Coronavirus: Für Mitte Juni: Seehofer plant Aufhebung von Grenzkontrollen

Deutschland/Welt - Die Lage rund um das Coronavirus in Deutschland hat sich in den zurückliegenden Wochen zunächst beruhigt. Das ist laut der Bundesregierung und dem RKI zwar erfreulich, jedoch noch kein Grund zur Entwarnung.

Kaum eine Spur von Corona: Am Warnemünder Ostseestrand verbringen viele Deutsche ihren Sommer-Anfang.
Kaum eine Spur von Corona: Am Warnemünder Ostseestrand verbringen viele Deutsche ihren Sommer-Anfang.  © dpa/Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild

Deutschland kann, mit einer Schutzmaske über Mund und Nase, größtenteils aufatmen und sich an die "Neue Normalität" gewöhnen.

Unter Auflagen (Abstand halten und Gesichtsmaske tragen) können alle Geschäfte wieder öffnen. Auch jeder Schüler und jedes Vorschulkind soll vor dem Sommer noch mindestens einmal in die Schule oder Kita gehen.

Restaurants, Cafés, Hotels und Ferienwohnungen dürfen ebenfalls unter teils erheblichen Einschränkungen wieder öffnen. Jedes Bundesland legt hierfür eigene Regeln fest. Selbst Freizeitparks und Freibäder dürfen unter strengen Voraussetzungen vielerorts wieder öffnen.

Mittlerweile gibt es 184.924 bestätigte Infektionen in Deutschland. Außerdem 8642 Todesfälle und 168.445 Genesene (Stand 5. Juni, 14 Uhr).

Die USA haben weiterhin weltweit die meisten Fälle - über 1,87 Millionen. 108.211 Menschen sind bereits gestorben (Stand 5. Juni, 14 Uhr).

Weltweit gibt es über 6,66 Millionen bestätigte Fälle und mehr als 391.656 Todesfälle (Stand 5. Juni, 14 Uhr).

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 gibt es hier im Ticker.

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Update, 5. Juni, 15 Uhr: Leichtathleten wollen Saison retten: Noch fünf große Veranstaltungen

Der Deutsche Leichtathletik-Verband will trotz der strengen Corona-Auflagen in diesem Jahr zumindest noch fünf große Meisterschaften über die Bühne bringen. Bei einigen Events der "Late Season" (Späte Saison) stehen allerdings noch Sondergenehmigungen der Behörden aus beziehungsweise Termine noch nicht fest. So wurde für die deutschen Meisterschaften, die am 8./9. August in Braunschweig - definitiv ohne Zuschauer - nachgeholt werden sollen, die erforderliche Sondererlaubnis beantragt, die Veranstaltung aber noch nicht genehmigt. Dies teilte der DLV am Freitag mit.

So sind die deutschen Mehrkampf-Meisterschaften in Vaterstetten für den 21. bis 23. August geplant - auch Zehnkampf-Weltmeister Niklas Kaul (Mainz) will daran teilnehmen. Für die Jugendmeisterschaften in Ulm (Mitte September) stehe ein genaues Datum noch nicht fest, für die Mehrkampf-Meisterschaften der Senioren in Zella-Mehlis soll eine Entscheidung bis 16. Juni fallen. Auch die erforderliche Sondergenehmigung für den Länderkampf "Berlin fliegt!" Mitte August sei noch nicht erteilt worden.

Zahlreiche Meisterschaften wurden wegen der Corona-Pandemie definitiv abgesagt: unter anderem die U23-DM, die Meisterschaften über 50 Kilometer Gehen sowie im Marathon und Halbmarathon.

"Für alle Titelkämpfe, die durchgeführt werden sollen, muss neben einem Sonderantrag an die Behörden ein Durchführungs- und Hygienekonzept erstellt werden auf der Basis der behördlichen Anordnungen", heißt es in dem DLV-Statement.

Darüber hinaus habe der Verband ein allgemeines Hygiene- und Durchführungskonzept erarbeitet, "welches als Empfehlung dient und auch von Landesverbänden, Kreisen/Bezirken und Vereinen als Grundlage für die Ableitung eigener Konzepte verwendet werden kann".

