Coronavirus: Fast zwei Drittel der Deutschen rechnen mit einem Lockdown

Deutschland/Welt - Das Coronavirus wird Deutschland wohl noch lange Zeit beschäftigen. Abstand halten und Maske tragen dürfte deshalb noch für eine ganze Weile an der Tagesordnung stehen. Örtlich kommt es derzeit auch wieder zu schärferen Maßnahmen zum Schutz vor einer weiteren Ausbreitung.

Eine Frau, die einen Mund-Nasen-Schutz trägt, geht auf der Frankfurter Einkaufsmeile Zeil an einem Aufkleber an einer Schaufensterscheibe mit der Aufschrift "Bitte beachten Sie die Maskenpflicht" vorbei.
Eine Frau, die einen Mund-Nasen-Schutz trägt, geht auf der Frankfurter Einkaufsmeile Zeil an einem Aufkleber an einer Schaufensterscheibe mit der Aufschrift "Bitte beachten Sie die Maskenpflicht" vorbei.  © Arne Dedert/dpa

In Deutschland wurden mittlerweile 450.258 Infektionen bestätigt. 10.091 Corona-Patienten starben hierzulande an der Infektion oder den Folgen, während knapp 325.052 als genesen gelten (Stand 27. Oktober, 6 Uhr).

Die USA haben weltweit die meisten Fälle registriert: Über 8,7 Millionen Infizierte und 225.706 Tote wurden bereits erfasst (Stand 27. Oktober, 6 Uhr).

Weltweit gibt es insgesamt mehr als 43,48 Millionen bestätigte Fälle und inzwischen 1,15 Millionen Todesfälle (Stand 27. Oktober, 6 Uhr).

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 gibt es hier im Ticker.

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Update, 27. Oktober, 9 Uhr: Altmaier verschiebt Vorstellung der Herbstprognose auf Freitag

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat die Vorstellung der Herbstprognose zur Konjunkturentwicklung auf Freitag verschoben. Geplant war eigentlich, dass er sie am Mittwochvormittag vorlegt.

Als Grund für die Verschiebung nannte das Wirtschaftsministerium am Dienstag Termingründe - am Mittwochmittag beginnen Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und mehreren Bundesministern mit den Ministerpräsidenten der Länder zur aktuellen Corona-Lage. Diese werden angesichts der hohen Zahl an Neuinfektionen mit Spannung erwartet.

Altmaier will die Wachstumsprognose der Bundesregierung für das laufende Jahr zufolge trotz der hohen Corona-Neuinfektionszahlen leicht anheben, wie das "Handelsblatt" berichtet hatte.

Update, 27. Oktober, 8.57 Uhr: Brinkhaus will Parlamentsbeteiligung angehen - bei nächster Pandemie

Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus will den Vorschlag von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) zur stärkeren Beteiligung des Parlaments in der Krise angehen - allerdings erst für die nächste Pandemie.

Schäuble habe zu Recht gemahnt, ob denn ordentlich durch ein Gesetz abgebildet sei, wenn Grundrechte so lange eingeschränkt würden und ob der Bundestag nicht zwischendurch darüber entscheiden müsse, sagte Brinkhaus am Dienstag im ARD-"Morgenmagazin". "Das werden wir auch jetzt in Ruhe angehen und werden uns überlegen, wie wir es bei der nächsten Pandemie dann auch so machen können, dass die Bedenken des Bundestagspräsidenten berücksichtigt werden."

Zu einer stärkeren Beteiligung des Bundestags während der Corona-Pandemie sagte er: "Wo es exekutiv schneller Entscheidungen bedarf, da müssen wir das den Ministerpräsidenten und der Bundesregierung überlassen", sagte er. "Und das ist die Gewaltenteilung." Er räumte aber ein, dass das Infektionsschutzgesetz auf kürzere Infektionen ausgelegt sei, etwa auf eine lokale Maserninfektion.

