Coronavirus: Baerbock fordert Ausweitung niedrigschwelliger Impfangebote

Deutschland/Welt - In Deutschland stagnieren die Corona-Zahlen derzeit. Gleichzeitig ist die Impfwilligkeit der Menschen ins Stocken geraten. Die aktuellen Entwicklungen zu Sars-CoV-2 gibt es hier im Ticker.

In Deutschland hat die Gastronomie wieder geöffnet.
In Deutschland hat die Gastronomie wieder geöffnet.

Laut Johns-Hopkins-Universität sind seit Beginn der Pandemie mehr als 4,1 Millionen nachgewiesene Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Deutschland aufgetreten. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte allerdings deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Insgesamt 92.967 Menschen sind hierzulande mit oder an dem Virus bereits verstorben. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit knapp 3,9 Millionen an.

Der Sieben-Tage-Inzidenzwert liegt laut Robert-Koch-Institut bundesweit bei 70,5 (Vortag: 72).

Coronavirus in Berlin: Mehr als 20.000 Auffrischungsimpfungen in der Hauptstadt
Coronavirus Coronavirus in Berlin: Mehr als 20.000 Auffrischungsimpfungen in der Hauptstadt

Weltweit gibt es mehr als 228,4 Millionen bestätigte Fälle und inzwischen 4,69 Millionen Todesfälle (alle Daten Stand: 19. September, 22.30 Uhr).

+++ Ältere Informationen zur Corona-Situation findet Ihr im TAG24-Coronavirus-Newsarchiv +++

Update, 19. September, 22.36 Uhr: Baerbock fordert Ausweitung niedrigschwelliger Impfangebote

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie setzt die Kanzlerkandidatin der Grünen, Annalena Baerbock (40), auf eine Ausweitung niedrigschwelliger Impfangebote.

Diese sollten länger als eine Woche verfügbar sein, etwa in Supermärkten oder Sporteinrichtungen, sagte Baerbock am Sonntagabend im dritten sogenannten TV-Triell der Kanzlerkandidaten von Union, SPD und Grünen mit Blick auf die zu Ende gegangene Impfaktionswoche.

Annalena Baerbock (40), Kanzlerkandidatin und Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen.
Annalena Baerbock (40), Kanzlerkandidatin und Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 19. September, 22.30 Uhr: "Fury in the Slaughterhouse" treten auf - Corona-Spürhunde im Einsatz

Corona-Spürhunde sollen Konzerte sicherer machen: Beim bundesweit ersten Praxiseinsatz der Tiere hat die Band "Fury in the Slaughterhouse" in Hannover gespielt.

Zugelassen waren am Sonntag 500 Besucher, alle mussten vorher einen Antigen-Schnelltest und einen PCR-Test machen und eine Schweißprobe für die Hunde abgeben. Fünf bis sechs Hunde sollten im Einsatz sein, dabei sollten die Tiere nicht durch die Menschenmenge laufen, sondern davon abgesondert die Proben beschnüffeln.

Beim bundesweit ersten Praxiseinsatz der Tiere hat die Band "Fury in the Slaughterhouse" in Hannover gespielt.
Beim bundesweit ersten Praxiseinsatz der Tiere hat die Band "Fury in the Slaughterhouse" in Hannover gespielt.  © Michael Matthey/dpa

Update, 19. September, 19.39 Uhr: Fauci: US-Empfehlung zu Auffrischungsimpfung ist nicht endgültig

Der US-amerikanische Immunologe Anthony Fauci (80) sieht in der Experten-Entscheidung gegen allgemeine Corona-Auffrischungsimpfungen in den USA keinen Rückschlag für US-Präsident Joe Biden (78).

Die Bewertung der Experten könne sich künftig auch noch ändern, sagte der Präsidenten-Berater Fauci am Sonntag.

Die US-Arzneimittelbehörde FDA empfahl den dritten Piks am Freitag doch nur für bestimmte Risikogruppen, nachdem die US-Regierung zuvor trotz der noch ausstehenden FDA-Entscheidung schon einen Impfstart für alle für diesen Montag (20. September) angekündigt hatte.

Update, 19. September, 17.40 Uhr: "Das wollt Ihr nicht": Komiker Chris Rock hat Covid

Komiker Chris Rock (56) hat sich eigenen Worten zufolge mit dem Coronavirus angesteckt.

"Hey Leute, ich habe gerade rausgefunden, dass ich Covid habe, vertraut mir, das wollt Ihr nicht. Lasst Euch impfen", schrieb der 56-Jährige am Sonntag auf Twitter.

Es blieb dabei zunächst unklar, ob Rock sich mit der Delta-Variante angesteckt hat, die sich in den USA stark ausbreitet.

Update, 19. September, 15.54 Uhr: Nach neuem Corona-Dekret: Deutlich mehr Impf-Anmeldungen in Italien

Nach der Ankündigung eines neuen Corona-Dekrets wollen sich in Italien mehr Menschen als davor impfen lassen.

Im Vergleich zur Vorwoche stiegen die Anmeldungen für eine Erstimpfung landesweit zwischen 20 und 40 Prozent.

Allein am Samstag hätten sich 35 Prozent mehr Menschen gemeldet als am Samstag davor, um sich impfen zu lassen.