Der Zehnkampf-Weltmeister Niklas Kaul bei der Weltmeisterschaft 2019 in Katar.
Der Zehnkampf-Weltmeister Niklas Kaul bei der Weltmeisterschaft 2019 in Katar.  © Michael Kappeler/dpa

Update, 5. Juni, 14.50 Uhr: Tarifabschluss für VW-Dienstleistungstöchter - Entgeltfrage später

Für rund 9100 Mitarbeiter der VW-Dienstleistungstöchter Volkswagen Group Services und Volkswagen Vertriebsbetreuungsgesellschaft gibt es einen neuen Tarifvertrag. Bis zum Jahresende wird jedoch angesichts der angespannten Lage in der Corona-Krise auf eine Entgelterhöhung verzichtet. Dies wurde auch schon für die knapp 120.000 Beschäftigten im VW-Haustarif ähnlich geregelt. Wie die IG Metall am Freitag berichtete, einigten sich Gewerkschaft und Arbeitgeber auf eine Verschiebung der Lohnrunde.

Vereinbart wurde aber bereits jetzt unter anderem die Möglichkeit eines bis zu sechsmonatigen Sabbaticals für Beschäftigte bei anhaltender Zahlung von drei Vierteln des Bruttolohns. Freistellungen zur Kinderbetreuung oder Pflege von Angehörigen gehören ebenso dazu. Zudem gibt es betriebliche Aufstockungen der Leistungen für Eltern, deren Kinder von angeordneten Schulschließungen betroffen sind.

Die US-Fahne spiegelt sich in Logo und Kühlergrill eines Volkswagen-Fahrzeugs. Volkswagen muss in der "Dieselgate"-Affäre weitere empfindliche Bußgelder in den USA fürchten. Ein Berufungsgericht entschied am Montag, dass trotz bereits geschlossener Vergleiche zusätzliche Strafen zweier Bezirke der Bundesstaaten Florida und Utah zulässig seien.
Die US-Fahne spiegelt sich in Logo und Kühlergrill eines Volkswagen-Fahrzeugs. Volkswagen muss in der "Dieselgate"-Affäre weitere empfindliche Bußgelder in den USA fürchten. Ein Berufungsgericht entschied am Montag, dass trotz bereits geschlossener Vergleiche zusätzliche Strafen zweier Bezirke der Bundesstaaten Florida und Utah zulässig seien.  © picture alliance / Friso Gentsch/dpa

Update, 5. Juni, 14.40 Uhr: Schlachthofmitarbeiter in Rheinland-Pfalz positiv auf Covid-19 getestet

Ein Mitarbeiter eines Schlachthofs in Wittlich ist positiv auf Covid-19 getestet worden. Der Mann sei zuvor zwei Wochen in Heimaturlaub in Rumänien gewesen und am Pfingstwochenende gemeinsam mit drei weiteren Mitarbeitern nach Wittlich zurückgekehrt, teilte die Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich am Freitag mit. Die vier Mitarbeiter hätten seitdem in einer "Quarantäne-Wohnung" in Wittlich gewohnt. Bei den anderen drei Mitarbeitern seien die Tests negativ ausgefallen - sie müssten sich aber am Montag erneut testen lassen, hieß es.

Laut Kreisverwaltung sind alle vier Personen zurzeit von der Arbeit freigestellt. Sie seien bis zum Ende der behördlich angeordneten Quarantäne in zwei unterschiedlichen Wohnungen untergebracht. Keiner der Mitarbeiter zeige Symptome. Gemäß dem Testkonzept des Landes Rheinland-Pfalz werde zurzeit auch das zu ermittelnde Umfeld der positiv getesteten Person untersucht, teilte der Kreis mit. Am Montag sollte es vorsorglich insgesamt rund 20 weitere Testungen geben.

Wegen der häuslichen Quarantäne der Mitarbeiter und verschiedener Hygienemaßnahmen des Unternehmens bestehe "Hoffnung, dass aus dem Einzelfall kein größeres Infektionsgeschehen innerhalb des Betriebs erwächst", teilte die Kreisverwaltung mit. Genaueres werde man Anfang nächster Woche nach den Tests abschätzen können. Das von dem Fall betroffene Unternehmen hat eine Belegschaft von gut 500 Personen.

