Coronavirus: Corona-Fallsterblichkeit laut RKI aktuell bei unter 1 Prozent

Deutschland/Welt - Das Coronavirus wird Deutschland wohl noch lange Zeit beschäftigen. Abstand halten und Maske tragen dürfte deshalb noch für eine ganze Weile an der Tagesordnung stehen. Örtlich kommt es derzeit auch wieder zu schärferen Maßnahmen zum Schutz vor einer weiteren Ausbreitung.

Eine Frau, die einen Mund-Nasen-Schutz trägt, geht auf der Frankfurter Einkaufsmeile Zeil an einem Aufkleber an einer Schaufensterscheibe mit der Aufschrift "Bitte beachten Sie die Maskenpflicht" vorbei.
Eine Frau, die einen Mund-Nasen-Schutz trägt, geht auf der Frankfurter Einkaufsmeile Zeil an einem Aufkleber an einer Schaufensterscheibe mit der Aufschrift "Bitte beachten Sie die Maskenpflicht" vorbei.  © Arne Dedert/dpa

In Deutschland wurden mittlerweile 385.591 Infektionen bestätigt. 9882 Corona-Patienten starben hierzulande an der Infektion oder den Folgen, während weitere 298.755 als genesen gelten (Stand 21. Oktober, 7 Uhr).

Die USA haben weltweit die meisten Fälle registriert: Über 8,27 Millionen Infizierte und 221.052 Tote wurden bereits erfasst (Stand 21. Oktober, 7 Uhr).

Weltweit gibt es insgesamt mehr als 40,72 Millionen bestätigte Fälle und inzwischen 1.124.027 Todesfälle (Stand 21. Oktober, 7 Uhr).

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 gibt es hier im Ticker.

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Update, 21. Oktober, 11.23 Uhr: Spahn sieht keinen bundesweiten "Lockdown"

Zu einem großflächigen Stillstand in Deutschland wie im Frühjahr wird es nach Ansicht von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in der jetzigen Corona-Situation nicht kommen. "Einen zweiten Lockdown, so wie er immer gemeint wird, den sehe ich nicht", sagte Spahn auf die entsprechende Frage eines Nutzers der Social-Media-App Jodel. Dort hatten sich auch in der Vergangenheit bereits Spitzenpolitiker, unter anderem Kanzleramtschef Helge Braun (CDU), Fragen von Nutzern gestellt.

Spahn begründete seine Aussage damit, dass man wisse, dass es beispielsweise im Einzelhandel, bei Friseuren und in anderen Bereichen momentan keine Ausbrüche gebe, wenn auf die sogenannte AHA-Regel - Abstand, Hygiene, Alltagsmaske - geachtet werde. "Also wir haben Bereiche, von denen wissen wir heute besser als im März, wo die Risiken händelbar sind, und deswegen würde man sie auch nicht wieder schließen müssen."

Update, 21. Oktober, 11.20 Uhr: EU-Kommission: Noch Monate bis zur Corona-Impfung

Für die Corona-Krise ist nach Einschätzung der EU-Kommission keine schnelle Lösung durch Impfungen in Sicht. "Es wird noch Monate dauern, bis ein Impfstoff gefunden und verteilt ist", sagte Kommissionsvizepräsident Maros Sefcovic am Mittwoch im Europaparlament in Brüssel. Niemand wisse heute, wann die Pandemie endlich vorüber sein werde.

Er appellierte an die Bürger, mit ihrem Verhalten bei der Eindämmung der Pandemie zu helfen. "Niemand in Europa will einen zweiten Lockdown", sagte Sefcovic. "Deshalb rufe ich alle europäischen Bürger auf, sich verantwortungsvoll zu verhalten."

Update, 21. Oktober, 10.56 Uhr: Positiver Corona-Test am Nürburgring

Lance Stroll ist nach dem Grand Prix auf dem Nürburgring vor anderthalb Wochen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wie der 21 Jahre alte kanadische Pilot des Formel-1-Rennstalls Racing Point am Mittwoch in den sozialen Netzwerken bekanntgab, hatte er nach seinen Magenbeschwerden am Samstag des Rennwochenendes in der Eifel am Sonntag bereits die Heimreise angetreten und abends einen Test machen lassen. Dieser war positiv ausgefallen.

