Coronavirus: Bundesländer rufen vor Weihnachten zu Selbstquarantäne auf

Deutschland/Welt - Das Coronavirus wird Deutschland wohl noch Monate in Atem halten. Abstand halten und Maske tragen dürften noch die geringeren Hürden bleiben. Denn fast im gesamten November heißt es nun wieder: Lockdown!

Bundesweit gilt in den Einkaufszentren: Bitte Maske tragen und Abstand halten!
Bundesweit gilt in den Einkaufszentren: Bitte Maske tragen und Abstand halten!  © Christoph Soeder/dpa

In Deutschland wurden mittlerweile 946.822 Infektionen bestätigt. 14.460 Corona-Patienten starben hierzulande an der Infektion oder den Folgen, während 636.700 als genesen gelten (Stand 24. November, 6.50 Uhr).

Die USA haben weltweit die meisten Fälle registriert: Über 12,41 Millionen Infizierte und 257.671 Tote wurden bereits erfasst (Stand 24. November, 6.50 Uhr).

Weltweit gibt es insgesamt mehr als 59,16 Millionen bestätigte Fälle und inzwischen 1.396.359 Todesfälle (Stand 24. November, 6.50 Uhr).

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 gibt es hier im Ticker.

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Update, 24. November, 9.38 Uhr: Corona-Neuinfektionen in Israel auf Vier-Wochen-Hoch

Die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist in Israel auf den höchsten Stand seit rund vier Wochen gestiegen. Wie das Gesundheitsministerium am Dienstag mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 943 neue Fälle registriert.

Mehr Neuinfektionen waren zuletzt am 22. Oktober mit 1032 vermeldet worden. Von den mehr als 52.000 gemachten Tests fielen 1,8 Prozent positiv aus, dies liegt auf dem Niveau der vorangegangenen Tage.

In dem Neun-Millionen-Einwohner-Land verlief die Pandemie im Frühjahr vergleichsweise milde, auch wegen strikter Maßnahmen der Regierung. Nach umstrittenen Lockerungen nahmen die Fallzahlen im Sommer jedoch massiv zu. Die Regierung verhängte Mitte September einen zweiten landesweiten Lockdown. Ab Mitte Oktober begann die Regierung damit, schrittweise Lockerungen umzusetzen, etwa bei der Wiederöffnung der Schulen.

In Israel gab es bislang 330.330 gemeldete Corona-Infektionen.
In Israel gab es bislang 330.330 gemeldete Corona-Infektionen.  © Oded Balilty/AP/dpa

Update, 24. November, 9.26 Uhr: Länder wollen mit Kirchen über Weihnachtsgottesdienste sprechen

Die Ministerpräsidenten der Länder wollen mit den Kirchen über mögliche Vereinbarungen für Weihnachtsgottesdienste sprechen.

"Bund und Länder werden das Gespräch mit den Religionsgemeinschaften suchen, um möglichst Vereinbarungen für Gottesdienste und andere religiöse Zusammenkünfte mit dem Ziel einer Kontaktreduzierung zu treffen", heißt es in einem Beschlussentwurf der Länder. "Religiöse Zusammenkünfte mit Großveranstaltungscharakter gilt es dabei zu vermeiden."

Update, 24. November, 9.20 Uhr: Europaparlament kritisiert Grenzschließungen innerhalb der EU

Die Abgeordneten des Europaparlaments haben sich gegen Grenzschließungen innerhalb der Europäischen Union während der Corona-Pandemie ausgesprochen.

Anstatt die Grenzen dicht zu machen, sollten Mitgliedstaaten anderen Regelungen treffen, die Sicherheit und Gesundheitsschutz auch beim Grenzübertritt gewährleisteten, hieß es am Dienstag in einer Erklärung. Die übereilten und unkoordinierten Schließungen hätten Menschen in Grenznähe stark getroffen und einen negativen Einfluss auf internationale Geschäfte, die Wissenschaft und die Tourismusbranche gehabt.

