder von Covid-19 genesen seien.

Bisher benötigen Italien-Besucher aus der EU in der Regel einen negativer Test vor der Reise, sie müssen im Land fünf Tage in Quarantäne und dann einen zweiten Corona-Test machen.

Update, 8. Mai, 17.34 Uhr: Ab Sonntag weniger Corona-Einschränkungen für Geimpfte und Genesene

Für vollständig gegen Corona Geimpfte und Menschen, die eine Infektion nachweislich schon durchgemacht haben, sind ab diesem Sonntag bundesweit wesentliche Einschränkungen aufgehoben.

Sie können sich nach einer ab Mitternacht (Sonntag, 0 Uhr) geltenden neuen Verordnung wieder uneingeschränkt mit anderen Menschen treffen und müssen auch nächtliche Ausgangsbeschränkungen, die aufgrund der sogenannten Bundes-Notbremse verhängt wurden, nicht mehr beachten.

Außerdem brauchen Genesene und Geimpfte für Einkäufe oder Friseurbesuche keinen negativen Test mehr. Es reicht der Impfnachweis oder ein maximal sechs Monate alter positiver PCR-Test als Beleg für eine vergangene Infektion. Die Maskenpflicht an bestimmten Orten und das Abstandsgebot im öffentlichen Raum gelten aber weiterhin für alle.

Ein Arzt verimpft die zweite Dosis Biontech-Pfizer Impfstoff.
Ein Arzt verimpft die zweite Dosis Biontech-Pfizer Impfstoff.  © Michael Kappeler/dpa

Update, 8. Mai, 17.18 Uhr: Spahn: Corona-Maßnahmen werden Zug um Zug fallen

Die Corona-Maßnahmen müssen nach Ansicht von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn langfristig aufgehoben werden, auch wenn eine bestimmte Anzahl von Menschen ungeimpft bleibt.

Wenn alle ein Angebot zur Impfung bekommen hätten, sehe er "Zug um Zug die Maßnahmen immer weiter fallen und zurückgehen, bis wir wieder in einem Alltag sind, so wie er vorher war", sagte der CDU-Politiker am Samstag in Berlin bei einer Online-Frage- und Diskussionsrunde mit Bürgern und Experten. Wenn jemand sage, für ihn gebe es dieses Virus nicht oder er sehe das anders mit den Risiken, "der kann ja nicht erwarten, dass wir alle dann Maske tragen, um ihn zu schützen".

Update, 8. Mai, 16.45 Uhr: Chef der britischen Impfstoff-Taskforce sicher: UK bis August frei von Covid-19

Der Chef der britischen Impfstoff-Taskforce, Clive Dix, bereitet sein Land in einem Interview mit The Telegraph bereits auf den Abschied des Coronavirus vor. Er glaubt, dass das Virus im Sommer aus Großbritannien verschwunden sein wird.

Mehr dazu in unserem TAG24-Artikel: "Chef der britischen Impfstoff-Taskforce sicher: UK bis August frei von Covid-19"

Update, 8. Mai, 16.38 Uhr: Von der Leyen: Grünes Impfzertifikat kann wohl pünktlich starten

Das Grüne Impfzertifikat zum vereinfachten Reisen in Europa kann nach Erwartung von EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen pünktlich im Juni starten.

Die technischen und rechtlichen Vorbereitungen lägen im Plan, sagte von der Leyen am Samstag nach dem EU-Gipfel in Porto. Geplant sei ein fälschungssicherer Nachweis einer Corona-Impfung, einer überstandenen Covid-Erkrankung oder eines negativen Tests.

Die Kommissionschefin bekräftigte zudem, dass bis Juli genug Impfstoff zur Verfügung stehen werde, um 70 Prozent der Erwachsenen in der EU zu immunisieren. Bisher hätten fast 160 Millionen Europäer eine erste Impfdosis bekommen, sagte sie. Um im Sommer auch den Tourismus wieder zu ermöglichen, sei die Impfung der Schlüssel.

Update, 8. Mai, 16.17 Uhr: Merkel: Hoffnungsfroh mit Blick auf Sommerurlaub auch für Ungeimpfte

Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU) hat sich optimistisch gezeigt, dass Sommerurlaub in Europa auch für Ungeimpfte möglich sein wird.

Wenn man sehe, welch' niedrige Inzidenzen einige europäische Partnerländer wie Portugal jetzt schon hätten, "dann bin ich sehr hoffnungsfroh, dass wir auch insgesamt uns das leisten können, was auch im vergangenen Sommer möglich war", sagte Merkel am Samstag nach dem EU-Gipfel in Porto, zu dem sie sich wegen der Corona-Pandemie von Berlin aus hatte zuschalten lassen. "Von wann an das der Fall ist, das kann ich noch nicht sagen, den Tag benennen."

Merkel sagte: "In Deutschland scheinen wir auch die dritte Welle gebrochen zu haben." Dort, wo die Inzidenzwerte fallen würden, werde auch in Deutschland nun schrittweise mehr möglich sein. "Das wird hoffentlich für ganz Europa so sein", sagte sie.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (66) spricht auf einer Pressekonferenz
Bundeskanzlerin Angela Merkel (66) spricht auf einer Pressekonferenz  © John Macdougall/AFP-Pool/dpa

Update, 8. Mai, 15.30 Uhr: RKI-Chef fordert beim Impfen trotz Rekordzahlen dranzubleiben

Der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI) hofft auf weiterhin hohes Tempo beim Impfen gegen Corona. Die Impfstoffmengen seien nicht mehr der begrenzende Faktor, sagte Lothar Wieler (60) am Samstag bei einer Diskussionsrunde mit Bürgern in Berlin.

"Jetzt müssen wir halt dranbleiben. Also man darf jetzt nicht irgendwie wieder denken: Oh, das Problem ist erledigt. Sondern lassen Sie es uns noch ein paar Monate miteinander lösen." Er verwies auf zuletzt erzielte Rekorde bei den pro Tag verabreichten Impfdosen. An den vergangenen beiden Mittwochen waren RKI-Daten zufolge jeweils mehr als eine Million Dosen gespritzt worden. Am Freitag waren es mehr als 800.000.

Lothar H. Wieler (60), Präsident des Robert-Koch-Institutes.
Lothar H. Wieler (60), Präsident des Robert-Koch-Institutes.  © Michael Kappeler/dpa

Update, 8. Mai, 14.55 Uhr: Sportbünde fordern Öffnung des Sports

Alle 16 Landessportbünde und der Deutsche Olympische Sportbund fordern in der Corona-Krise die Öffnung des Sports.

"Die Zeit ist reif, um zu einem geordneten Sportbetrieb zurückzukehren", heißt es in einer Erklärung nach einer Videokonferenz zu den Auswirkungen der Pandemie am Samstag.

"Mit der steigenden Anzahl von Geimpften und Genesenen, flächendeckenden Testungen und den im Sport etablierten Hygiene- und Schutzkonzepten ist die Zeit gekommen, den Sport wieder zu öffnen", sagte Elvira Menzer-Haasis, Vorsitzende der Konferenz der Landessportbünde.

Titelfoto: Sina Schuldt/dpa

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