Halbierte Schweine hängen in einem Schlachthof. Im niedersächsischen Dissen wurden Mitte Mai 92 Mitarbeiter eines Schlachthofes positiv auf Corona getestet. Die Befürchtung vieler Betriebe, dass sich das Virus auch bei Ihnen ausbreitet, wächst.
Halbierte Schweine hängen in einem Schlachthof. Im niedersächsischen Dissen wurden Mitte Mai 92 Mitarbeiter eines Schlachthofes positiv auf Corona getestet. Die Befürchtung vieler Betriebe, dass sich das Virus auch bei Ihnen ausbreitet, wächst.  © Mohssen Assanimoghaddam/dpa

Update, 5. Juni, 14.35 Uhr: Arbeitslosenquote in den USA im Mai leicht auf 13,3 Prozent gesunken

Die Arbeitslosenquote in den USA ist im Mai trotz der Coronavirus-Pandemie leicht auf 13,3 Prozent gesunken. Im April hatte die Quote noch bei 14,7 Prozent gelegen, wie die US-Regierung am Freitag mitteilte. Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft sei um 2,5 Millionen angestiegen, hieß es.

Update, 5. Juni, 14.25 Uhr: Scheuer fordert Autobauer zu mehr Tempo bei Elektromobilität auf

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hat die deutsche Autoindustrie zu mehr Tempo bei der Elektromobilität aufgefordert. Es müssten "massenwirksam" Produkte mit alternativen Antrieben auf die Straße kommen, sagte Scheuer am Freitag in Berlin. Auch die Wirtschaft habe eine Aufgabe, sie könne nicht nur nach dem Staat und der Politik rufen.

Die von den Koalitionsspitzen beschlossene Senkung der Mehrwertsteuer sei ein "echtes Angebot" an die Branche. Daneben gebe es in dem Konjunkturpaket Programme, um die Erneuerung von Flotten beispielsweise von Handwerkern voranzubringen. Auch beim Ausbau des Ladenetzes für E-Autos solle es noch einmal einen Schub geben.

Die Spitzen von Union und SPD hatten vereinbart, Kaufprämien für Elektroautos zu erhöhen - die von der Autobranche vehement geforderten Prämien beim Kauf neuer Autos mit Verbrennungsmotor aber gibt es nicht. Vor allem die SPD-Spitze war dagegen. Auch Scheuer hatte sich eigentlich für eine solche Verbrenner-Prämie eingesetzt. Er verwies nun aber auf die geplante Senkung der Mehrwertsteuer.

Die Nachfrage nach Autos ist in der Corona-Krise eingebrochen. Die Autobranche hatte sich enttäuscht darüber gezeigt, dass es keine Prämien beim Kauf von neuen Benzinern und Dieselautos gibt. Die Nachfrage nach E-Autos ist zwar zuletzt gestiegen, die Zahl der Neuzulassungen liegt aber immer noch auf einem niedrigen Niveau.

Andreas Scheuer (CSU), Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, wartet auf den Beginn einer Sitzung des Bundeskabinetts im Kanzleramt.
Andreas Scheuer (CSU), Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, wartet auf den Beginn einer Sitzung des Bundeskabinetts im Kanzleramt.  © Michael Kappeler/dpa-pool/dpa

Update, 5. Juni, 14.15 Uhr: Mehr Firmen-Insolvenzen - Ausmaß der Pleitewelle noch nicht sichtbar

Mit Auswirkungen auf tausende Arbeitnehmer ist im Mai die Zahl der Firmenpleiten einer Statistik des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) zufolge weiter gestiegen. 1019 Personen- und Kapitalgesellschaften in Deutschland und damit 70 mehr als im Vormonat April hätten sich insolvent gemeldet, teilte das IWH am Freitag mit. Während die Firmen-Zahl relativ leicht anstieg, waren im Mai deutlich mehr Arbeitskräfte als zuvor betroffen. Nach Angaben des IWH beschäftigen allein die fünf größten Firmen darunter insgesamt mehr als 10.000 Menschen. Zuvor hätten sich kaum Firmen mit mehr als 1000 Arbeitskräften insolvent gemeldet.

Dass auch große Unternehmen betroffen sind, liegt dem IWH zufolge daran, dass in der akuten Krise ausgelöst durch das Coronavirus oft die nötige Zeit fehle. Jenseits von Wirtschaftskrisen schafften es angeschlagenen Großunternehmen eigentlich besser als kleine Firmen, Insolvenzen durch Sanierungsmaßnahmen zu vermeiden, hieß es weiter.

