Coronavirus: Geimpfte und genesene Fans dürfen zum Formel-1-Auftakt in Bahrain

Deutschland/Welt - Der Lockdown in Deutschland wird bis zum 28. März verlängert. Doch es gibt zahlreiche Lockerungen sowie neue Impf- und Teststrategien. Die aktuellen Entwicklungen zu Sars-CoV-2 gibt es hier im Ticker.

Weiterhin gilt: "Stay Home - Life is beautiful" ("Bleib zu Hause, das Leben ist schön").
Weiterhin gilt: "Stay Home - Life is beautiful" ("Bleib zu Hause, das Leben ist schön").  © dpa/AP/Marcio Jose Sanchez

Laut der Johns-Hopkins-Universität sind seit Beginn der Pandemie etwa 2.484.221 nachgewiesene Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Deutschland aufgetreten. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Mehr als 2,29 Millionen der Infizierten sollen wieder genesen sein.

Insgesamt 71.420 Menschen sind hierzulande außerdem mit oder an dem Virus verstorben (Alle Datenstände: 4. März, 22 Uhr)

Der Sieben-Tage-Inzidenzwert beträgt laut Robert-Koch-Institut bundesweit 64,7 (Stand 4. März, 5.20 Uhr).

Weltweit gibt es rund 115.467.624 Millionen bestätigte Fälle und inzwischen 2.565.369 Todesfälle (Stand 4. März, 22 Uhr).

+++ Ältere Informationen zur Corona-Situation findet Ihr >> hier +++

Update, 4. März, 20.56 Uhr: Söder: Öffnungsperspektiven sind "keine Einbahnstraße"

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat davor gewarnt, die von Bund und Ländern vereinbarten Lockerungsmöglichkeiten für den Corona-Lockdown als unumkehrbar anzusehen.

Der CSU-Vorsitzende sprach am Donnerstagabend in einem ARD-"Extra" von einem «sehr ausbalancierten Konzept», in dem es vorsichtige Öffnungsperspektiven, aber auch eine Notbremse gebe. "Es ist keine Einbahnstraße. Wenn die Zahlen wieder schlechter werden, werden die Öffnungen zurückgenommen."

Update, 4. März, 20.26 Uhr: Italien verschiebt zahlreiche Wahlen in den Herbst

Wegen der angespannten Corona-Lage verschiebt Italien eine Reihe von Wahlen in den Herbst. Das teilte die Regierung von Ministerpräsident Mario Draghi am Donnerstagabend in Rom mit. Die neuen Termine für die zumeist regionalen oder kommunalen Abstimmungen sollen zwischen dem 15. September und dem 15. Oktober liegen.

Betroffen ist auch die für 11. April angesetzte Kommunalwahl in Kalabrien, wie ein Regierungssprecher bestätigte. Sie ist nötig, weil Regionalpräsidentin Jole Santelli im Oktober gestorben war. Diese Wahl war wegen Corona bereits einmal verschoben worden. Ansonsten geht es etwa um kommunale Vertretungen und die Nachbesetzung von Parlamentssitzen in Rom.

Update, 4. März, 19.43 Uhr: Geimpfte und genesene Fans dürfen zum Formel-1-Auftakt in Bahrain

Die Verantwortlichen in Bahrain planen den Saisonauftakt der Formel 1 offensichtlich mit Zuschauern. Erlaubt sollen aber beim Grand Prix am 28. März in der Wüste von Sakhir nur Fans sein, die gegen das Coronavirus geimpft oder aber von einer Infektion genesen sind. Das gab der Bahrain International Circuit (BIC) am Donnerstag bekannt.

Sowohl die letzte der beiden notwendigen Impfungen als auch überstandene Infektionen müssten zum Zeitpunkt des Grand Prix zwei Wochen zurückliegen. Zu den Maßnahmen auf dem Circuit gehören eine Maskenpflicht zu jeder Zeit sowie das Einhalten von Mindestabständen. "Wir freuen uns, dass wir heute den Ticketverkauf starten konnten" sagte BIC-Geschäftsführer Scheich Salman bin Isa Al Khalifa.

Formel-1-Weltmeisterschaft in Bahrain.
Formel-1-Weltmeisterschaft in Bahrain.  © Hassan Ammar/AP/dpa

Update, 4. März, 18.24 Uhr: Frankreich weitet Wochenend-Lockdown aus

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie weitet Frankreich seine regionalen Beschränkungen aus.

Premierminister Jean Castex kündigte am Donnerstag in Paris an, dass es nun auch im Département Pas-de-Calais am Ärmelkanal einen Wochenend-Lockdown geben wird. In Nizza am Mittelmeer und der nordfranzösischen Hafenstadt Dunkerque (Dünkirchen) gilt bereits ein derartiger Lockdown.

Die dicht besiedelte Hauptstadtregion Paris und die Hafenstadt Marseille bleiben von solchen Einschränkungen bisher verschont.

Update, 4. März, 17.35 Uhr: Friseurin soll trotz positivem Corona-Test in Salon gewesen sein

Eine Friseurin soll trotz eines positiven Corona-Tests in einem Salon in Eschweiler bei Aachen tätig gewesen sein.