Ralph Brinkhaus, Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, will eine stärkere Parlamentsbeteiligung bei der nächsten Pandemie angehen.
Ralph Brinkhaus, Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, will eine stärkere Parlamentsbeteiligung bei der nächsten Pandemie angehen.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Update, 27. Oktober, 8.44 Uhr: Exporterwartungen verschlechtern sich laut Ifo-Institut spürbar

Die Exporterwartungen der deutschen Unternehmen haben sich im Oktober verschlechtert. Der Indikator für das verarbeitende Gewerbe lag 3,7 Punkte niedriger als im Vormonat bei 6,6 Punkten, wie das Münchner Ifo-Institut am Dienstag in München mitteilte.

Grund für die zunehmenden Sorgen seien die steigenden Corona-Infektionszahlen. Im September war noch ein Höchststand seit 2018 erreicht worden.

Sowohl in der Nahrungs- und Getränkeindustrie als auch in der Bekleidungsbranche wird laut Ifo mit rückläufigen Exporten gerechnet. Hier dürfte vor allem die Sorge vor einer erneuten flächendeckenden Schließung der europäischen Innenstädte zur Eindämmung der Infektionszahlen auf die Stimmung drücken.

Weniger Sorgen machen sich die Hersteller von elektronischen und optischen Geräten. Hier, genauso wie in der chemischen Industrie, werde von steigenden Auslandsumsätzen ausgegangen. Der Indikator für die Chemiebranche habe den höchsten Stand seit Dezember 2018 erreicht.

Trotz der Eintrübung bleiben die Exporterwartungen im verarbeitenden Gewerbe deutlich über dem Tiefstand von April mit minus 49,2 Punkten.

Die Corona-Krise macht Deutschlands Exportunternehmen schwer zu schaffen.
Die Corona-Krise macht Deutschlands Exportunternehmen schwer zu schaffen.  © Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 27. Oktober, 8.37 Uhr: Verschiebung des CDU-Parteitags: Brinkhaus zeigt Verständnis für Merz

Nach der Kritik des CDU-Vorsitzkandidaten Friedrich Merz an der Verschiebung des Parteitages hat Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus Verständnis geäußert. "Ich kann das verstehen. Das ist ja so, wie wenn man sich auf eine Prüfung vorbereitet. Und dann wird der Prüfungstermin verschoben. Dann ist man natürlich sauer", sagte er am Dienstag im ARD-"Morgenmagazin".

Der CDU-Bundesvorstand hatte am Montag beschlossen, dass der geplante Präsenzparteitag am 4. Dezember in Stuttgart mit 1001 Delegierten angesichts der stark steigenden Infektionszahlen nicht mehr zu halten sei. Wenn auch Anfang des neuen Jahres kein Präsenzparteitag möglich sei, solle ein digitaler Parteitag abgehalten werden.

Update, 27. Oktober, 6.47 Uhr: RKI meldet über 11.000 Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom frühen Dienstagmorgen 11.409 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Am Dienstag vor einer Woche hatte die Zahl bei 6868 gelegen.

Am Samstag war mit 14.714 Neuinfektionen ein neuer Höchstwert seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland erreicht worden. Die Zahl der Todesfälle überstieg am Wochenende die Marke von 10.000.

Insgesamt haben sich dem RKI zufolge seit Beginn der Pandemie bundesweit 449.275 Menschen mit dem Virus infiziert (Stand: 27.10., 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Montag um 42 auf insgesamt 10.098. Das RKI schätzt, dass rund 326.700 Menschen inzwischen genesen sind.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht vom Montag bei 1,37 (Vortag: 1,45). Das bedeutet, dass zehn Infizierte knapp 14 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Ein Holzschild mit der Aufschrift "Bleibt gesund!" hängt an einem Wegweiser, den eine Familie vor ihrem Haus aufgestellt hat.
Ein Holzschild mit der Aufschrift "Bleibt gesund!" hängt an einem Wegweiser, den eine Familie vor ihrem Haus aufgestellt hat.  © Hauke-Christian Dittrich/dpa

Update, 27. Oktober, 6.44 Uhr: Strenge Auflagen: Städte bereiten sich auf Weihnachtsmärkte vor

Viele deutsche Städte bereiten sich trotz Corona-Pandemie und steigender Infektionszahlen auf die Weihnachtsmärkte vor. Um Besucher und Besucherinnen bestmöglich zu schützen, sind die Auflagen vielerorts streng.