Zudem spiegelten die aktuellen Zahlen lediglich den Anfang der Krise wider, erklärte IWH-Insolvenzforscher Steffen Müller. Das Ausmaß der Pleitewelle wird ihm zufolge erst in den kommenden Monaten sichtbar. Das liege unter anderem am zeitlichen Abstand zwischen der Antragstellung auf Insolvenz und der Bekanntmachung der Eröffnungsentscheidung im Insolvenzverfahren durch die Gerichte. Ein Unternehmen, das beispielsweise im Mai seine Insolvenz bekannt machte, könnte schon im Februar oder März angezeigt haben, nicht mehr zahlungsfähig gewesen zu sein.

Das Logo des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH).
Das Logo des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH).  © Hendrik Schmidt/ZB/dpa

Update, 5. Juni, 14.10 Uhr: Italienischer Außenminister würdigt deutsche Corona-Hilfe

Der italienische Außenminister Luigi Di Maio hat in Berlin bei seiner ersten Auslandsreise seit Beginn der Corona-Krise die deutsche Hilfe für Italien gewürdigt. "Die Unterstützung Deutschlands für unser Land hat in der gesamten Zeit der Pandemie eigentlich nie gefehlt", sagte er am Freitag nach einem Treffen mit seinem Kollegen Heiko Maas in Berlin. "Es hat hier umfangreiche Bezeugungen der Unterstützung und der Solidarität gegeben."

Zu Beginn der Krise im Februar und März hatte es aus Italien scharfe Kritik an Deutschland gegeben. Vor allem ein deutscher Exportstopp für Atemschutzmasken, Schutzanzüge und -brillen sorgte für Unmut. Auch das kategorische Nein der Bundesregierung zur Vergemeinschaftung von Schulden über sogenannte "Corona-Bonds" führte zu einer Anti-Deutschland-Stimmung. Dass die Bundesregierung italienische Covid-19-Kranke zur Behandlung nach Deutschland holte, wurde in der Öffentlichkeit weniger stark wahrgenommen.

Inzwischen haben Deutschland und Frankreich allerdings einen gemeinsamen Vorstoß für ein EU-Wiederaufbauprogramm gestartet, der in Italien gut angekommen ist. Außerdem hofft die italienische Tourismuswirtschaft auf deutsche Urlauber nach der Aufhebung der weltweiten Reisewarnung am 15. Juni.

Heiko Maas (SPD), Außenminister, nimmt neben seinem italienischem Amtskollegen Luigi Di Maio (l) an einer Pressekonferenz nach einem gemeinsamen Gespräch im Auswärtigen Amt teil.
Heiko Maas (SPD), Außenminister, nimmt neben seinem italienischem Amtskollegen Luigi Di Maio (l) an einer Pressekonferenz nach einem gemeinsamen Gespräch im Auswärtigen Amt teil.  © Michael Kappeler/dpa POOL/dpa

Update, 5. Juni, 14.05 Uhr: Corona-Warn-App: Positiv Getestete können sich über Hotline melden

Anwender der künftigen Corona-Warn-App können auch über eine Telefonhotline ihren Infektionsstatus in der App aktualisieren, wenn sie positiv getestet wurden. 

Die Hotline sei einer von zwei Telefon-Services zu der für Mitte Juni erwarteten App, die rund um die Uhr erreichbar seien, berichtet das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". In der anderen Hotline gehe es nur um technische Fragen der Nutzer.

Die Verifizierungs-Hotline ist notwendig, weil das Konzept der Corona-Warn-App nicht erlaubt, den Infektionsstatus ohne Nachweis auf "positiv" zu setzen. Damit sollen Fehlalarme vermieden werden. In der Regel soll die Freischaltung nach einem positiven Test deshalb digital erfolgen. 

Allerdings verfügen etliche Labore noch nicht über eine sichere Anbindung. Wer sich dort testen lasse, könne sich nicht wie eigentlich vorgesehen einfach per QR-Code in der App als infiziert melden, sondern müsse die Hotline anrufen. Dort stellten psychologisch geschulte Mitarbeiter dann Testfragen, die klären sollten, ob tatsächlich ein positiver Test vorliege oder ein Scherzbold in der Leitung sei.

Die Netzexpertin in der Linksfraktion des Bundestages, Anke Domscheit-Berg, kritisierte das Hotline-Verfahren als «problematisch und missbrauchsanfällig». Die App lasse sich "nicht allein mit Testfragen von Callcenter-Mitarbeitern trollsicher machen".

