Coronavirus: Covid-Fälle an Schulen steigen rasant an

Deutschland/Welt - In Deutschland verschärft sich die Corona-Lage, die Fallzahlen steigen. Strengere Auflagen treffen jetzt sogar Menschen, die noch nicht gegen das Covid-19-Virus geboostert sind.

Bundesweit gilt in vielen gesellschaftlichen Bereichen mindestens die 2G-Regel, oft sogar 2G plus.
Bundesweit gilt in vielen gesellschaftlichen Bereichen mindestens die 2G-Regel, oft sogar 2G plus.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Der Sieben-Tage-Inzidenzwert liegt bundesweit laut Robert-Koch-Institut bei 1017,4 (Vortag: 940,6).

Laut RKI sind seit Beginn der Pandemie rund 9 Millionen nachgewiesene Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Deutschland aufgetreten. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte aber deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Insgesamt 117.314 Menschen sind hierzulande mit oder an dem Virus bereits verstorben. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 7,4 Millionen an (alle Daten Stand 27. Januar, 5 Uhr).

Versuchter Protest vor Köppings Haus: Politiker fordern Entschuldigung der AfD
Coronavirus Versuchter Protest vor Köppings Haus: Politiker fordern Entschuldigung der AfD

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Update, 27. Januar, 20.35 Uhr: Kekulé: Impfpflicht für Klinik- und Pflegepersonal verschieben

Der Virologe Alexander Kekulé plädiert dafür, die Impfpflicht für Klinik- und Pflegepersonal zu verschieben.

Für die sich ausbreitende Omikron-Welle komme die Impfpflicht im März viel zu spät, sagte Kekulé am Donnerstag MDR Aktuell. Wenn die Politik im November gehandelt hätte, wäre die Wirkung rechtzeitig gekommen.

Es zeige sich immer deutlicher, dass die Omikron-Variante leichtere Verläufe bei Infektionen auslöse. "Das macht keine Überlastung der Intensivstationen."

Das Hauptproblem seien nun viele leichtere Fälle, bei denen zu diskutieren sei, ob sie überhaupt alle ins Krankenhaus müssten. Deshalb sollte seiner Meinung nach geprüft werden, ob die Impfpflicht für Personal zum richtigen Zeitpunkt komme.

Update, 27. Januar, 20.30 Uhr: Lauterbach rechtfertigt Impfpflicht in sensiblen Einrichtungen

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (58) hat die Mitte März greifende Corona-Impfpflicht für Personal in Einrichtungen wie Kliniken und Pflegeheimen gerechtfertigt.

"Das Gesetz gilt. Es geht dabei um den Schutz derer, die besonders gefährdet sind", sagte der SPD-Politiker der Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Freitag).

Konkrete Probleme betreffend, könne der Bund den Ländern helfen, ein einheitliches Vorgehen zu bestimmen - also wie damit umzugehen sei, wenn Personal ausfalle.

"Was nicht geht, ist, dass die Impfpflicht in Pflegeheimen eines Landes gilt, ein paar Kilometer weiter aber nicht." Eine Verschiebung lehne er strikt ab.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (58).
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (58).  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 27. Januar, 18.32 Uhr: Corona-Fälle an Schulen innerhalb einer Woche deutlich gestiegen

Die Zahl der Corona-Infektionen an Schulen ist nach Daten der Kultusministerkonferenz (KMK) deutlich gestiegen.

Wie am Donnerstag aus der wöchentlichen KMK-Statistik hervorging, waren in der vergangenen Woche deutschlandweit mehr als 147.000 Fälle unter Schülerinnen und Schülern bekannt. Mehr als 212.000 weitere waren in Quarantäne.

In der Woche zuvor – zwischen 10. und 16. Januar – waren rund 73.000 Corona-Infektionen registriert worden, 111.000 befanden sich demnach in häuslicher Quarantäne.

Die Zahl der Corona-Infektionen an Schulen ist nach Daten der Kultusministerkonferenz (KMK) deutlich gestiegen.
Die Zahl der Corona-Infektionen an Schulen ist nach Daten der Kultusministerkonferenz (KMK) deutlich gestiegen.  © Thomas Frey/dpa

Update, 27. Januar, 18.30 Uhr: Innenminister von Bund und Ländern blicken auf Corona-Demos

Die Innenminister von Bund und Ländern kommen trotz sehr hoher Infektionszahlen zum ersten Mal seit Sommer vergangenen Jahres wieder persönlich zusammen.

