Coronavirus: Impf-Angebote für Kinder ab 12 Jahren in allen Ländern geplant

Deutschland/Welt - In Deutschland steigt die Corona-Inzidenz wieder an. Gleichzeitig ist die Impfwilligkeit der Menschen ins Stocken geraten. Die aktuellen Entwicklungen zu Sars-CoV-2 gibt es hier im Ticker.

In Deutschland hat die Gastronomie mittlerweile wieder geöffnet.
In Deutschland hat die Gastronomie mittlerweile wieder geöffnet.  © Angelika Warmuth/dpa

Laut Johns-Hopkins-Universität sind seit Beginn der Pandemie rund 3,78 Millionen nachgewiesene Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Deutschland aufgetreten. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte allerdings deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

91.666 Menschen sind hierzulande mit oder an dem Virus verstorben. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.656.300 an.

Der Sieben-Tage-Inzidenzwert liegt laut Robert-Koch-Institut bundesweit bei 17,8 (Vortag: 17,5).

Coronavirus in Berlin: Corona breitet sich etwas schneller aus als zuletzt
Coronavirus Coronavirus in Berlin: Corona breitet sich etwas schneller aus als zuletzt

Weltweit gibt es mehr als 198,2 Millionen bestätigte Fälle und inzwischen mehr als 4,2 Millionen Todesfälle (alle Daten Stand: 2. August, 7 Uhr).

+++ Ältere Informationen zur Corona-Situation findet Ihr im TAG24-Coronavirus-Newsarchiv +++

Update, 2. August, 19.53 Uhr: Impf-Angebote für Kinder ab 12 Jahren in allen Ländern geplant

Als Corona-Schutz zum Schulstart nach den Sommerferien sollen zusätzliche Impfgelegenheiten für Kinder und Jugendliche kommen.

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern beschlossen am Montag, dass nunmehr alle Länder Impfungen für 12- bis 17-Jährige auch in Impfzentren oder auf andere niedrigschwellige Weise anbieten wollen.

Dabei sei entsprechende ärztliche Aufklärung erforderlich.

Zudem sollten Kinder und Jugendliche auch durch Kinder- und Hausärzte sowie im Rahmen von Impfungen für Angehörige von Beschäftigten in Firmen geimpft werden können.

Update, 2. August, 17.55 Uhr: Zu viele Briten in Quarantäne: Regierung schraubt an Corona-App

Um die Anzahl der Beschäftigten zu senken, die wegen Kontakts mit Corona-Infizierten in Quarantäne sind, hat die britische Regierung die Einstellungen der Corona-App ändern lassen.

Künftig schlägt die Anwendung nur noch an, wenn es in den vergangenen zwei Tagen einen Corona-Kontakt gab, wie das Gesundheitsministerium am Montag mitteilte. Bisher ging die Suche fünf Tage zurück.

Das Ministerium betonte, das Update beeinfluss weder die Empfindlichkeit der App noch ändere es die Risikoschwelle.

Update, 2. August, 17.53 Uhr: New York: Impfung oder Tests für Mitarbeiter der Verkehrsbetriebe

Nach dem medizinischen Personal und den städtischen Mitarbeitern müssen in New York ab Anfang September auch alle Mitarbeiter der Verkehrsbetriebe entweder einen Impfnachweis vorlegen oder sich regelmäßig testen lassen.

Das gelte für die rund 68.000 Mitarbeiter der Nahverkehrsbehörde MTA, die unter anderem für U-Bahnen und Busse zuständig ist, sowie für die Mitarbeiter der Port Authority, die die Flughäfen betreibt, teilte New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo am Montag mit.

Update, 2. August, 17.41 Uhr: Obama feiert trotz Corona mit fast 700 Gästen

Trotz der Ausbreitung der Delta-Variante will Obama es an seinem 60. Geburtstag ordentlich krachen lassen. Etwas könnte ihm dabei in die Quere kommen - und so reagiert Präsident Joe Biden (78).