Anwender der künftigen Corona-Warn-App können auch über eine Telefonhotline ihren Infektionsstatus in der App aktualisieren, wenn sie positiv getestet wurden.
Anwender der künftigen Corona-Warn-App können auch über eine Telefonhotline ihren Infektionsstatus in der App aktualisieren, wenn sie positiv getestet wurden.  © Stefan Jaitner/dpa

Update, 5. Juni, 14 Uhr: Premier League gibt Spielplan für Wiederaufnahme der Saison bekannt

Der FC Liverpool könnte mit etwas Glück schon am 21. Juni englischer Fußballmeister werden. Die Premier League veröffentlichte am Freitag den neuen Spielplan für die restlichen Saisonspiele. Spitzenreiter Liverpool spielt am Sonntag, dem 21. Juni, beim Lokalrivalen FC Everton. 

Sollte der Titelverteidiger und Tabellenzweite Manchester City sein Auftaktspiel am 17. Juni gegen den FC Arsenal verlieren, wäre Liverpool mit einem Derbysieg Meister.

Wegen der Coronavirus-Pandemie war die Premier-League-Spielzeit im März unterbrochen worden. Vorausgesetzt, alle Sicherheitsvorkehrungen sind bis dahin eingeführt, soll die Saison vom Mittwoch (17. Juni) an fortgesetzt werden. Den Auftakt machen die beiden Nachholspiele des 29. Spieltags. Zunächst treffen die beiden Aufsteiger Aston Villa und Sheffield United aufeinander. Anschließend empfängt Man City den FC Arsenal.

Der FC Liverpool könnte mit etwas Glück schon am 21. Juni englischer Fußballmeister werden.
Der FC Liverpool könnte mit etwas Glück schon am 21. Juni englischer Fußballmeister werden.  © Peter Byrne/PA Wire/dpa

Am Freitag darauf geht es mit dem 30. Spieltag weiter. Tottenham Hotspur mit Trainer José Mourinho hat dessen Ex-Club Manchester United zu Gast. Am Samstag spielen unter anderem Brighton & Hove Albion gegen den FC Arsenal und Watford gegen Leicester City, bevor am Sonntag das Liverpool-Derby ansteht, dessen Austragungsort noch offen ist. 

Alle Spiele finden zeitversetzt statt und werden live im britischen Fernsehen übertragen, einige sogar im Free-TV.

Update, 5. Juni, 13.45 Uhr: Karliczek fordert "allergrößte Vorsicht" an den Schulen

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek warnt ihre Kolleginnen und Kollegen in den Ländern einem "Spiegel"-Bericht zufolge vor einem überhasteten Wiedereinstieg in den normalen Schulbetrieb. 

"Solange wir noch keinen Impfstoff gegen Covid-19 haben, muss auch an den Schulen weiter allergrößte Vorsicht herrschen, um strukturierten Unterricht anbieten zu können", zitiert das Nachrichtenmagazin die CDU-Politikerin. 

Es müsse weiter alles getan werden, damit die Schulen nicht zu Infektionsherden würden. Karliczek bezieht sich dem Bericht zufolge ausdrücklich auf neue Erkenntnisse des Berliner Virologen Christian Drosten.

Dieser hatte in einer überarbeiteten Fassung seiner Studie zur Infektiosität von Kindern in der Corona-Krise an seiner grundlegenden Aussage festgehalten. Es gebe keine Hinweise darauf, dass Kinder im Bezug auf Sars-CoV-2 nicht genauso ansteckend seien wie Erwachsene. 

Die aktualisierte Analyse bestätige "Hinweise auf eine erhebliche Virenlast bei infizierten Kindern", sagte die Ministerin. Das müsse man beachten. "Die Schulen sollten weiter unbedingt auf den Gesundheitsschutz achten, damit dort verlässlicher Präsenzunterricht angeboten werden kann - selbst wenn dies im Wechsel zu einem digitalen Unterricht geschieht."

Vertreter mehrerer Bundesländer hatten bereits angekündigt, dass sie nach den Sommerferien wieder einen Normalbetrieb an den Schulen anstreben. Schon vor den Ferien wollen einige zumindest an den Grundschulen auch wieder volle Klassen unterrichten und dabei auf die Abstandsregeln verzichten.

Anja Karliczek (CDU), Bundesministerin für Bildung und Forschung.
Anja Karliczek (CDU), Bundesministerin für Bildung und Forschung.  © Michael Kappeler/dpa

Update, 5. Juni, 13.25 Uhr: Priester aus Mecklenburg-Vorpommern mit vielen Kontakten positiv auf Corona getestet

Ein katholischer Priester aus Mecklenburg-Vorpommern ist nach Angaben seiner Kirchengemeinde positiv auf das Covid-19-Virus getestet worden. Der Mann hatte sehr viele Kontakte zu Menschen, etwa bei Gottesdiensten in Demmin, Stralsund und Grimmen, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock am Freitag mitteilte. 

