Coronavirus: Acht Frauen ersetzen an Covid-19 erkrankten Günther Jauch

Deutschland/Welt - Deutschland verharrt mindestens bis zum 18. April im Lockdown. Weiterhin sollen die Menschen in Deutschland die Zahl ihrer Kontakte möglichst gering halten. Die aktuellen Entwicklungen zu Sars-CoV-2 gibt es hier im Ticker.

Weiterhin gilt: "Stay Home - Life is beautiful" ("Bleib zu Hause, das Leben ist schön").
Weiterhin gilt: "Stay Home - Life is beautiful" ("Bleib zu Hause, das Leben ist schön").  © dpa/AP/Marcio Jose Sanchez

Laut der Johns-Hopkins-Universität sind seit Beginn der Pandemie 2,98 Millionen nachgewiesene Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Deutschland aufgetreten. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Mehr als 2,66 Millionen der Infizierten sollen wieder genesen sein. Insgesamt 78.249 Menschen sind hierzulande mit oder an dem Virus verstorben (Alle Datenstände: 10. April, 3.08 Uhr).

Der Sieben-Tage-Inzidenzwert beträgt laut Robert-Koch-Institut bundesweit 120,6 (Stand 10. April, 3.08 Uhr).

Weltweit gibt es 135 Millionen bestätigte Fälle und inzwischen mehr als 2,91 Millionen Todesfälle (Stand 10. April, 7.50 Uhr).

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Update, 10. April, 21.31 Uhr: Acht Frauen ersetzen an Covid-19 erkrankten Günther Jauch

An Stelle des wegen Corona ausgefallenen Entertainers Günther Jauch (64) hat RTL am Samstagabend zur besten Sendezeit acht Frauen ins Rennen geschickt.

Kurz nach Beginn der Liveshow "Denn sie wissen nicht, was passiert" tanzten acht weibliche Ersatzleute ins Studio, sie alle trugen Fotomasken mit dem Gesicht von Jauch. Der 64-Jährige selbst hatte seinen Mitstreitern Barbara Schöneberger und Thomas Gottschalk nicht zur Seite stehen können, weil er mit Corona infiziert ist.

Die acht kurzfristig eingesprungenen Ersatzfrauen wurden bei den acht Runden erst nach und nach demaskiert. Bei den Spielen kamen unter anderem Dschungelcamp-Moderatorin Sonja Zietlow und Tanztrainerin Motsi Mabuses (Let's Dance) zum Einsatz.

"Wir haben zwei Mal durchgezählt: Wir wissen, dass einer fehlt", sagte Gottschalk zu Showbeginn.

Schöneberger ergänzte: "Und zwar dieser ältere Herr mit den schief sitzenden blauen Jacketts. Der ist heute nicht aufgetaucht."

Diesmal leider nicht in der Sendung dabei: Günther Jauch (64).
Diesmal leider nicht in der Sendung dabei: Günther Jauch (64).  © Stefan Gregorowius/TVNOW/dpa

Update, 10. April, 20.59 Uhr: Lehrerverband fordert Nachschärfung der Corona-Notbremse

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) hat gefordert, die Pläne zur Vereinheitlichung der Corona-Schutzmaßnahmen nachzubessern.

Der Vorschlag des Bundes sieht derzeit vor, dass Schulen schließen sollen, wenn eine Sieben-Tage-Inzidenz von 200 an drei aufeinanderfolgenden Tagen in einem Landkreis erreicht wird.

"Der Entwurf lässt leider offen, was bei einer Inzidenz von unter 200 zu passieren hat. Hier besteht die Notwendigkeit, die Bestimmungen noch nachzuschärfen", erklärte der VBE-Vorsitzende Udo Beckmann am Samstag. Dabei müsse auch klar festgelegt werden, dass ab einem Inzidenzwert von 50 Wechselunterricht vorgeschrieben sei.

