Coronavirus: Impfquote steigt, doch Spahn ist noch nicht zufrieden

Deutschland/Welt - In Deutschland steigt die Corona-Inzidenz wieder an. Gleichzeitig ist die Impfwilligkeit der Menschen ins Stocken geraten. Die aktuellen Entwicklungen zu Sars-CoV-2 gibt es hier im Ticker.

In Deutschland hat die Gastronomie mittlerweile wieder geöffnet.
In Deutschland hat die Gastronomie mittlerweile wieder geöffnet.  © Angelika Warmuth/dpa

Laut Johns-Hopkins-Universität sind seit Beginn der Pandemie rund 3,78 Millionen nachgewiesene Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Deutschland aufgetreten. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte allerdings deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

91.710 Menschen sind hierzulande mit oder an dem Virus verstorben. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.659.900 an.

Der Sieben-Tage-Inzidenzwert liegt laut Robert-Koch-Institut bundesweit bei 18,5 (Vortag: 17,9).

Corona in Baden-Württemberg: Erneut weniger Unfälle und Verkehrstote
Coronavirus Corona in Baden-Württemberg: Erneut weniger Unfälle und Verkehrstote

Weltweit gibt es mehr als 199,5 Millionen bestätigte Fälle und inzwischen mehr als 4,24 Millionen Todesfälle (alle Daten Stand: 4. August, 7.30 Uhr).

+++ Ältere Informationen zur Corona-Situation findet Ihr im TAG24-Coronavirus-Newsarchiv +++

Update, 4. August, 11.13 Uhr: Impfquote steigt leicht - Spahn: "Es reicht noch nicht"

Es geht weiter voran mit den Corona-Impfungen, doch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will sich damit noch nicht zufriedengeben.

Die Impfquote für einen vollständigen Schutz lag nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwoch (Stand 9.58 Uhr) zuletzt bei 53,0 Prozent der Bevölkerung - nach 52,6 Prozent am Vortag. Dies entspricht rund 44,1 Millionen Bürgern.

Der CDU-Politiker betonte, damit hätten inzwischen 73 Prozent der Erwachsenen mindestens eine Impfung erhalten. "Das ist gut, aber es reicht noch nicht für einen sicheren Herbst und Winter", schrieb Spahn auf Twitter. Über die Impfung von Kindern und Jugendlichen ab zwölf Jahren wird gerade gerungen - möglich ist sie bereits bei niedergelassenen Ärzten und in Impfzentren, allerdings hat die Ständige Impfkommission (Stiko) noch keine allgemeine Empfehlung dafür ausgesprochen.

Jens Spahn (41, CDU) ist mit der Impfquote in Deutschland noch nicht zufrieden.
Jens Spahn (41, CDU) ist mit der Impfquote in Deutschland noch nicht zufrieden.  © Wolfgang Kumm/dpa

Update, 4. August, 10.34 Uhr: Russische Karateka positiv auf Corona getestet

Karateka Anna Tschernyschowa vom Team des Russischen Olympischen Komitees kann wegen eines positiven Corona-Tests nicht bei den Olympischen Spielen in Tokio antreten.

Das bestätigte der russische Verband am Mittwoch bei Instagram. "Ihr Covid-Test, der für alle Teilnehmer der Spiele verpflichtend ist, fiel positiv aus. Der Kontrolltest war genauso enttäuschend... Anna, auf jeden Fall vielen Dank", hieß es. Sie und ihr Trainer hätten alles in ihrer Macht Stehende getan. Die 19-Jährige wäre die einzige Karate-Kämpferin der Mannschaft in Japan gewesen. Tschernyschowa wäre in der Klasse bis 55 Kilogramm angetreten.

Update, 4. August, 9.22 Uhr: Barbie wird Impfstoff-Entwicklerin: Neue Figur ehrt Sarah Gilbert

Sogar die Barbie ist im Zeitalter der Pandemie angekommen: Der Spielzeug-Hersteller Mattel hat eine neue Puppe zu Ehren der Impfstoff-Entwicklerin Sarah Gilbert aus Oxford entwickelt.

Mehr dazu im Artikel: "Barbie zu Corona-Zeiten: Die Puppe wird jetzt Impfstoffentwicklerin"

Update, 4. August, 7.32 Uhr: Jennifer Aniston ist Corona-Impfung wichtig

US-Schauspielerin Jennifer Aniston möchte sich nicht mit Menschen umgeben, die sich nicht gegen Covid-19 impfen lassen wollen.

Mehr dazu im TAG24-Artikel: "'Eine Schande'! Jennifer Aniston bricht Kontakte zu Corona-Impfgegnern ab"

Update, 4. August, 5.05 Uhr: Von der Leyen fordert von USA Aufhebung von Corona-Einreiseverboten

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen fordert von den USA eine zügige Aufhebung der weitreichenden Corona- Einreiseverbote für Menschen aus Europa.

"Wir pochen darauf, dass für Einreisende in beiden Richtungen vergleichbare Regeln gelten", sagte sie dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Mittwoch). Die epidemiologische Lage in den USA und in der EU sei heute sehr ähnlich. "Wir müssen das Problem so schnell wie möglich lösen und sind mit unseren amerikanischen Freunden im Kontakt", betonte von der Leyen. "Das darf sich nicht noch wochenlang ziehen."

Die EU hatte die Vereinigten Staaten bereits im Juni auf die Liste derjenigen Drittstaaten gesetzt, für die im Normalfall keine strengen Einreisebeschränkungen mehr gelten sollen. Andersherum gilt allerdings weiterhin ein weitreichendes US-Einreiseverbot für Personen aus der EU.