Während etwa in München oder Dresden der Markt räumlich entzerrt werden soll, planen die Veranstalter am Berliner Breitscheidplatz Zugangskontrollen, um Menschenmassen zu vermeiden. In der Ruhrgebietsstadt Essen müssen Gäste an den Ständen einen Mund-Nasen-Schutz tragen, in Leipzig sind gastronische Angebote wie Bratwurst- oder Glühweinstände sogar ganz verboten.

In anderen Städten wie Düsseldorf, Köln, Erfurt, Freiburg oder Frankfurt wurden viele Märkte hingegen bereits abgesagt - am Montag kam auch das Aus für den weltberühmten Christkindlesmarkt in Nürnberg. Auch der beliebte Berliner Weihnachtszauber am Gendarmenmarkt fällt der Pandemie zum Opfer. Die gesundheitlichen und wirtschaftlichen Risiken seien angesichts steigender Neuinfektionen unkalkulierbar geworden, sagte ein Sprecher.

Update, 27. Oktober, 5.07 Uhr: Corona-Fälle bei den UN: Treffen im New Yorker Hauptquartier abgesagt

Mindestens fünf Corona-Infektionen legen das Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York vorläufig lahm. Wegen der positiv auf das Virus getesteten Mitarbeiter eines Mitgliedsstaates seien für Dienstag alle persönlichen Treffen diverser Gremien auf dem Gelände am East River abgesagt worden.

Das geht aus einem internen Brief des Präsidenten der UN-Vollversammlung, Volkan Bozkir, vom Montag hervor. Das Schreiben liegt der Deutschen Presse-Agentur vor. Sitzungen würden solange ausgesetzt, bis die Kontaktverfolgung abgeschlossen sei.

Diplomatenkreisen zufolge handelt es sich um einen Ausbruch in der UN-Vertretung Nigers. Das afrikanische Land ist Mitglied des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen, in dem auch Deutschland sitzt. Die letzte Sitzung am Montag hatte das mächtigste UN-Gremium allerdings ohnehin planmäßig digital abgehalten. Erst am Dienstag sollte es wieder zu einer Präsenzveranstaltung zusammenkommen.

Update, 27. Oktober, 4.57 Uhr: Ausschreitungen bei Protesten gegen Corona-Maßnahmen in Italien

Bei Protesten gegen die Regierungsmaßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Italien ist es in mehreren Städten zu Ausschreitungen sowie Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Polizei gekommen.

Hunderte Menschen gingen am Montagabend in Turin und Mailand gegen die Beschränkungen auf die Straße, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Die Polizei habe unter anderem Tränengas gegen Demonstranten eingesetzt, die mit Steinen und Flaschen geworfen hätten.

Polizisten setzen während eines Protests gegen die Corona-Maßnahmen der Regierung Tränengas ein.
Polizisten setzen während eines Protests gegen die Corona-Maßnahmen der Regierung Tränengas ein.  © Claudio Furlan/LaPresse/AP/dpa

Update, 27. Oktober, 4.42 Uhr: Verpackungsmüll-Menge in Deutschland steigt weiter an

Der Verbrauch von Verpackungen in Deutschland nimmt weiter zu. 2018 stieg die Müll-Menge erneut auf ein Rekordhoch: 18,9 Millionen Tonnen fielen an, wie das Umweltbundesamt am Dienstag mitteilte.