Der VBE-Vorsitzende Udo Beckmann.
Der VBE-Vorsitzende Udo Beckmann.  © Frank Hormann/dpa

Update, 10. April, 20.10 Uhr: Corona-Demo in Wien eskaliert: Tausende Teilnehmer, Pfefferspray und Festnahmen

Bei einer Demonstration gegen staatliche Corona-Maßnahmen in Wien sind 14 Menschen festgenommen worden.

Rund 3000 Personen nahmen bei der Kundgebung am Samstag teil, berichtete die Nachrichtenagentur APA. Beamten setzten Pfefferspray ein, um das Durchbrechen von Sperren und den Zusammenstoß mit Gegendemonstranten zu verhindern, wie die Polizei mitteilte.

Unter den Demonstranten gegen die Corona-Einschränkungen waren unter anderem Vertreter der rechten FPÖ und der rechtsextremen Identitären-Bewegung, berichteten die APA und andere Medien. Wien und andere Regionen im Osten Österreichs sind wegen hoher Corona-Infektionszahlen seit Anfang April in einem Lockdown.

Wien: Demonstranten versuchen Straßenabsperrungen zu durchbrechen, hinter der zwei Polizisten stehen.
Wien: Demonstranten versuchen Straßenabsperrungen zu durchbrechen, hinter der zwei Polizisten stehen.  © Georg Hochmuth/APA/dpa

Update, 10. April, 19.09 Uhr: Autokorso gegen Corona-Maßnahmen in Hamburg mit Eiern beworfen

Bei einem Autokorso gegen die Corona-Maßnahmen in Hamburg haben Gegendemonstranten den Zug tätlich angegriffen.

Er sei immer wieder von rund 300 Gegendemonstranten auf Fahrrädern behindert worden, sagte ein Polizeisprecher am Samstag. Auch sei mit Eiern und Tomaten geworfen worden. Der Aufzug mit 109 Fahrzeugen sei am Samstagnachmittag vom Anmelder vorzeitig um kurz vor 16.00 Uhr beendet worden.

Update, 10. April, 18.30 Uhr: Weiter Ringen um einheitliche Regeln gegen dritte Corona-Welle

Das Ringen um bundesweit einheitliche Regelungen im Kampf gegen das Coronavirus geht in eine wichtige Phase.

Nachdem die Bundesregierung einen Vorschlag zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes vorgelegt hat, soll dieser nun mit den Fraktionen im Bundestag und mit den Ländern abgestimmt werden. Das Bundesgesundheitsministerium hat die Fraktionen nach dpa-Informationen um Anregungen bis Sonntag, 12 Uhr, gebeten.

Update, 10. April, 18.27 Uhr: PCR-Test bringt Gewissheit: Kein Corona-Fall bei Hannover 96

Fußball-Zweitligist Hannover 96 kann am Sonntag wie geplant gegen den 1. FC Heidenheim spielen.

Nach einem positiven Antigen-Schnelltest auf das Coronavirus am Samstagmorgen gab es am Nachmittag Entwarnung. Alle PCR-Tests im Anschluss waren negativ, wie der Verein mitteilte. Weder ein Spieler noch ein Trainer oder Betreuer haben sich mit dem Coronavirus infiziert.

Update, 10. April, 18.07 Uhr: Müller sieht komplette nächtliche Ausgangssperre kritisch

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (56, SPD) sieht eine komplette nächtliche Ausgangssperre zur Eindämmung der Corona-Pandemie kritisch.

Eine solche Maßnahme, wie sie ein aktueller Entwurf der Bundesregierung zur Verschärfung des Infektionsschutzgesetzes ins Spiel bringt, sei "mit Sicherheit kritisch zu hinterfragen", teilte Müller am Samstag der Deutschen Presse-Agentur mit.

"Aus Berliner Sicht kann ich sagen, dass wir viele Maßnahmen in diesem Entwurf schon beschlossen haben." Es bleibe in der Verantwortung der Länder, das Gesetz umzusetzen, sollte es "in dieser oder ähnlicher Form verabschiedet werden".