Eine schnelle Rückkehr zu einem voll funktionalen Schengenraum ist den Abgeordneten zufolge von entscheidender Bedeutung. Bewegungsfreiheit sei einer der Grundpfeiler einer funktionierenden EU und zeitgleich eine ihrer größten Errungenschaften. Mitgliedstaaten sollten verhindern, dass zeitweise eingeführte Grenzkontrollen quasi permanent würden.

Update, 24. November, 9.09 Uhr: Laschet relativiert Satz zu «härtesten Weihnachten» seit dem Krieg

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat eine umstrittene Aussage zum Weihnachtsfest in der Corona-Pandemie relativiert.

Nachdem er in der "Welt am Sonntag" gesagt hatte, "Es wird wohl das härteste Weihnachten, das die Nachkriegsgenerationen je erlebt haben", betonte Laschet am Montagabend im ZDF-"heute-journal": "Natürlich ist es auf Lesbos schlimmer und natürlich ist es in Afrika in Elendsvierteln schlimmer. Das ist ja alles wahr. Aber die Botschaft ist: Dieses Weihnachten wird anders sein als alle Weihnachten, wie wir sie kennen. Es wird Verzicht bedeuten."

Laschets Weihnachtssatz in der "Welt am Sonntag" hatte vor allem im Internet für viel Kritik gesorgt. Laschet sagte im "heute-journal", auch er habe einige Twitter-Nachrichten bekommen.

Armin Laschet (CDU) ist der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen.
Armin Laschet (CDU) ist der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen.  © Sascha Steinbach/epa Pool/dpa

Update, 24. November, 9.01 Uhr: Mehr als 169.000 Corona-Neuinfektionen und knapp 900 Tote in den USA

In den USA breitet sich die Corona-Pandemie weiter rasant aus. Am Montag meldeten die Behörden binnen eines Tages 169.190 nachgewiesene Neuinfektionen, wie aus Daten der Universität Johns Hopkins (JHU) in Baltimore vom Dienstagmorgen (MEZ) hervorging.

Am gleichen Tag der Vorwoche waren es rund 160.000 gewesen. Am Freitag war mit rund 196.000 Neuinfektionen der bislang höchste Wert registriert worden.

Die Zahl der Toten mit einer bestätigten Coronavirus-Infektion binnen 24 Stunden belief sich am Montag auf 889. In der Woche zuvor waren es am gleichen Tag 758. Erstmals seit Anfang Mai war am Donnerstag mit 2015 neuen Todesfällen wieder die 2000er-Marke überschritten worden. Der höchste Wert an einem Tag wurde am 15. April mit 2609 Toten erreicht.

Insgesamt haben sich in dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern mehr als 12,4 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Seit Beginn der Pandemie starben mehr als 257.000 Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2 - mehr als in jedem anderen Land der Welt.

Update, 24. November, 8.53 Uhr: Linnemann: Corona-Finanzhilfen nicht zielgerichtet

Der Vorsitzende der CDU/CSU-Mittelstandsunion, Carsten Linnemann, hat eine zielgerichtete Verteilung der Corona-Finanzhilfen gefordert. "Es ist richtig, dass wir uns verschulden, aber bitte nicht so auf Pump, wie wir es im Moment machen", sagte Linnemann am Dienstag im ZDF-"Morgenmagazin".

An der einen Stelle würden die Hilfen überkompensiert. So bekämen etwa Fast-Food-Ketten 75 Prozent der Umsätze aus dem Vorjahr für Verkäufe im Restaurant und könnten weiter Geld mit dem Außer-Haus-Verkauf einnehmen.

Gleichzeitig erhielten Einzelhändler keine Unterstützung, obwohl in vielen Innenstädten die Kunden wegblieben. "Da verstehe ich den Einzelhandel, dass der sauer ist, dass auf der einen Seite überkompensiert wird und auf der anderen Seite nicht geholfen wird", sagte Linnemann.