Das Treffen an diesem Freitag in Stuttgart wird auch der erste Auftritt von Bundesinnenministerin Nancy Faeser (51, SPD) in der Runde der Ressortchefs sein.

Beim traditionellen Kamingespräch soll es unter anderem um die zunehmenden Proteste gegen die Corona-Maßnahmen und die Radikalisierung in sozialen Netzwerken wie Telegram gehen, wie der bisherige Vorsitzende der Innenministerkonferenz (IMK), Thomas Strobl (61, CDU), der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Update, 27. Januar, 17.30 Uhr: Musiker stirbt nach Corona-Demo - Polizei: natürliche Todesursache

Der 53-Jährige, der am Montag am Rande einer Demonstration gegen die Corona-Politik in Wandlitz (Brandenburg) zusammengebrochen war, ist danach an einer natürlichen Todesursache gestorben.

Dies habe die von der Staatsanwaltschaft angeordnete Obduktion ergeben, teilte das Polizeipräsidium Brandenburg am Donnerstag mit.

Bei dem Mann handelte es sich nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur um den Musiker Boris Pfeiffer. Der 53-Jährige war langjähriges Mitglied der Mittelalter-Rockband "In Extremo". Im Mai vergangenen Jahres hatte er sich aber von der Band getrennt, um eigene Wege zu gehen.

Update, 27. Januar, 16.37 Uhr: Berliner Abgeordnetenhaus verlängert epidemische Lage

Wegen der hohen Corona-Zahlen infolge der Omikron-Welle hat das Berliner Abgeordnetenhaus die sogenannte epidemische Lage verlängert.

Sie war am 21. Dezember ausgerufen worden und bisher bis zum 31. Januar befristet. Nach der Entscheidung des Parlaments vom Donnerstag gilt sie nunmehr bis zum 31. März.

Update, 27. Januar, 16.11 Uhr: EU-Behörde EMA gibt grünes Licht für Covid-Pille von Pfizer

Die EU-Arzneimittelbehörde EMA hat grünes Licht gegeben für die Zulassung des Medikaments Paxlovid gegen Covid-19.

Das Mittel des US-Herstellers Pfizer könne bei Patienten eine schwere Erkrankung nach einer Corona-Infektion verhindern, teilte die EMA am Donnerstag in Amsterdam mit.

Nach der Zulassung ist dies das erste Medikament gegen Covid, das oral eingenommen werden kann. Die Pille gilt als sehr effektiv. Die EU-Kommission muss der Zulassung noch zustimmen, das aber gilt als Formsache.

Die EU-Arzneimittelbehörde EMA hat grünes Licht gegeben für die Zulassung des Medikaments Paxlovid gegen Covid-19.
Die EU-Arzneimittelbehörde EMA hat grünes Licht gegeben für die Zulassung des Medikaments Paxlovid gegen Covid-19.  © Uncredited/Pfizer/dpa

Update, 27. Januar, 15 Uhr: Holocaust-Überlebende: Bestimmte Impfgegner sind Demokratie-Feinde

Die Holocaust-Überlebende Margot Friedländer (100) hat sich entsetzt über einzelne Impfgegner in Deutschland geäußert, die Vergleiche zur NS-Zeit ziehen.

Die 100-Jährige bezeichnete jene Demonstranten, die den sogenannten Judenstern nutzen, als "neue Feinde der Demokratie".

"Heute sehe ich, wie die Erinnerung an das, was geschehen ist, politisch missbraucht, manchmal sogar verhöhnt und mit Füßen getreten wird", sagte sie am Donnerstag bei einer Rede zum Holocaustgedenktag im Brüsseler Europaparlament.

Ungläubig müsse sie mit ihren mehr als hundert Jahren sehen, wie Symbole der Ausgrenzung der Juden durch die Nazis heute von neuen Feinden der Demokratie auf offener Straße schamlos benutzt würden, um sich selbst als Opfer zu stilisieren.