Mehr im Artikel: "War Friseurin trotz positivem Corona-Test in Salon tätig?

Eine Friseurin bei der Arbeit.
Eine Friseurin bei der Arbeit.  © 123RF / Sergiy Tryapitsyn

Update, 4. März, 16.48 Uhr: Corona-Trucker startet Quarantäne im Führerhaus

Ein an Covid-19 erkrankter Lkw-Fahrer aus Rumänien hat seine Quarantäne im Führerhaus seines Transporters antreten müssen. Wie die Polizei mitteilte, wurde dem Trucker im Laufe des Donnerstags eine Unterkunft für die weitere Isolation zugewiesen.

Der Mann hatte am Mittwoch mit einem zu hoch beladenen Autotransporter die Höhenkontrolle des Rendsburger Kanaltunnels (Schleswig-Holstein) ausgelöst. Nachdem der Lkw provisorisch tiefer gelegt und durch den Tunnel begleitet worden war, teilte der Fahrer den Beamten mit, dass er unter grippeähnlichen Symptomen leiden würde. Der angeordnete Corona-Schnelltest brachte ein positives Ergebnis.

Die eingesetzten Beamten stehen in engem Kontakt zum polizeiärztlichen Dienst und sollen in den folgenden Tagen auf das Coronavirus getestet werden.

Update, 4. März, 16.45 Uhr: Corona-Ausbruch in Fleischwerk Rheinstetten - 69 positiv Getestete

In einem Fleischwerk von Edeka Südwest in Rheinstetten sind Dutzende Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Ein Sprecher des Landratsamts Karlsruhe berichtete am Donnerstag von 69 positiv Getesteten und 140 Kontaktpersonen, die in Quarantäne bleiben müssten. In einem Fall sei die zuerst in Großbritannien nachgewiesene mutierte Variante des Virus bestätigt worden.

Mehr dazu hier: "Corona-Ausbruch im Edeka-Fleischwerk! Dutzende Mitarbeiter infiziert"

Update, 4. März, 16.45 Uhr: SPD wirft Spahn Panne bei Tests vor

Die SPD hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vorgeworfen, für einen verzögerten breiten Einsatz von Corona-Tests in Deutschland verantwortlich zu sein.

"Der Dreiklang aus Impfen, Testen und verantwortbarem Öffnen mit konsequenter Nachverfolgung der Kontakte gibt vielen Hoffnung", heißt es in einer der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Mitteilung der SPD-Vorsitzenden Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans.

Deutliche Erleichterungen für Einzelhandel, Kultur und viele Dienstleister und ihre Kunden rückten in greifbare Nähe. "Die neueste Panne von Gesundheitsminister Spahn könnte die Umsetzung der Pläne allerdings um Wochen verzögern, weil er die für ein Gelingen der Gesamtstrategie notwendige Beschaffung von Schnelltests und der Aufbau einer Teststrategie sträflich vernachlässigt hat", so die SPD-Chefs.

Laut Spahns Ministerium sind genug Corona-Schnelltests auf dem Markt. 150 Millionen Schnelltests lägen auf Halde. Länder und Kommunen müssten diese nur abrufen.

Update, 4. März, 16.15 Uhr: Soldat nach Beschwerden über Anti-Impf-Aussagen abgezogen

Nach Beschwerden über Äußerungen eines Soldaten gegen das Impfen im Einsatz am Impfzentrum im Kreis Minden-Lübbecke hat die Bundeswehr interne Ermittlungen eingeleitet.

Mehr dazu im Artikel: "Soldat will Menschen vom Impfen abhalten: Bundeswehr zieht Konsequenzen"

Soldaten trainieren mit Gewehren auf einem Gelände.
Soldaten trainieren mit Gewehren auf einem Gelände.  © picture alliance / Franziska Kraufmann/dpa

Update, 4. März, 16 Uhr: Ministerpräsident Weil muss vorübergehend in Quarantäne

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) muss nach einem Corona-Infektionsfall in seiner Staatskanzlei vorübergehend in Quarantäne.

"Es geht uns gut, keiner hat Symptome", teilte die Staatskanzlei am Donnerstag in Hannover mit. Das Landesgesundheitsamt gehe aber davon aus, dass der Ministerpräsident als direkte Kontaktperson bis zum Montag kommender Woche in Quarantäne müsse.

Stephan Weil (SPD), Ministerpräsident von Niedersachsen, muss in Quarantäne.
Stephan Weil (SPD), Ministerpräsident von Niedersachsen, muss in Quarantäne.  © Julian Stratenschulte/dpa

Update, 4. März, 15.55 Uhr: Erstmals Export von Astrazeneca-Impfstoff aus der EU gestoppt

Erstmals ist die Ausfuhr von Corona-Impfstoff aus der Europäischen Union in einen Drittstaat über die neue Exportkontrolle gestoppt worden.

Italien verhinderte den Export von 250.000 Dosen Impfstoff des britisch-schwedischen Herstellers Astrazeneca an Australien, wie EU-Kreise am Donnerstag bestätigten. Zuerst hatte die "Financial Times" darüber berichtet.

Titelfoto: Hassan Ammar/AP/dpa

Mehr zum Thema Coronavirus:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0