Carsten Linnemann ist der Vorsitzende der CDU/CSU-Mittelstandsunion.
Carsten Linnemann ist der Vorsitzende der CDU/CSU-Mittelstandsunion.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 24. November, 8.49 Uhr: Länder für strenge Kontaktbeschränkungen vom 1. Dezember an

Die Ministerpräsidenten der Länder plädieren im Kampf gegen die anhaltend hohen Corona-Infektionszahlen für strenge Kontaktbeschränkungen vom 1. Dezember an - für Weihnachten und Silvester soll es eine Sonderregelung geben.

"Private Zusammenkünfte mit Freunden, Verwandten und Bekannten sind auf den eigenen und einen weiteren Haushalt, jedoch in jedem Falle auf maximal fünf Personen zu beschränken", heißt es in einem entsprechenden Beschlussentwurf der Länder.

Update, 24. November, 8.42 Uhr: Länder: 20 Corona-Schnelltests pro Woche für Pflegebedürftige

Die Ministerpräsidenten der Länder wollen den Schutz von Risikogruppen wie Pflegebedürftigen verbessern. So sollten im Rahmen der Corona-Teststrategie je Pflegebedürftigem 20 Schnelltests pro Woche vorgesehen werden.

Der Bund will für die Risikogruppen ab Anfang Dezember gegen eine geringe Eigenbeteiligung die Abgabe von insgesamt 15 FFP-2-Masken ermöglichen - rechnerisch eine pro Winterwoche. Die Ministerpräsidenten schlagen zudem vor, dass Bund und Länder sich darauf einigen, das Zeitintervall der häuslichen Quarantäne grundsätzlich einheitlich auf im Regelfall zehn Tage festzulegen.

"Mit den nunmehr in größerer Zahl zur Verfügung stehenden Antigen-Schnelltests ist eine testgestützte Verkürzung der Quarantänezeit möglich." Einen kürzere Quarantänezeit entlaste die betroffenen Bürger und die Gesundheitsämter und mildere die wirtschaftlichen Folgen von Quarantäneanordnungen für den Einzelnen und für die Volkswirtschaft.

Bis zu 20 Corona-Schnelltests pro Woche sollen für Risikkogruppen zur Verfügung stehen, zumindest wenn es nach den Ministerpräsidenten der Länder geht.
Bis zu 20 Corona-Schnelltests pro Woche sollen für Risikkogruppen zur Verfügung stehen, zumindest wenn es nach den Ministerpräsidenten der Länder geht.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 24. November, 8.29 Uhr: Länder bitten Arbeitgeber um Betriebsferien oder Homeoffice-Lösungen

Die Ministerpräsidenten der Länder wollen im Kampf gegen die hohen Corona-Infektionszahlen die Arbeitgeber rund um Weihnachten um Unterstützung bitten.

Arbeitgeber sollten prüfen, ob die Betriebsstätten entweder durch Betriebsferien oder großzügige Homeoffice-Lösung vom 23. Dezember bis 1. Januar geschlossen werden könnten. Damit solle bundesweit der Grundsatz "Stay at Home" ("Bleibt Zuhause") umgesetzt werden.

Update, 24. November, 8.17 Uhr: Länder-Entwurf: Maskenpflicht in Corona-Hotspots ab Klasse sieben

In Regionen mit deutlich mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen soll nach dem Willen der Länder künftig ab Klasse sieben grundsätzlich eine Maskenpflicht auch im Unterricht gelten.

In "besonderen Infektionshotspots" soll es demnach in älteren Jahrgängen außer Abschlussklassen schulspezifisch "weitergehende Maßnahmen für die Unterrichtsgestaltung" geben, beispielsweise Hybridunterricht.

Titelfoto: Odd Andersen/AFP/POOL/dpa

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