Stroll musste sich in eine zehntägige Quarantäne begeben. Einem Start bei der Premiere der Formel 1 in Portimão an der Algarve an diesem Wochenende steht Stroll nach eigenen Angaben aber nichts im Wege. Ein weiterer Test an diesem Montag sei negativ ausgefallen. "Ich fühle mich in großartiger Verfassung", schrieb Stroll. Er könne es gar nicht erwarten, in Portugal zu fahren.

Lance Stroll aus Kanada vom Team Racing-Point geht auf der Nürburgring-Rennstrecke im Fahrerlager spazieren.
Lance Stroll aus Kanada vom Team Racing-Point geht auf der Nürburgring-Rennstrecke im Fahrerlager spazieren.  © Matthias Schrader/AP/dpa

Update, 21. Oktober, 10.50 Uhr: Firmen können weitere Corona-Hilfen beantragen

In der Corona-Krise könne besonders belastete Unternehmen ab sofort weitere Überbrückungshilfen beantragen. Dabei geht es um Zuschüsse zu betrieblichen Fixkosten wie Mieten - und zwar für die Monate September bis Dezember. Voraussetzung ist, dass ein Unternehmen hohe Umsatzausfälle hat. "Wir lassen unsere Unternehmen in der Krise nicht allein", sagte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) laut Mitteilung am Mittwoch. Mit den Hilfen solle vor allem Firmen geholfen werden, die durch behördliche Anordnungen oder Hygiene- und Abstandsregeln weiter geschlossen seien oder nur mit halber Kraft fahren könnten.

Bund und Länder haben bereits beschlossen, die Überbrückungshilfen um ein halbes Jahr bis zum 30. Juni 2021 zu verlängern. Für die Überbrückungshilfen hatte der Bund 25 Milliarden Euro eingeplant. Davon sind nach aktuellem Stand laut Wirtschaftsministerium aber erst 1,2 Milliarden Euro bewilligt worden.

Update, 21. Oktober, 10.49 Uhr: Tokios freiwillige Olympia-Helfer besorgt über Coronavirus

Die freiwilligen Helfer bei den im nächsten Jahr geplanten Olympischen Spielen in Tokio sorgen sich wegen der Coronavirus-Pandemie. In einer Online-Umfrage der Tokioter Stadtverwaltung unter rund 13.000 Freiwilligen äußerten 79 Prozent Besorgnis, wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo am Mittwoch meldete. 75,1 Prozent wünschten sich demnach, dass die Hauptstadt ein sicheres Umfeld für die freiwilligen Helfer schafft. Diese sollen unter anderem Olympia-Besuchern und Touristen bei der Orientierung in der Stadt helfen. Wegen der Corona-Pandemie waren die Sommerspiele und die Paralympics um ein Jahr auf 2021 verschoben worden.

Derweil meldete Tokio am Mittwoch weitere 150 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden und damit am zweiten Tag in Folge wieder mehr als 100 Fälle. Eine Taskforce der japanischen Olympia-Macher entwickelt derzeit verschiedene Szenarien für eine mögliche Austragung der Spiele unter Corona-Bedingungen. Zwischenergebnisse der noch laufenden Beratungen sollen bis zum Jahresende vorliegen.

Update, 21. Oktober, 10.41 Uhr: Altmaier berät mit Wirtschaft über aktuelle Corona-Lage

Angesichts der hohen Zahl an Corona-Neuinfektionen in Deutschland berät Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) am Donnerstag mit Wirtschaftsverbänden über die aktuelle Lage. Das geht aus einer Einladung des Wirtschaftsministeriums hervor. 

Vertreten bei einer Videokonferenz sind demnach etwa der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband sowie der Verband der Gründer und Selbstständigen. Gerade diese beiden Branchen sind besonders hart von Einschränkungen betroffen. Die Bundesregierung hatte zuletzt Überbrückungshilfen für besonders belastete Branchen verlängert. Immer wieder gab es Kritik, die Hilfe kämen bei vielen Betroffenen nicht genügend an.