Update, 4. August, 4.24 Uhr: RKI registriert 3571 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 18,5

Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt seit nunmehr rund vier Wochen an.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Mittwochmorgen lag sie bei 18,5 - am Vortag hatte der Wert 17,9 betragen, am Mittwoch der Vorwoche 15,0.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt binnen eines Tages 3571 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen vom Dienstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 4.20 Uhr wiedergeben.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 25 Todesfälle verzeichnet.Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.659.900 an.

Zahlreiche Menschen laufen durch die Königstraße in Stuttgart. Seit mehreren Wochen steigt die Inzidenz an.
Zahlreiche Menschen laufen durch die Königstraße in Stuttgart. Seit mehreren Wochen steigt die Inzidenz an.  © Christoph Schmidt/dpa

Update, 4. August, 4.21 Uhr: Studie: Kinder mit Covid-19 im Durchschnitt nach sechs Tagen gesund

Heranwachsende mit Covid-19-Symptomen sind einer Studie zufolge im Durchschnitt nach sechs Tagen wieder gesund.

Das berichten britische Forscher im Fachmagazin "The Lancet Child & Adolescent Health". Nach eigenen Angaben liefern die Autoren, die unter anderem am King's College in London forschen, damit eine erste breit angelegte Untersuchung, die Erkenntnisse zu symptomatisch an Covid-19 erkrankten Kindern ermöglicht.

Basis der Untersuchung waren die von Eltern oder anderen Erziehungsbeauftragten eingetragenen Symptome, die über eine App nach einem positiven Test gemeldet wurden. In die Auswertung flossen die Krankheitsverläufe von 1734 Kindern zwischen 5 und 17 Jahren ein, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden und Krankheitssymptome zeigten.

Im Schnitt hatten die erkrankten Kinder drei Symptome - zu den häufigsten zählten Müdigkeit, Kopfschmerzen und der Verlust von Geschmacks- oder Geruchssinn.

Update, 4. August, 4.15 Uhr: Bundeselternrat: Viele Schulen unzureichend auf Corona vorbereitet

Der Bundeselternrat sieht viele Schulen in Deutschland nicht ausreichend auf ein neues Schuljahr unter fortgesetzten Corona-Pandemiebedingungen aufgestellt.

Es gebe zwischen Schulen, Kommunen, Städten und Landkreisen aber große Unterschiede, sagte Ines Weber, Vorstandsmitglied des Bundeselternrats, der Deutschen Presse-Agentur. Manche Schulen seien sehr gut ausgestattet, bei anderen blieben nur die Hygieneregeln, Desinfektionen und Mund-Nasen-Schutz. Gerade an Lüftungsanlagen fehle es.

Weber forderte Lernstandserhebungen zum Schuljahresbeginn, um so zu sehen, wo die Schülerinnen und Schüler nach dem vielen Unterrichtausfall stehen. Und es brauche Konzepte, wie Rückstände aufgeholt werden. Die Elternvertreterin mahnte zudem eine Überarbeitung von Bildungsplänen unter Mitwirkung der Eltern an.

Weber wertete das Impfangebot an Jugendliche skeptisch. Viele Eltern sähen dies sehr kritisch, solange die Ständige Impfkommission keine Empfehlung gebe und es keine Sicherheit über langfristige Wirkungen des Impfens gebe.

Update, 4. August, 1.04 Uhr: Schulleiter erwarten Konflikte an Schulen wegen Kinder-Impfungen

Die deutschen Schulleiter rechnen mit Konflikten zwischen Lehrern, Eltern und Schülern durch eine Zunahme von Corona-Impfungen für 12- bis 17-Jährige.

"Natürlich wird es im Alltag heftige Diskussionen geben. Darauf müssen sich die Lehrkräfte einstellen", sagte die Vorsitzende des Allgemeinen Schulleitungsverbands Deutschland, Gudrun Wolters-Vogeler, den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Mittwoch). So werde es "erwartbare Konflikte geben um die Frage, ob Impfungen notwendig sind und ob Elternrechte übergangen werden". Zudem werde es "Debatten mit Kindern geben, die Impfungen vielleicht ablehnen oder unbedingt haben wollen". Die Gesundheitsministerkonferenz hatte beschlossen, den 12- bis 17-Jährigen mehr Angebote für eine Corona-Impfung zu machen.

Auch im Zusammenhang mit angeordneten Quarantänen könnten sich Konflikte aufbauen, befürchtet die Verbandschefin. "Wenn es künftig einen positiven Corona-Fall in der Klasse gibt, müssen diejenigen in Quarantäne, die nicht doppelt geimpft sind. Die anderen dürfen hingegen im Präsenzunterricht bleiben und können sich weiterhin an schulischen Aktivitäten beteiligen. Das wird zu Spannungen führen", sagte Wolters-Vogeler.

Update, 3. August, 18.10 Uhr: Vorbereitungen auf weitere Proteste gegen Corona-Politik

Die Berliner Polizei bereitet sich auf weitere mögliche Versammlungen von Gegnern der Corona-Politik am Mittwoch vor.

Unter dem Motto: "Das Jahr der Freiheit und des Friedens - Das Leben nach der Pandemie" hatte eine Querdenken-Gruppe laut Polizei zu einer Demonstration am Mittwochnachmittag mit 10.000 Teilnehmern auf der Straße des 17. Juni aufgerufen.

Die Beamten untersagte die Demonstration am Dienstag und kündigten an, das Verbot durchsetzen.

Bereits am Dienstag zeigten die Beamten vom Großen Stern bis zum Brandenburger Tor Präsenz. Für diese Woche gibt es weitere ähnliche Anmeldungen wie die vom Mittwoch.

Titelfoto: Wolfgang Kumm/dpa

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