Die Pfarrei St. Bernhard hat auf ihrer Internetseite bis zum 12. Juni alle Gottesdienste in Stralsund und Demmin abgesagt. Gesundheitsämter in der Region hätten Kontaktpersonen ermittelt und informiert, etwa über Listen, in die sich Gottesdienstbesucher eintragen. 

Für enge Kontaktpersonen des Mannes seien Quarantäne-Maßnahmen verhängt worden. Außerdem laufen dem Amt zufolge umfangreiche Umgebungsuntersuchungen.

Bisher ist laut Lagus eine weitere Infektion bei einer Kontaktperson aus dem Landkreis Vorpommern-Rügen bekannt. Zahlreiche andere Menschen warten noch auf ihre Testergebnisse. Die Labor-Ergebnisse der etwa 130 Abstriche sollen am Freitagabend oder am Samstag vorliegen. Bislang wurden 12 Menschen vorsorglich in häusliche Isolation geschickt.

Ein katholischer Priester aus Mecklenburg-Vorpommern ist nach Angaben seiner Kirchengemeinde positiv auf das Covid-19-Virus getestet worden. (Symbolbild)
Ein katholischer Priester aus Mecklenburg-Vorpommern ist nach Angaben seiner Kirchengemeinde positiv auf das Covid-19-Virus getestet worden. (Symbolbild)  © Christian Charisius/dpa

Update, 5. Juni, 13.15 Uhr: Seehofer will Grenzkontrollen Mitte Juni aufheben

Die deutschen Grenzkontrollen zu anderen europäischen Staaten sollen nach dem Willen von Bundesinnenminister Horst Seehofer Mitte des Monats wegfallen. Einen entsprechenden Vorschlag werde er nächste Woche Mittwoch dem Bundeskabinett vorlegen, sagte der CSU-Politiker am Freitag in Berlin nach Video-Beratungen mit seinen EU-Kollegen. 

Auch ein Großteil der anderen EU-Staaten wolle die in der Corona-Krise eingeführten Kontrollen Mitte des Monats aufheben. Ein kleinerer Teil der Staaten werde dies Ende Juni tun.

Deutschland kontrolliert seit Mitte März die Grenzen zu Frankreich, Dänemark, der Schweiz und Österreich. Aus diesen Ländern darf derzeit nur kommen, wer zum Beispiel in Deutschland arbeitet, Verwandte besucht oder nach seiner Zweitwohnung schauen will. Gleiches gilt für die Einreise mit dem Flugzeug aus Italien und Spanien.

Horst Seehofer (CSU), Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat.
Horst Seehofer (CSU), Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat.  © Carsten Koall/dpa

Update, 5. Juni, 13 Uhr: Pakistan führt wieder Beschränkungen ein

Nach einem Anstieg der Coronavirus-Infektionen hat Pakistan wieder Beschränkungen im öffentlichen Leben durchgesetzt. Viele Märkte und Einkaufszentren wurden in der Zentralprovinz Punjab durch die Polizei geschlossen, wie Industrieminister Aslam Iqbal am Freitag sagte.

Die Eigentümer hätten die Maskenpflicht nicht durchgesetzt. Diese war vor wenigen Tagen durch die Zentralregierung und die regionalen Verwaltungen eingeführt worden, nachdem die Krankenhäuser in den Großstädten mit Patienten überfüllt waren.

In der Hauptstadt Islamabad wurden zehn Stadtteile durch Polizeisperren abgeriegelt, um eine weitere Ausbreitung des Virus aufzuhalten, sagte der lokale Verwaltungschef Hamza Shafqaat. Pakistan sei noch mindestens einen Monat vom Höhepunkt der Pandemie entfernt, sagte der Chef der Katastrophenhilfe, Mohamed Afzal.

Pakistan setzt in der Coronakrise auch auf die Hilfe von Influencern. Chaudhry Sarwar, Gouverneur der Zentralprovinz Punjab, traf sich am Donnerstag mit Prominenten und bat sie, die Regierung bei der Aufklärung im Kampf gegen Covid-19 zu unterstützen. Die Infektionen stiegen im Land rapide an, nachdem die Behörden vor rund einem Monat fast alle Beschränkungen aufgehoben hatten. Im Land sind derzeit mehr als 89 000 Infektionen bekannt.

