Coronavirus: Bundeswirtschafts-ministerium will Corona-Hilfen vereinfachen

Deutschland/Welt - Das Coronavirus dürfte Deutschland auch noch in den nächsten Monaten in Atem halten. Auf ausreichend Abstand zueinander achten und Maske tragen sind da noch die geringeren Hürden.

Eine Joggerin läuft an einem Graffiti mit der Aufschrift "Stay Home - Life is beautiful" ("Bleib zu Hause, das Leben ist schön") vorbei.
Eine Joggerin läuft an einem Graffiti mit der Aufschrift "Stay Home - Life is beautiful" ("Bleib zu Hause, das Leben ist schön") vorbei.  © dpa/AP/Marcio Jose Sanchez

Laut der Johns-Hopkins-Universität sind seit Beginn der Pandemie insgesamt 2.050.180 nachgewiesene Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Deutschland aufgetreten. 1.693.562 davon sollen inzwischen wieder genesen sein.

Hierzulande starben bereits insgesamt 46.781 Menschen mit oder an dem Virus.

Die USA haben nach wie vor weltweit die meisten Fälle registriert: Über 23,8 Millionen Infizierte und 397.008 Tote wurden bereits erfasst.

Weltweit gibt es insgesamt mehr als 94,8 Millionen bestätigte Fälle und inzwischen 2.027.419 Todesfälle (alle Angaben Stand 17. Januar, 22 Uhr).

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 gibt es hier im Ticker.

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Update, 17. Januar, 20.52 Uhr: Kommt die bundesweite Ausgangssperre? Details neuer Corona-Regeln zeichnen sich ab

Seit Mitte Dezember befindet sich ganz Deutschland im harten Lockdown. Eine Ende des Herunterfahrens des öffentlichen Lebens in der Bundesrepublik ist momentan noch nicht abzusehen.

Am Dienstag beraten Bund und Länder wie es in Deutschland weitergehen soll. Verschärfungen sind im Gespräch. Kommt die bundesweite Ausgangssperre?

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In manchen Teilen der Bundesrepublik, wie hier in Baden-Württemberg, gibt es bereits eine nächtliche Ausgangssperre.
In manchen Teilen der Bundesrepublik, wie hier in Baden-Württemberg, gibt es bereits eine nächtliche Ausgangssperre.  © Marijan Murat/dpa

Update, 17. Januar, 18.38 Uhr: Strengere Test-Pflichten auch für Einreisen aus Brasilien

Auch für Einreisen aus Brasilien gelten in Deutschland bald besonders strenge Corona-Testpflichten.

Wie aus einer am Sonntagabend aktualisierten Übersicht des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht, gilt Brasilien von diesem Dienstag an als ein Gebiet, in dem neue Virus-Varianten mit wohl besonderen Risiken kursieren.

Wer in den letzten zehn Tagen vor der Einreise in einem solchen Gebiet war, muss schon vor der Einreise ein negatives Corona-Testergebnis haben und es auch der Fluggesellschaft vorlegen können. Als solche Gebiete gelten bisher schon Großbritannien, Irland und Südafrika.

Update, 17. Januar, 18.05 Uhr: Quarantäne-Chaos bei den Australian Open: Angelique Kerber im Hotel isoliert

Von wegen Happy Slam!

Kaum haben die ersten Tennisprofis um die deutsche Nummer eins Angelique Kerber nach aufwendig organisierter Anreise australischen Boden betreten, trifft mehr als 70 von ihnen das ganze Ausmaß des Corona-Dilemmas knallhart.

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Angelique Kerber (32) darf nicht wie geplant für fünf Stunden am Tag Ihr Hotelzimmer verlassen.
Angelique Kerber (32) darf nicht wie geplant für fünf Stunden am Tag Ihr Hotelzimmer verlassen.  © Aaron Favila/AP/dpa

Update, 17. Januar, 17.42 Uhr: Wasserwerfer und Schlagstöcke bei Demo in Amsterdam

Die niederländische Polizei hat am Sonntag in Amsterdam eine Demonstration gegen die Regierung aufgelöst und dabei auch Wasserwerfer, Hunde und Schlagstöcke eingesetzt.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur ANP und des Senders NOS hatten sich trotz eines Verbots mehrere Hundert Menschen vor dem Reichsmuseum im Stadzentrum versammelt, unter dem Motto "Nie mehr für das Kabinett Rutte stimmen" sowie "Niederlande im Widerstand".

Auf einem Spruchband stand "Covid-Impfung = Gift", auf einem anderen "Trump". Nur wenige Demonstranten trugen Corona-Schutzmasken; der geforderte Mindestabstand von 1,5 Meter wurde meist ignoriert.

Update, 17. Januar, 17.39 Uhr: Corona offenbar im Griff: China legt Wachstumszahlen für 2020 vor

China legt am Montag die Zahlen für das Wachstum seiner Wirtschaft im abgelaufenen Jahr vor. Da das bevölkerungsreichste Land der Erde das Coronavirus seit dem Sommer weitestgehend im Griff hat und nur vereinzelt Infektionen und kleinere Ausbrüche zählt, haben sich die wirtschaftlichen Aktivitäten wieder normalisiert.

Während der Rest der Welt eine Rezession erlebt, dürfte China daher aus Sicht von Analysten als einzige große Volkswirtschaft im abgelaufenen Jahr ein Wachstum verzeichnet haben. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hatte in China zuletzt mit einem BIP-Wachstum von 1,9 Prozent für 2020 gerechnet. Besonders im Abschlussquartal dürfte die Wirtschaft laut Vorhersagen kräftig angezogen sein.

