Coronavirus: Anteil von Delta-Variante auf 15 Prozent fast verdoppelt

Deutschland/Welt - In Deutschland ist die bundesweite Corona-Inzidenz im Sinkflug. Doch macht die Delta-Mutante alles wieder kaputt? Die aktuellen Entwicklungen zu Sars-CoV-2 gibt es hier im Ticker.

In vielen Regionen Deutschlands hat die Außengastronomie mittlerweile wieder geöffnet.
In vielen Regionen Deutschlands hat die Außengastronomie mittlerweile wieder geöffnet.  © Angelika Warmuth/dpa

Laut Johns-Hopkins-Universität sind seit Beginn der Pandemie rund 3,7 Millionen nachgewiesene Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Deutschland aufgetreten. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte allerdings deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

90.523 Menschen sind hierzulande mit oder an dem Virus verstorben.

Der Sieben-Tage-Inzidenzwert liegt laut Robert-Koch-Institut bundesweit bei 7,2 (Vortag: 8).

Partnerschaft im Corona-Kampf: Siemens baut mit Biontech Impfstoffproduktion
Coronavirus Partnerschaft im Corona-Kampf: Siemens baut mit Biontech Impfstoffproduktion

Weltweit gibt es rund 178,8 Millionen bestätigte Fälle und inzwischen mehr als 3,87 Millionen Todesfälle (alle Daten Stand: 22. Juni, 14 Uhr).

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Update, 23. Juni, 19.28 Uhr: Anteil von Delta-Variante laut RKI auf 15 Prozent fast verdoppelt

Trotz weiter rückläufiger Sieben-Tage-Inzidenz wächst in Deutschland der Anteil der als besorgniserregend eingestuften Delta-Variante deutlich.

Er verdoppelte sich in einer Stichprobe im Vergleich zur Vorwoche fast auf nun 15,1 Prozent, wie aus einem Bericht des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwochabend hervorgeht.

Die Werte für die Woche zuvor wurden wegen Nachmeldungen rückwirkend von etwa sechs auf acht Prozent korrigiert. In den Daten ist damit nun in der dritten Woche in Folge eine ungefähre Verdopplung des Delta-Anteils abzulesen: von 4 auf 8 auf 15 Prozent. Dieses Tempo hatten Fachleute befürchtet.

Update, 23. Juni, 19.26 Uhr: Impfungen haben in Großbritannien bereits mehr als 14.000 Leben gerettet

Der britischen Regierung zufolge sind in der Corona-Pandemie bereits mehr als 14.000 Leben in dem Land mit Hilfe der Impfstoffe gerettet worden.

Allein im größten Landesteil England seien damit zudem 44.500 Krankenhauseinweisungen verhindert worden, sagte der britische Impf-Staatssekretär Nadhim Zahawi (54) am Mittwoch bei einer Pressekonferenz im Regierungssitz Downing Street.

In Großbritannien haben nach Angaben der Regierung inzwischen mehr als 80 Prozent der erwachsenen Bevölkerung eine Impfdosis erhalten. 60 Prozent der Erwachsenen wurden bereits zwei Mal geimpft.

Update, 23. Juni, 19.24 Uhr: New Yorks Gouverneur Cuomo hebt Corona-Ausnahmezustand auf

New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo (63) hat den wegen der Corona-Pandemie im März 2020 verhängten Ausnahmezustand in dem Bundesstaat wieder aufgehoben.

Ab Donnerstag sei der Ausnahmezustand außer Kraft, sagte Cuomo am Mittwoch bei einer Pressekonferenz.

Die Pandemie zu bekämpfen und die Bevölkerung zu impfen seien immer noch Prioritäten, aber das "Ausnahme-Kapitel dieses Kampfes" sei vorbei, teilte der Gouverneur via Twitter mit. Zugleich warnte er dort vor einer Ausbreitung der Delta-Variante.

Andrew Cuomo (63), Gouverneur von New York.
Andrew Cuomo (63), Gouverneur von New York.  © Carlo Allegri/Reuters Pool/AP/dpa

Update, 23. Juni, 18.07 Uhr: UEFA-Ermittlung gegen Nordmazedonien wegen möglichen Corona-Verstoßes

Nordmazedonien droht eine Strafe wegen eines möglichen Verstoßes gegen die Corona-Regeln der Europäischen Fußball-Union UEFA bei der EM.

Es sei eine Untersuchung eingeleitet worden, teilte der Kontinentalverband am Mittwoch mit.

Es gehe dabei um ein angebliches Fehlverhalten und einen potenziellen Verstoß gegen das so genannte "Return to Play Protokoll" der UEFA durch Spieler während der Corona-Tests am vergangenen Samstag in Amsterdam.