Nach einem Anstieg der Coronavirus-Infektionen hat Pakistan wieder Beschränkungen im öffentlichen Leben durchgesetzt.
Nach einem Anstieg der Coronavirus-Infektionen hat Pakistan wieder Beschränkungen im öffentlichen Leben durchgesetzt.  © Ahmad Kamal/Xinhua/dpa

Update, 5. Juni, 12.58 Uhr: "We kick Corona": Goretzka und Kimmich knacken Fünf-Millionen-Marke

Die deutschen Fußball-Nationalspieler Leon Goretzka und Joshua Kimmich haben mit ihrer Hilfsaktion "We kick Corona" die Fünf-Millionen-Euro-Marke übertroffen. Wie die Initiative am Freitag berichtete, trugen etwa 4000 Groß- und Kleinspender zum Erfolg der Aktion der beiden Profis des FC Bayern München bei.

"Dass unsere Initiative soviel Unterstützung bekommt, ist einfach großartig, und ich bin stolz, dass sich uns inzwischen so viele
Menschen angeschlossen haben. Denn damit können wir wiederum möglichst vielen helfen, die die Corona-Pandemie besonders stark trifft", äußerte Goretzka.

Zuletzt hätten sich unter anderen die Fußball-Trainer Ottmar Hitzfeld und Hansi Flick, Schauspieler Florian-David Fitz, Musiker Johannes
Oerding oder der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) dem
Unterstützerkreis angeschlossen. 400 Projekte konnten nach Angaben auf der Website www.wekickcorona.com inzwischen unterstützt werden.

Die beiden 25 Jahre alten Nationalspieler Goretzka und Kimmich hatten selbst gemeinsam einen Startbetrag von einer Million Euro gespendet. Viele Sportkollegen über den Fußball hinaus schlossen sich an.

Die deutschen Fußball-Nationalspieler Leon Goretzka und Joshua Kimmich haben mit ihrer Hilfsaktion "We kick Corona" die Fünf-Millionen-Euro-Marke übertroffen.
Die deutschen Fußball-Nationalspieler Leon Goretzka und Joshua Kimmich haben mit ihrer Hilfsaktion "We kick Corona" die Fünf-Millionen-Euro-Marke übertroffen.  © Marius Becker/dpa

Update, 5. Juni, 12.55 Uhr: Reiseverband fürchtet um Lehrstellen in Corona-Krise

Die deutsche Reisewirtschaft steuert in der Corona-Krise nach Einschätzung des Branchenverbandes DRV auf einen Nachwuchsmangel zu. 

Nach einer nicht repräsentativen Umfrage des Verbandes planen kleine und mittelständische Ausbildungsbetriebe, in dem im Herbst beginnenden neuen Ausbildungsjahr nur noch halb so viele Stellen anzubieten wie im Vorjahr. Besonders deutlich sei der Rückgang mit 64 Prozent bei den Tourismuskaufleuten, teilte der DRV am Freitag in Berlin mit.

"Die aktuellen Entwicklungen bereiten uns große Sorge, da zu befürchten steht, dass der Branche der Nachwuchs ausgeht", sagte DRV-Präsident Norbert Fiebig. "Die Ausbildungsbetriebe brauchen in dieser Ausnahmesituation dringend Hilfe, etwa durch eine staatliche Übernahme der Ausbildungsvergütung im ersten Ausbildungsjahr."

Der im Konjunkturpaket der großen Koalition geplante Zuschuss für Ausbildungsbetriebe reiche, um die drängendsten Herausforderungen der Reisewirtschaft zu lösen. Die Branche ist mit am härtesten von der Corona-Krise betroffen, viele Unternehmen bangen um ihre Existenz.

Norbert Fiebig ist Präsident des Deutschen Reiseverbands (DRV).
Norbert Fiebig ist Präsident des Deutschen Reiseverbands (DRV).  © DRV/dpa-tmn

Update, 5. Juni, 12.40 Uhr: Bordelle dürfen in Rheinland-Pfalz wieder öffnen

Anders als in vielen anderen Bundesländern dürfen ab kommenden Mittwoch (10. Juni) in Rheinland-Pfalz Bordelle unter Corona-Schutzauflagen wieder öffnen. Nach der jüngsten Verordnung der Landesregierung vom späten Donnerstagabend gilt aber eine Maskenpflicht, wenn das Abstandsgebot nicht eingehalten werden kann und "sofern die Art der Dienstleistung dies zulässt". 