Rechnerisch waren das 227,5 Kilogramm pro Kopf und damit nochmal ein Kilo mehr als im Vorjahr. Private Verbraucher hatten daran erneut einen Anteil von 47 Prozent. Sie produzierten über 8,9 Millionen Tonnen Verpackungsmüll oder 107,7 Kilo pro Kopf - ein Prozent mehr als 2017 und ganze 20,6 Prozent mehr als noch 2010.

Das Umweltbundesamt (UBA) hat demnach noch keine Erkenntnisse dazu, wie sich die Corona-Krise auf den Verpackungsverbrauch ausgewirkt hat - die Daten für 2018 sind die neuesten offiziellen. "Aufgrund der geschlossenen Geschäfte und Restaurants ist allerdings abzusehen, dass vor allem mehr Serviceverpackungen für Essen und Getränke verbraucht worden sind", teilte die Behörde mit.

Update, 27. Oktober, 4.08 Uhr: Fast zwei Drittel der Deutschen rechnen mit einem Lockdown

Fast zwei Drittel der Deutschen rechnen damit, dass es wegen der dramatisch steigenden Corona-Infektionszahlen wieder zu Schließungen von Geschäften, Restaurants oder Schulen kommen wird.

In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sagten 63 Prozent, dass sie einen solchen Lockdown erwarten. Nur 23 Prozent glauben nicht daran, 13 Prozent machten keine Angaben.

Die Mehrheit der Deutschen rechnet aufgrund der steigenden Zahlen mit einem zweiten Lockdown.
Die Mehrheit der Deutschen rechnet aufgrund der steigenden Zahlen mit einem zweiten Lockdown.  © Tom Weller/dpa

Update, 27. Oktober, 3.55 Uhr: WHO-Chef warnt vor Überlastung von Intensivstationen auch in Europa

Angesichts rapide steigender Zahlen von Infektionen mit dem Coronavirus hat der Chef der Weltgesundheitsorganisation vor einer Überlastung von Intensivstationen vor allem in Europa und Nordamerika gewarnt. 

"Viele Länder auf der Nordhalbkugel sehen derzeit einen besorgniserregenden Anstieg von Fällen und Einweisungen ins Krankenhaus", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus bei einem Briefing in Genf am Montag. An einigen Orten füllten sich die Intensivstationen schnell.

Tedros äußerte Verständnis dafür, dass viele Menschen eine gewisse "Pandemie-Müdigkeit" fühlten. Die psychische und physische Belastung durch das Arbeiten von zu Hause aus sowie die Distanz zu Freunden und Familie sei hoch. Dennoch dürften die Menschen jetzt nicht aufgeben. Vor allem aber müssten die Gesundheitssysteme geschützt werden und die Menschen, die für sie arbeiteten.

Der WHO-Chef rief die Menschen dazu auf, alle Vorsichtsmaßnahmen zu treffen, um Ansteckungen zu vermeiden. Nur so könnten auch weitere Lockdowns vermieden werden.

Tedros Adhanom Ghebreyesus, Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), warnt vor Überlastung von Intensivstationen auch in Europa.
Tedros Adhanom Ghebreyesus, Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), warnt vor Überlastung von Intensivstationen auch in Europa.  © Salvatore Di Nolfi/KEYSTONE/dpa

Update, 27. Oktober, 3.12 Uhr: DIW-Chef Fratzscher: Mehrwertsteuersenkung nicht verlängern

Der Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, rät davon ab, die befristete Senkung der Mehrwertsteuer über das Jahresende hinaus zu verlängern. 

"Zum einen, weil sie sehr teuer ist, zum anderen, weil die Logik war, durch eine temporäre Absenkung der Mehrwertsteuer zu einem vorgezogenen Konsum beizutragen. Dies würde bei einer Verstetigung der Mehrwertsteuersenkung nicht mehr funktionieren", sagte der Wirtschaftsforscher der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Dienstag).

Fratzscher warnte generell davor, den Staat zu überfordern. "Wir dürfen vom Staat nicht zu viel erwarten. Dieser kann den wirtschaftlichen Schmerz in dieser akuten Phase der Krise lediglich lindern, aber nicht stoppen." Der DIW-Präsident plädierte aber dafür, kleine und mittlere Unternehmen sowie Soloselbstständige gezielter zu unterstützen, "sowohl durch einen stärkeren Verlustrücktrag bei den Steuern als auch bei Überbrückungshilfen".