Update, 27. Januar, 14.50 Uhr: Litauen: Erstmals mehr als 10.000 Corona-Neuinfektionen

Litauen hat den zweiten Tag in Folge einen Rekord bei den Corona-Neuinfektionen verzeichnet.

Mit 10.630 registrierten Fällen binnen 24 Stunden wurde dabei am Donnerstag erstmals ein fünfstelliger Wert erfasst - 9490 waren es am Vortag.

Der 14-Tage-Inzidenzwert stieg damit nach Angaben der Gesundheitsbehörde in Vilnius auf 2985 Infektionen pro 100.000 Einwohner - der höchste Wert in dem baltischen EU-Land mit knapp drei Millionen Einwohnern seit Beginn der Pandemie.

Update, 27. Januar, 14.45 Uhr: Wegen Corona-Infektion - Biathletin Preuß mental "am Tiefpunkt"

Biathletin Franziska Preuß (27) reist nach ihrer überstandenen Corona-Infektion womöglich erst mit Verspätung zu den Olympischen Winterspielen nach Peking.

"Ob ich mit der Mannschaft mitfliege oder vielleicht erst zwei, drei Tage später, entscheide ich Ende der Woche", sagte die 27-Jährige am Donnerstag in einer digitalen Medienrunde.

Preuß hatte sich Ende Dezember mit dem Coronavirus infiziert und fehlte deswegen bei den Weltcups in Oberhof, Ruhpolding und Antholz. "Da war ich schon am Tiefpunkt", sagte die Ex-Weltmeisterin speziell zur Zeit Mitte Januar, als in ihrer Wahlheimat Ruhpolding Rennen stattfanden.

Sie habe die Sportler vor ihrem heimischen Fenster gesehen, konnte selbst aber noch nicht mitwirken. "Das mentale Gerüst ist zusammengeprasselt. Es war nicht so einfach, sich da wieder rauszuziehen", sagte Preuß, die nun wieder normal trainieren kann.

Biathletin Franziska Preuß (27) hatte aufgrund ihrer Corona-Infektion mentale Probleme.
Biathletin Franziska Preuß (27) hatte aufgrund ihrer Corona-Infektion mentale Probleme.  © Fredrik Sandberg/TT NEWS AGENCY/AP/dpa

Update, 27. Januar, 13.25 Uhr: Zahl der Teilnehmer an Corona-Protesten nimmt zu

An den Protesten gegen die staatlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie haben am vergangenen Montag mehr Menschen teilgenommen als zwei Wochen zuvor.

Wie ein Sprecher des Bundesinnenministeriums am Donnerstag auf Anfrage mitteilte, versammelten sich am Montag dieser Woche nach Angaben aus den Ländern bundesweit insgesamt rund 350.000 Menschen, um gegen Maßnahmen zur Kontaktbeschränkung und eine mögliche Impfpflicht zu demonstrieren.

An Kundgebungen, die sich gegen diese Proteste richteten, beteiligten sich demnach am gleichen Tag rund 15.000 Demonstranten.

Zum Vergleich: Laut Bundesinnenministerium hatten sich an Corona-Protesten am 10. Januar den Angaben der Länder zufolge bundesweit mehr als 260.000 Menschen beteiligt. Über den Zuwachs hatte zuerst das ARD-Magazin Kontraste berichtet.

Zahlreiche Menschen protestierten am Montag gegen die Corona-Maßnahmen, wie hier in Greifswald.
Zahlreiche Menschen protestierten am Montag gegen die Corona-Maßnahmen, wie hier in Greifswald.  © Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 27. Januar, 12.57 Uhr: Spielerberater Struth: "Ohne Impfung kein Transfer"

Spielerberater Volker Struth (55) sieht im Fußballgeschäft angesichts der Corona-Pandemie nur noch Wechselchancen für geimpfte Spieler.

"Wenn Sportdirektoren Interesse an einem Spieler haben, für jetzt oder den kommenden Sommer, wird mir oft die Frage gestellt, ob dieser geimpft sei. In Zukunft heißt es: Ohne Impfung kein Transfer. Da bin ich mir sicher", sagte Struth in einem Stern-Interview.

Titelfoto: Thomas Frey/dpa

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