Mehr Informationen zum Thema erhaltet Ihr hier: Trotz Corona-Beschränkungen: Obama feiert mit fast 700 Leuten Geburtstag.

Barack Obama und Frau Michelle wollen mal wieder Gastgeber sein - das Ausmaß der Feier ist deswegen enorm.
Barack Obama und Frau Michelle wollen mal wieder Gastgeber sein - das Ausmaß der Feier ist deswegen enorm.  © EPA/Ron Sachs / POOL / dpa

Update, 2. August, 16.26 Uhr: Lordi-Sänger lässt sich im Monsterkostüm impfen

Monstermäßige Impfung: Mr. Lordi (47), Sänger der finnischen Hardrock-Horror-Band Lordi, hat sich in seinem furchterregenden Bühnen-Outfit gegen Corona impfen lassen.

Mehr Informationen zum Thema findet Ihr hier: Welcher Star lässt sich denn hier im Monster-Kostüm gegen Corona impfen?

Mr. Lordi (47), Sänger der finnischen Hard-Rock-Band Lordi, wird von der Krankenschwester Paula Ylitalo die zweite Dosis eines Corona-Impfstoffs injiziert.
Mr. Lordi (47), Sänger der finnischen Hard-Rock-Band Lordi, wird von der Krankenschwester Paula Ylitalo die zweite Dosis eines Corona-Impfstoffs injiziert.  © Jouni Porsanger/Lehtikuva/dpa

Update, 2. August, 15.47 Uhr: Journalist auf Querdenker-Demo krankenhausreif geprügelt

Bei den Protesten in Berlin, die sich unter anderem gegen die Corona-Politik richteten, ist am Sonntag auch ein Verdi-Gewerkschafter verletzt worden.

Mehr Informationen zum Thema findet Ihr hier: Journalist auf Querdenker-Demo ins Krankenhaus geprügelt: Gewerkschafter "traumatisiert".

Polizisten nehmen eine Demonstrantin bei einer unangemeldeten Demonstration an der Siegessäule fest. Immer wieder kam es zu Auseinandersetzungen mit der Polizei, auch ein Journalist hat die Aggressivität zu spüren bekommen.
Polizisten nehmen eine Demonstrantin bei einer unangemeldeten Demonstration an der Siegessäule fest. Immer wieder kam es zu Auseinandersetzungen mit der Polizei, auch ein Journalist hat die Aggressivität zu spüren bekommen.  © Fabian Sommer/dpa

Update, 2. August, 15.46 Uhr: Bundeszentrale bietet Orientierung zur Corona-Impfung von Kindern

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) will Eltern bei der Entscheidung über eine Corona-Impfung ihrer Kinder mit einer Sammlung von Informationen unterstützen.

Das Merkblatt gibt Orientierungshilfe zu Fragen wie: Soll ich mein Kind impfen lassen, auch wenn es nicht vorerkrankt ist? Wie sicher ist die Corona-Schutzimpfung für mein Kind? Schützt die Impfung auch vor der Delta-Variante?

Enthalten ist zudem eine Checkliste zu Aspekten wie Vorerkrankungen, Alter und persönlichen Kontakten, die bei der Entscheidung für oder gegen eine Impfung helfen soll.

Update, 2. August, 14.30 Uhr: Delta-Variante verschärft Corona-Krise im Iran

Die Delta-Variante hat die Corona-Krise im Iran noch mehr verschärft.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Montag hat das Land mit 37.189 Neuinfektionen an einem Tag einen neuen Höchstwert erreicht.

Der bisherige lag bei 34.951 Fällen, registriert am 31. Juli.

Update, 2. August, 14.18 Uhr: Bund will mit Ländern über Ende von Gratis-Corona-Tests beraten

Die Bundesregierung will mit den Ländern über ein Ende kostenloser Corona-Schnelltests beraten - kommen soll dies aber erst später.

Das Thema soll am 10. August in der Runde von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten besprochen werden, wie die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Montag in Berlin sagte. Sie betonte, dass Schnelltests "ganz sicher nicht über Nacht plötzlich kostenpflichtig" werden, sondern noch eine ganz Weile kostenlos bleiben sollten.