Marcel Fratzscher warnt davor, den Staat zu überfordern und die Mehrwertsteuersenkung zu verlängern.
Marcel Fratzscher warnt davor, den Staat zu überfordern und die Mehrwertsteuersenkung zu verlängern.  © Daniel Naupold/dpa

Update, 27. Oktober, 2 Uhr: Slowakei will fast das ganze Volk in vier Tagen auf Corona testen

An den beiden kommenden Wochenenden will die slowakische Regierung fast die gesamte Bevölkerung des Landes auf das Coronavirus testen. Der nationale Corona-Krisenstab habe den Plan abgesegnet, nachdem eine Pilotphase am vergangenen Wochenende erfolgreich verlaufen sei, teilte Regierungschef Igor Matovic am Montagabend mit.

Der Gründer der populistisch-konservativen Wahlplattform Gewöhnliche Leute OLaNO hatte das Vorhaben erst vor einer Woche angekündigt. Vom vergangenen Freitag bis Sonntag waren zunächst vier besonders stark von der Pandemie betroffene Bezirken an der polnischen Grenze getestet worden.

In den beiden nächsten Phasen sollen binnen vier Tagen, jeweils samstags und sonntags, alle über zehn Jahre alten Einwohner im Rest des Landes einem Antigen-Schnelltest unterzogen werden.

Dass die zunächst ebenfalls vorgesehenen Freitage gestrichen wurden, hängt offensichtlich mit einer Personalknappheit zusammen, vor der Gesundheitsexperten gewarnt hatten. An den beiden arbeitsfreien Tagen sei es leichter, genügend Helfer zu finden als am Freitag, erklärte Gesundheitsminister Marek Krajci vor Journalisten.

Igor Matovic, Ministerpräsident der Slowakei. Das Land will fast das gesamte Volk innerhalb von vier Tagen auf Corona testen.
Igor Matovic, Ministerpräsident der Slowakei. Das Land will fast das gesamte Volk innerhalb von vier Tagen auf Corona testen.  © Olivier Hoslet/EPA Pool/AP/dpa

Update, 27. Oktober, 1.24 Uhr: Umfrage: Jeder zweite Deutsche findet Corona-Auflagen angemessen

Gut jeder zweite Deutsche hält einer Umfrage zufolge die geltenden Auflagen zur Eindämmung der Corona-Pandemie für ausreichend. 51 Prozent der Befragten sind im "Deutschlandtrend im ARD-Morgenmagazin" dieser Ansicht.

Das sind acht Prozentpunkte weniger als zu Monatsbeginn. Für 32 Prozent gehen die aktuell geltenden Einschränkungen nicht weit genug, ein Plus von 5 Prozentpunkten. 15 Prozent halten die derzeitigen Auflagen hingegen für zu weitgehend, das sind vier Prozentpunkte mehr als Anfang Oktober.

Die Kontrollen der Auflagen bewerten 50 Prozent als unzureichend. 34 Prozent empfinden sie als ausreichend, 10 Prozent gehen sie zu weit.

Eine deutliche Mehrheit von 74 Prozent der Befragten ist der Ansicht, dass sie selbst einen sehr starken (29 Prozent) oder starken Beitrag (45 Prozent) zur Eindämmung der Pandemie leisten können. 19 Prozent nehmen ihren möglichen Beitrag als weniger stark wahr.

6 Prozent finden dagegen, dass sie durch ihr Alltagsverhalten gar nichts zur Eindämmung der Pandemie beitragen können. Politiker fordern die Bürger immer wieder zur Eigenverantwortung etwa durch das Verringern von Kontakten auf, um die Ausbreitung des Virus zu bremsen.

Titelfoto: Christian Charisius/dpa

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