Update, 19. September, 13.15 Uhr: Lindner appelliert an Bürger: "Bitte lassen Sie sich impfen"

Mit einem Aufruf zum Impfen gegen das Coronavirus hat der FDP-Vorsitzende Christian Lindner (42) seine Rede beim Bundesparteitag der Liberalen eröffnet.

Die FDP sei die Partei der Freiheit, dieses Bekenntnis sei aber untrennbar verbunden mit dem Gedanken der Verantwortung, sagte Lindner am Sonntag in Berlin. "Wer in Freiheit leben will, muss dafür auch selbst Verantwortung übernehmen. Und deshalb ist unser Appell an die Menschen im Land: Bitte lassen Sie sich impfen! Schützen Sie sich und andere durch eine Impfung."

Lindner betonte, es dürfe in Deutschland auch im Herbst nicht wieder zu pauschalen Freiheitseinschränkungen und einem Lockdown kommen.

Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner (42).
Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner (42).  © Jörg Carstensen/dpa

Update, 19. September, 12.35 Uhr: "Ozapft is" mit 139 Schlägen in 51 Münchner Gaststätten

Mit einem dezentralen "Ozapft is" haben die Münchner das wegen der Coronapandemie abgesagte Oktoberfest gefeiert. Bei der Wirthauswiesn der Innenstadt- und Wiesnwirte brauchte es am Samstag in 51 Gaststätten 139 Schläge, bis das Bier floss, wie die Veranstalter am Sonntag mitteilten.

Mit dem Anzapf-Ritual eröffnet gemeinhin der amtierende Münchner Oberbürgermeister das Oktoberfest. Dieses Jahr schwangen in den Gaststätten Wirte und Braumeister, aber auch ein Playmate und ein Pfarrer den Schlegel - und auch ein Minister: Bayerns Justizminister Georg Eisenreich (CSU) habe im Augustiner Klosterwirt zwei Schläge und einen kleinen Nachschlag - also zweieinhalb - gebraucht, hieß es.

Update, 19. September, 5 Uhr: Haus der Geschichte: Mehr als 1500 Objekte zur Corona-Krise gesammelt

Das Haus der Geschichte in Bonn hat inzwischen rund 1500 Objekte zur Corona-Krise zusammengetragen.

"Wir haben mehr gesammelt als sonst üblich, weil man wohl auch rückblickend sagen wird, dass Corona ein prägendes Ereignis der Zeitgeschichte ist", sagte Sammlungsdirektor Dietmar Preißler der Deutschen Presse-Agentur.

Atemschutzmasken, Impfampullen, ein Bierkrug des abgesagten Oktoberfestes: Das Museum hat die Pandemie von Beginn an zum Thema gemacht und ein Sammlungskonzept erstellt mit Kategorien wie "Corona im Alltag"oder "Corona und Wirtschaft". Institutionen und Privatleute haben Gegenstände zur Verfügung gestellt, die die Krise illustrieren.

Die Tür eines ausrangierten Bundeswehr-Airbus, mit dem zu Beginn der Pandemie Corona-Kranke aus dem Ausland in Krankenhäuser nach Deutschland geflogen wurden, liegt auf einem Tisch.
Die Tür eines ausrangierten Bundeswehr-Airbus, mit dem zu Beginn der Pandemie Corona-Kranke aus dem Ausland in Krankenhäuser nach Deutschland geflogen wurden, liegt auf einem Tisch.  © Axel Thünker/Stiftung Haus der Geschichte/dpa

Update, 19. September, 4.20 Uhr: Watzke: Gut gefüllte Fußballstadien "verantwortbares Risiko"

Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hat sich erneut für die Zulassung größerer Zuschauermengen in den Fußballstadien stark gemacht.

"Wenn die überwiegende Mehrheit der Zuschauer geimpft und die Kinder getestet sind, halte ich Fußballspiele vor gut gefüllten Häusern für ein verantwortbares Risiko, zumal wir extrem hohen Aufwand betreiben, um maximal sichere Veranstaltungen durchzuführen", sagte der BVB-Chef der Welt am Sonntag. Er habe "sehr viel Zuversicht", dass bald wieder deutlich mehr Fans in die Arenen dürfen.

Dazu könne die Anwendung des 2G-Prinzips beitragen, bei dem nur gegen Corona Geimpften und von einer Infektion Genesenen der Zutritt erlaubt ist - "allerdings unter Berücksichtigung von Kindern und Jugendlichen", wie Watzke sagte.

Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hat sich erneut für die Zulassung größerer Zuschauermengen in den Fußballstadien stark gemacht.
Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hat sich erneut für die Zulassung größerer Zuschauermengen in den Fußballstadien stark gemacht.  © David Inderlied/dpa

Update, 19. September, 4.18 Uhr: RKI registriert 7337 Corona-Neuinfektionen: Inzidenz bei 70,5

Die 7-Tage-Inzidenz in Deutschland ist am sechsten Tag in Folge gesunken.

Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Sonntagmorgen mit 70,5 an. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 7337 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 4.13 Uhr wiedergeben.

Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 38 Todesfälle verzeichnet.

Titelfoto: Kay Nietfeld/dpa

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