Aus Fairnessgründen solle erst allen Menschen die Chance gegeben werden, sich mit dem gebotenen Abstand zweimal impfen zu lassen und die dann vorgesehenen 14 Tage zusätzlich einhalten zu können, nach denen der Impfschutz als vollständig gilt.

Update, 2. August, 14.11 Uhr: Thüringer Bildungsminister will Testpflicht in Schulen befristen - Kritik

Thüringens Bildungsminister Helmut Holter (Linke) stößt mit dem Ablehnen einer Testpflicht an Schulen sowie einem nur befristeten Testangebot nach den Ferien auf Widerspruch.

Neben Lehrerverband, Landeselternvertretung und der oppositionellen CDU-Fraktion kritisierte auch der Koalitionspartner SPD am Montag in Erfurt die Haltung des Ministers und forderte die Beibehaltung von Tests an Schulen. "Wir Sozialdemokraten tragen das von Minister Holter im Alleingang angekündigte Ende der Corona-Tests an Schulen und Kitas nicht mit", erklärte der Bildungspolitiker der SPD-Fraktion, Thomas Hartung.

Es sei widersinnig, ein in den Bildungseinrichtungen etabliertes und akzeptiertes Testsystem in dem Moment zu zerschlagen, in dem eine vierte Pandemiewelle drohe und vor allem jüngere Menschen von einer Infektion mit der Delta-Variante des Virus bedroht seien, äußerte der SPD-Abgeordnete.

Er sei dafür, das Testangebot an Thüringer Schulen noch zwei Wochen nach den Sommerferien aufrecht zu erhalten, hatte Holter der Deutschen Presse-Agentur gesagt. Danach sollten aber nur noch jene getestet werden, die Symptome zeigen. "Das sollte nach meiner Auffassung dann aber nicht mehr die Schule machen, sondern das muss vom Gesundheitsamt dann angewiesen werden", so der Minister.

Kinder und Jugendliche seien nicht diejenigen, die besonders gefährdet sind, sie gehörten nicht zu den vulnerablen Gruppen. "Deswegen sollten wir uns nach meiner Auffassung auf die konzentrieren, die Symptome zeigen."

Helmut Holter (Linke), Thüringer Minister für Bildung, Jugend und Sport, richtet bei der Sitzung des Thüringer Landtags seine FFP2-Maske.
Helmut Holter (Linke), Thüringer Minister für Bildung, Jugend und Sport, richtet bei der Sitzung des Thüringer Landtags seine FFP2-Maske.  © Michael Reichel/dpa

Update, 2. August, 13.22 Uhr: Mittlerweile 60 Millionen nachgewiesene Corona-Fälle in Europa

Seit dem Beginn der Corona-Pandemie sind in Europa mittlerweile mehr als 60 Millionen Infektionen mit dem Coronavirus nachgewiesen worden. Damit entfallen rund 30 Prozent aller weltweit bisher gemeldeten Corona-Fälle auf die europäische Region, wie am Montag aus den aktuellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation WHO hervorging.

Das WHO-Regionalbüro Europa rief in dem Zuge zu mehr Bemühungen auf, beim Impfen gegen Covid-19 schneller und ausgewogener voranzukommen. Die Impffortschritte variierten unter den Staaten stark, die Impfrate sei bei Prioritätsgruppen wie Älteren, Mitarbeitern des Gesundheitswesens, Betreuten in Langzeitpflege und Vorerkrankten in einigen Ländern noch immer niedrig, erklärte die regionale WHO-Notfalldirektorin Dorit Nitzan.

Es sei wichtig, dass sich die Länder weiter darum bemühten, die am stärksten gefährdeten Menschen und Risikogruppen zu schützen, forderte Nitzan. Traurigerweise gebe es nunmehr mehr als 1,2 Millionen Todesfälle in Verbindung mit Covid-19 in der Region. Weltweit sind es bisher 4,2 Millionen Todesfälle.

Titelfoto: Fabian Sommer/dpa

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