Update, 21. Oktober, 10.14 Uhr: Auch zweiter Corona-Test bei Steinmeier negativ

Auch ein zweiter Corona-Test bei Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist negativ ausgefallen. Das teilte eine Sprecherin des Bundespräsidialamts am Mittwoch mit. 

Das zuständige Gesundheitsamt habe festgelegt, dass das Staatsoberhaupt noch bis zum 29. Oktober in Quarantäne bleiben müsse, hieß es weiter. Steinmeier hatte sich am Wochenende selbst in Quarantäne begeben, nachdem einer seiner Personenschützer positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Ein erster Test bei ihm fiel negativ aus.

Update, 21. Oktober, 10.13 Uhr: RKI: Corona-Fallsterblichkeit aktuell bei deutlich unter 1 Prozent

Weit weniger als jeder Hundertste der gemeldeten Corona-Infizierten in Deutschland ist zuletzt an oder mit Beteiligung der Infektion gestorben. Das geht aus dem aktuellen Lagebericht des Robert Koch-Instituts (RKI) von Dienstagabend hervor. Demnach liegt der Anteil Verstorbener an allen laborbestätigten Sars-CoV-2-Infektionen seit der Kalenderwoche 34 (17.8. bis 23.8.) bei deutlich unter einem Prozent.

Der überwiegende Teil (85 Prozent) der mehr als 9800 Corona-Toten seit Beginn der Pandemie war laut RKI 70 Jahre oder älter. Unter 50 Jahre alt waren 130 Betroffene, was 1,3 Prozent aller Corona-Toten entspricht.

Die Zahl der Toten pro Woche hatte Anfang April mit mehr als 1600 ihren Höchststand erreicht und war dann deutlich gesunken. Seit Anfang September stieg sie wieder leicht an und lag zuletzt bei etwa 200 Fällen binnen sieben Tagen.

Mit Blick auf die gesamte Pandemie in Deutschland gab das RKI die Fallsterblichkeit am Dienstag mit 2,6 Prozent an. Dass diese Zahl wesentlich höher ist als die Sterblichkeit in den vergangenen Wochen, liegt vor allem an den höheren Werten im Frühjahr. Damals hatten sich vermehrt Ältere angesteckt, zudem wurden weniger Menschen ohne oder mit nur leichten Symptomen getestet.

Ein Intensivbett in der perioperativen Intensivtherapie der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie der Universitätsmedizin Rostock.
Ein Intensivbett in der perioperativen Intensivtherapie der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie der Universitätsmedizin Rostock.  © Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 21. Oktober, 10 Uhr: Söder erwägt ab neuem Corona-Grenzwert 100 zusätzliche Gegenmaßnahmen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) zieht einen neuen Corona-Grenzwert mit zusätzlichen Beschränkungen in Betracht. In einer CSU-Fraktionssitzung am Mittwoch nannte er nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur einen neuen Grenzwert von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. 

Man müsse bei diesem Wert beginnen, weitere Maßnahmen in Betracht zu ziehen, Richtlinien vorzugeben, sagte Söder nach Teilnehmerangaben. Details ließ er zunächst offen. Am Nachmittag will er eine Regierungserklärung im Landtag zur Corona-Krise abgeben.

Update, 21. Oktober, 10 Uhr: Allianz und Nockherberg legen Streit um Corona-Kosten bei

Der Streit zwischen Deutschlands größtem Versicherungskonzern Allianz und der Münchner Gaststätte Nockherberg um die Kosten der Corona-Zwangsschließungen ist beigelegt. Die Parteien einigten sich außergerichtlich, wie das Landgericht München I am Mittwoch mitteilte. 

Der Nockherberg-Gastwirt zog die Klage daraufhin zurück, ein für Donnerstag angesetzter Urteilstermin wurde abgesetzt. Hintergrund des Streits war die Frage, ob die bei der Allianz abgeschlossene Betriebsschließungsversicherung zahlen muss, obwohl der Covid-19-Erreger nicht explizit in den entsprechenden Policen erwähnt wird. In dem Rechtsstreit ging es um eine Forderung von rund 1,13 Millionen Euro. Wie genau die Parteien sich einigten, sei dem Gericht nicht bekannt, hieß es in der Mitteilung.

Titelfoto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa

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