Als Zeichen für die anhaltende Erholung nach der Corona-Krise hatte sich der Außenhandel der Volksrepublik zuletzt deutlich positiv entwickelt. Wie die Pekinger Zollbehörde vergangene Woche mitgeteilt hatte, waren allein im Dezember die Exporte im Vorjahresvergleich um 18,1 Prozent gestiegen. Die Importe hatten um 6,5 Prozent zugelegt.

Chinas Führungsriege kann gute Wirtschaftszahlen vorweisen.
Chinas Führungsriege kann gute Wirtschaftszahlen vorweisen.  © Wang Ye/XinHua/dpa

Update, 17. Januar, 16.34 Uhr: Epidemiologe: Lockdown noch mindestens mehrere Wochen nötig

Ein Stück weit sind die Corona-Zahlen seit Weihnachten schon gesunken, doch nach Experteneinschätzung wird der Lockdown noch mindestens mehrere Wochen nötig sein.

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Das Hinweisschild zur Maskenpflicht auf dem leeren Marktplatz im thüringischen Greiz.
Das Hinweisschild zur Maskenpflicht auf dem leeren Marktplatz im thüringischen Greiz.  © Bodo Schackow/dpa

Update, 17. Januar, 15.37 Uhr: London-Mutante in Belgien entdeckt

In einem Altenheim in Belgien sind zahlreiche Bewohner mit dem zuerst in England entdeckten mutierten Coronavirus infiziert worden.

In dem Heim "De Groene Verte" in Merkem im Westen Flanderns seien 75 Menschen - zwei Drittel aller Bewohner - positiv auf den neuen Virustyp getestet worden, meldete die Nachrichtenagentur Belga am Sonntag.

Alle gesellschaftlichen Aktivitäten in der Gemeinde seien nun untersagt. Nur Schulen, Kitas und medizinische Dienste blieben geöffnet. Im übrigen Gebiet der Gemeinde stieg die Zahl der Fälle auf 53 an. "Der Ursprung des Ausbruchs ist noch unbekannt, aber wir sind jetzt bei der Kontaktnachverfolgung", sagte Bürgermeister Joris Hindryckx nach Angaben von Belga.

Nach wochenlangem Rückgang sind die täglichen Corona-Fallzahlen in Belgien zuletzt wieder deutlich gestiegen.

Update, 17. Januar, 14.45 Uhr: Bundeswirtschaftsministerium will Corona-Hilfen vereinfachen

Nach Kritik an schleppenden Hilfen für Unternehmen mit Einbußen durch Corona-Beschränkungen strebt Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) einfachere Bedingungen an. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur schlägt sein Ministerium Änderungen bei der Überbrückungshilfe III vor.

So sollen Firmen eine Förderung für jeden Monat erhalten können, in dem sie einen Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent nachweisen können - weitere Nachweise sollen entfallen, wie zuerst Der Spiegel (Sonntag) berichtete.

Damit Unterstützung schnell bei Firmen ankommt, soll die maximale Höhe von Abschlagszahlungen auf insgesamt 150.000 Euro angehoben werden - dies sind Vorschüsse auf spätere Zahlungen.

In den Katalog erstattungsfähiger Fixkosten sollen außerdem Abschreibungen auf verderbliche und saisonale Waren aufgenommen werden. Die Vorschläge werden nach dpa-Informationen nun zunächst in der Bundesregierung, vor allem mit dem Finanzministerium, abgestimmt.

Ein Stift liegt auf einem Antrag für den Corona-Soforthilfe-Zuschuss.
Ein Stift liegt auf einem Antrag für den Corona-Soforthilfe-Zuschuss.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 17. Januar, 14.42 Uhr: Mehrere Länder planen härteres Vorgehen gegen Quarantäne-Verweigerer

Mehrere Bundesländer wollen in der Corona-Pandemie härter gegen Quarantäne-Verweigerer vorgehen. Neben hohen Bußgeldern kommt es künftig im Extremfall zur Zwangseinweisung an zentralen Stellen, berichtete die Welt am Sonntag und verwies auf eigene Recherchen.

Demnach wären Menschen betroffen, die die amtliche Anordnung missachten, sich wegen einer möglichen oder tatsächlichen Corona-Infektion für bestimmte Zeit zu isolieren. Mit einem Richterbeschluss können sie bei wiederholtem Verstoß oder Weigerung für bestimmte Zeit unter Aufsicht untergebracht werden.

Update, 17. Januar, 13.42 Uhr: Gesundheitsministerium lehnt Vorstoß zu Vorteilen für Geimpfte ab

Das Bundesgesundheitsministerium hat einen Vorstoß von Außenminister Heiko Maas (SPD) zurückgewiesen, geimpften Menschen Ausnahmen von Corona-Beschränkungen zu ermöglichen.

Mehr Informationen findet Ihr >> hier +++

In einem geschlossenen Restaurant sind die Stühle umgedreht auf den Tischen.
In einem geschlossenen Restaurant sind die Stühle umgedreht auf den Tischen.  © Christophe Gateau/dpa

Update, 17. Januar, 11.28 Uhr: Patientenschützer kritisiert Maas in Debatten über Impf-Privilegien

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz hat Außenminister Heiko Maas (SPD) scharf für den Vorschlag kritisiert, Menschen mit Corona-Impfung früher als anderen den Besuch von Restaurants oder Kinos zu erlauben.

Vorstand Eugen Brysch sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND), Maas befeuere eine "Gespenster-Diskussion" über Impf-Privilegien. Es gebe zu wenig Impfstoff. "Bei der Organisation des Impfangebots hapert es. Auch weiß heute niemand, ob ein Geimpfter das Virus weitergeben kann." Als Außenminister sei Maas zudem nicht zuständig für das Thema.

Maas hatte der Bild am Sonntag gesagt: "Geimpfte sollten wieder ihre Grundrechte ausüben dürfen."

Titelfoto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

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