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (56, SPD).
Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (56, SPD).  © Wolfgang Kumm/dpa

Update, 10. April, 17.34 Uhr: FDP zeigt sich äußerst kritisch wegen der bundesgesetzlichen Corona-Notbremse

Die FDP sieht einen am Samstag eingegangenen Entwurf für eine bundesgesetzliche Corona-Notbremse "äußert kritisch".

"Mit Rechtsverordnungen ohne Beteiligung des Parlaments soll die Bundesregierung zukünftig Grundrechte einschränken dürfen. Diese Idee sollten die Regierungsfraktionen verwerfen", forderte FDP-Chef Christian Lindner (42) nach Beratungen mit den Fachleuten seiner Partei.

Falsch sei auch eine alleinige Orientierung an dem Inzidenzwert von 100 Infektionen pro 100 000 Einwohnern binnen einer Woche. Dieser bilde das Pandemiegeschehen vor Ort nur unzureichend ab.

"Als Auslöser für massive Freiheitseinschränkungen ist eine schwankende Zahl, die auch nur politisch gegriffen ist, nicht geeignet", so Lindner. "Die vorgesehene scharfe Ausgangssperre schließlich ist unverhältnismäßig. Beispielsweise geht vom abendlichen Spaziergang eines geimpften Paares keinerlei Infektionsgefahr aus. Diese Bestimmung ist verfassungsrechtlich höchst angreifbar."

FDP-Chef Christian Lindner (42).
FDP-Chef Christian Lindner (42).  © Michael Kappeler/dpa

Update, 10. April, 16.05 Uhr: Zwei Profis von Arminia Bielefeld nach Corona-Fall in Quarantäne

Sergio Cordova vom Fußball-Bundesligisten Arminia Bielefeld ist positiv auf Corona getestet worden. Der 23 Jahre alte Angreifer habe sich in der vergangenen Woche "wahrscheinlich bei einem privaten Besuch in einer öffentlichen medizinischen Einrichtung angesteckt", teilte der Verein am Samstag mit.

Cordova habe sich "sofort in häusliche Quarantäne" begeben. Gesundheitlich gehe es ihm gut, der Profi zeige keinerlei Symptome. Aus Sicherheitsgründen wurde auch für Mittelfeldspieler Reinhold Yabo, der in Bielefeld in engem Kontakt zu Cordova steht, eine häusliche Quarantäne verordnet.

"Der PCR-Test von Reinhold Yabo war ebenso negativ wie bei allen anderen Spielern und Personen des Trainer- und Funktionsteams", hieß in der Mitteilung einen Tag nach dem 1:0-Heimsieg der Bielefelder gegen den SC Freiburg. Noch am Spieltag habe die Mannschaft samt Trainer- und Funktionsteam ab 6.30 Uhr einen weiteren PCR-Test durchgeführt.

Sergio Cordova (23) vom Fußball-Bundesligisten Arminia Bielefeld zwingt ein positiver Corona-Test in die Knie.
Sergio Cordova (23) vom Fußball-Bundesligisten Arminia Bielefeld zwingt ein positiver Corona-Test in die Knie.  © Friso Gentsch/dpa

Update, 10. April, 15.49 Uhr: Hannover 96 bangt um Spielerlaubnis gegen Heidenheim

Fußball-Zweitligist Hannover 96 bangt um seine Spielerlaubnis für die nächsten Tage. Vor dem Training am Samstagvormittag war der Corona-Schnelltest bei einem Profi positiv ausgefallen, wie der Verein auf Nachfrage mitteilte.

Daraufhin wurde ein PCR-Test vorgenommen. Die Auswertung wird im Laufe des Samstags erwartet. Erst dann steht fest, ob das zuständige Gesundheitsamt eingreifen muss. Das Training ist vorsichtshalber abgesagt worden. Zuerst hatte die Bild-Zeitung darüber berichtet.

Titelfoto: Stefan Gregorowius/TVNOW/dpa

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