Die Kontaktdaten aller Personen müssen auch in Bordellen erfasst werden. Das Gleiche gilt auch für Shisha-Bars.

Ebenfalls ab Mittwoch dürfen neben Chören auch Blasorchester wieder proben, selbst im Freien soll das aber nicht länger als eine halbe Stunde dauern, wie aus dem entsprechenden Hygienekonzept hervorgeht. 

Zum Schutz vor Aerosolen muss aber ein Mindestabstand von drei Metern eingehalten werden. Bei Proben, die ausnahmsweise im Inneren stattfinden, soll nach 30 Minuten für 15 Minuten gelüftet werden.

Anders als in vielen anderen Bundesländern dürfen ab kommenden Mittwoch (10. Juni) in Rheinland-Pfalz Bordelle unter Corona-Schutzauflagen wieder öffnen.
Anders als in vielen anderen Bundesländern dürfen ab kommenden Mittwoch (10. Juni) in Rheinland-Pfalz Bordelle unter Corona-Schutzauflagen wieder öffnen.  © Andreas Arnold/dpa

Update, 5. Juni, 12.20: Rolle rückwärts: Erdogan sagt Ausgangssperre über Wochenende wieder ab

Nach Protesten aus der Bevölkerung hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan eine gerade erst für das Wochenende verkündete Ausgangssperre wieder abgesagt.

Am frühen Freitagmorgen hatte das Innenministerium angekündigt, dass die Menschen in 15 Städten und Provinzen wegen der Corona-Pandemie zwischen Freitag- und Sonntagnacht erneut daheim bleiben müssten - am Mittag meldete sich dann Erdogan zu Wort. 

"Die Bewertungen, die wir von unseren Bürgern erhalten haben, haben uns dazu veranlasst, die Entscheidung zu überdenken", schrieb er in einer Serie von Tweets. Er erwähnte "soziale und wirtschaftliche Folgen". Die Pandemie hatte die sowieso schwächelnde türkische Wirtschaft hart getroffen und sich unter anderem auf Währung und Arbeitslosenzahlen ausgewirkt.

Ausgangssperren über das Wochenende gab es für ausgewählte Provinzen und Städte seit Mitte April. Erdogan schrieb, dass die Regierung sie eigentlich nicht habe fortsetzen wollen, aber dass jüngst die Zahl der täglichen Neu-Infektionen "von 700 auf fast 1000" gestiegen sei.

Er forderte die Menschen nachdrücklich dazu auf, ihre Masken zu tragen, Abstand zu halten und an die Hygienemaßnahmen zu denken. Die Worte Maske, Abstand und Reinlichkeit setzte er in Großbuchstaben.

Recep Tayyip Erdogan, Präsident der Türkei.
Recep Tayyip Erdogan, Präsident der Türkei.  © Uncredited/Turkish Presidency/AP/dpa

Update, 5. Juni, 12.05 Uhr: Inselstaat Fidschi erklärt sich für coronafrei

Der pazifische Inselstaat Fidschi ist eigenen Angaben zufolge frei vom Coronavirus. Es gebe keine aktiven Fälle der Lungenkrankheit Covid-19 mehr, schrieb der Regierungschef von Fidschi, Frank Bainimarama, am Freitag auf Twitter. 

"Und selbst bei täglich steigenden Testzahlen ist es nun 45 Tage her, seitdem wir unseren letzten Fall registriert haben." Ohne Todesfälle liege die Genesungsrate in Fidschi bei 100 Prozent, hieß es weiter.

Der Inselstaat östlich von Australien hat bislang 18 Infektionen mit dem Coronavirus registriert. Die erste Infektion wurde Mitte März bekannt, die bislang letzte rund einen Monat später am 21. April. Rund 100 Menschen befinden sich noch in Quarantäne.

Fidschi zählt rund 900 000 Einwohner und ist einer der wenigen Inselstaaten im Südpazifik, die Fälle von Covid-19 bestätigt haben. Für Reisende aus dem Ausland gilt weiter eine Einreisesperre. Im Land sind Zusammenkünfte auf 20 Personen beschränkt. Zudem gilt landesweit eine nächtliche Ausgangssperre.

Titelfoto: Carsten Koall/dpa

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