Update, 23. Juni, 18.05 Uhr: Frankreich bekommt Corona-Hilfen von fast 40 Milliarden Euro

Nach Deutschland und anderen EU-Partnern hat nun auch Frankreich grünes Licht aus Brüssel für seinen milliardenschweren Wiederaufbauplan erhalten.

Ein Schwerpunkt des Plans zur Überwindung der coronabedingten Wirtschaftskrise sei der Klimaschutz, erklärte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (62) am Mittwoch. Sie überbrachte Staatschef Emmanuel Macron (43) das positive Votum persönlich.

"Alles in allem wird der französische Plan Frankreich helfen, seine Eigenständigkeit und seine Führungsrolle zu behalten", sagte sie vor dem Pariser Élyséepalast.

Update, 23. Juni, 18.04 Uhr: Israel verschiebt Einreiseerlaubnis für geimpfte Touristen

Wegen eines Anstiegs von Corona-Neuinfektionen verschiebt Israel die geplante pauschale Einreiseerlaubnis für geimpfte Individualtouristen um einen Monat.

Erst ab 1. August sollen Urlauber ohne vorherige Genehmigung ins Land kommen dürfen, wie eine Sprecherin des Tourismusministeriums am Mittwoch bestätigte.

Noch am Sonntagabend hatte Innenministerin Ajelet Schaked von der ultrarechten Jamina-Partei auf Facebook geschrieben, geimpfte Individualtouristen dürften ab 1. Juli einreisen.

Am Montag stieg allerdings die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen auf mehr als 100 innerhalb von 24 Stunden - das erste Mal seit zwei Monaten. Die meisten davon stehen nach offiziellen Angaben in Verbindung mit der Delta-Variante des Virus.

Update, 23. Juni, 16.41 Uhr: Schweiz lockert Corona-Maßnahmen: Wieder Einreise aus USA möglich

Die Schweiz lockert die Corona-Maßnahmen und öffnet zugleich ihre Grenzen weiter als bisher. So sei jetzt auch die Einreise von Bürgern aus Drittstaaten wie den USA oder Serbien wieder möglich, teilte der Bundesrat am Mittwoch mit.

Beschränkungen gelten nur noch für Gäste aus Gebieten mit besorgniserregenden Virusvarianten.

Wer von dort kommt - zum Beispiel aus Großbritannien - und weder geimpft noch genesen ist, braucht einen negativen Corona-Test und muss in Quarantäne.

Update, 23. Juni, 15.40 Uhr: Wohnungsunternehmen verzeichnen trotz Corona kaum Mietausfälle

Mieterinnen und Mieter in Deutschland haben trotz der Pandemie größtenteils weiter ihre Miete gezahlt.

Seit der Corona-Krise lägen die Mietausfälle bei den Wohnungsunternehmen zwischen null und zwei Prozent, teilte der Dachverband Zentraler Immobilien Ausschuss (ZIA) am Mittwoch in Berlin mit.

Das sei eine ähnliche Quote wie in den Jahren zuvor.

Update, 23. Juni, 15.35 Uhr: EU-Gesundheitsbehörde rechnet mit starker Delta-Ausbreitung in Europa

Die zunächst in Indien aufgetretene Delta-Variante des Coronavirus wird sich nach Einschätzung der EU-Gesundheitsbehörde ECDC im Laufe des Sommers deutlich in Europa ausbreiten.

"Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Delta-Variante während des Sommers stark zirkulieren wird", erklärte ECDC-Direktorin Andrea Ammon am Mittwoch.

Dies gelte ganz besonders für Jüngere, die nicht zu den Zielgruppen der Impfkampagnen gehörten.

Dies könne ein Risiko verursachen, dass sich gefährdetere Personen anstecken und einen schwerwiegenden Krankheitsverlauf erleben oder sterben könnten, wenn sie nicht vollständig geimpft seien.

Update, 23. Juni, 15.30 Uhr: Siemens baut mit Biontech Impfstoffproduktion in Singapur

Siemens wird Partner von Biontech beim Aufbau einer Impfstoffproduktion in Singapur.

Man wolle die Zusammenarbeit beim schnellen Auf- und Ausbau von Kapazitäten intensivieren, teilte Siemens am Mittwoch mit.

Der Münchner Konzern war bereits am schnellen Umbau einer Produktion in Marburg beteiligt.

"Jetzt wollen wir diesen Erfolg gemeinsam auf andere Fertigungsstätten übertragen – und so den Covid-19-Impfstoff möglichst schnell weltweit verfügbar machen", sagte Siemens-Vorstand Cedrik Neike (48).

Titelfoto: Christoph Schmidt/dpa

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