Coronavirus: Inzwischen impfen bundesweit 45.000 Arztpraxen gegen Corona

Deutschland/Welt - Deutschland verharrt mindestens bis zum 18. April im Lockdown. Weiterhin sollen die Menschen in Deutschland die Zahl ihrer Kontakte möglichst gering halten. Die aktuellen Entwicklungen zu Sars-CoV-2 gibt es hier im Ticker.

Weiterhin gilt: "Stay Home - Life is beautiful" ("Bleib zu Hause, das Leben ist schön").
Weiterhin gilt: "Stay Home - Life is beautiful" ("Bleib zu Hause, das Leben ist schön").  © dpa/AP/Marcio Jose Sanchez

Laut der Johns-Hopkins-Universität sind seit Beginn der Pandemie mehr als 3,02 Millionen nachgewiesene Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Deutschland aufgetreten. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Mehr als 2,68 Millionen der Infizierten sollen wieder genesen sein. Insgesamt 78.500 Menschen sind hierzulande mit oder an dem Virus verstorben (Alle Datenstände: 12. April, 18.15 Uhr).

Der Sieben-Tage-Inzidenzwert beträgt laut Robert-Koch-Institut bundesweit 136,4 (Stand 12. April, 5.07 Uhr).

Weltweit gibt es 136,18 Millionen bestätigte Fälle und inzwischen mehr als 2,93 Millionen Todesfälle (Stand 12. April, 18.15 Uhr).

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Update, 12. April, 20 Uhr: Muslime beginnen Ramadan - Corona-Auflagen in vielen Ländern

Für Muslime weltweit hat der Fastenmonat Ramadan begonnen - wegen der Corona-Pandemie das zweite Jahr in Folge mit Einschränkungen.

Die meisten arabischen Staaten und auch viele Islamverbände in Deutschland riefen den Dienstag als ersten Fastentag aus. Der islamische Kalender richtet sich nach dem Mond. Der Beginn des Ramadan kann deswegen variieren. In manchen Ländern fängt er erst am Mittwoch an. Gläubige Muslime verzichten einen Monat lang von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang auf Essen, Trinken, Rauchen und Sex. Insgesamt leben weltweit rund 1,9 Milliarden Muslime.

Abends kommen die Menschen für gewöhnlich zum Fastenbrechen (Iftar) und Beten zusammen. Dabei dürfte die Gefahr der Corona-Ausbreitung besonders groß sein. Saudi-Arabien will deshalb das Fastenbrechen sowie das Frühstück vor dem Morgengrauen (Suhur) in Moscheen verbieten. In Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten dürfen Gläubige zudem höchstens 30 Minuten in der Moschee beten. In Ägypten brauchen sie dabei außerdem ihren eigenen Gebetsteppich.

Für Muslime beginnt der Fastenmonat Ramadan, das birgt in Corona-Zeiten einige Gefahren.
Für Muslime beginnt der Fastenmonat Ramadan, das birgt in Corona-Zeiten einige Gefahren.  © Dicky Bisinglasi/ZUMA Wire/dpa

Update, 12. April, 19.17 Uhr: Bundesregierung will am Dienstag bundesweite Corona-Notbremse ziehen

Das Bundeskabinett will am Dienstag bundesweit einheitliche Einschränkungen beschließen, um die immer stärkere dritte Corona-Welle in Deutschland zu brechen.

Dazu soll voraussichtlich das Infektionsschutzgesetz geändert werden. In einem neuen Paragrafen 28b soll festgelegt werden, was zu tun ist, wenn in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt an drei aufeinanderfolgenden Tagen die Inzidenz über 100 liegt, also binnen einer Woche mehr als 100 Neuinfizierte auf 100.000 Einwohner kommen.

Update, 12. April, 18.47 Uhr: US-Behörde: Impfkampagne erreicht nicht genügend Latinos und Schwarze

Die Corona-Impfkampagne in den USA kommt bislang nur unzureichend bei den Minderheiten der Schwarzen und Latinos an.

Rund 18 Prozent der Bevölkerung gelten als Latinos oder hispanischen Ursprungs - sie machen unter den Geimpften aber nur 10,7 Prozent aus, wie die Chefin der US-Gesundheitsbehörde CDC, Rochelle Walensky, am Montag in Washington erklärte. Schwarze und Afroamerikaner stellen demnach rund 12 Prozent der Bevölkerung - aber nur 8,4 Prozent derer, die bislang mindestens eine Impfung erhielten. "Das müssen wir besser machen", forderte Walensky bei einem Briefing des Weißen Hauses.

Angehörige der Minderheiten waren von der Pandemie in den USA bislang deutlich stärker betroffen als die weiße Bevölkerungsmehrheit. Trotzdem legen Umfragen nahe, dass es bei Schwarzen und Latinos eine deutlich höhere Skepsis bezüglich Impfungen gibt. Die Regierung bemüht sich, die Impfbereitschaft in diesen Bevölkerungsgruppen nun durch mehrere Initiativen zu erhöhen.

In den USA werden inzwischen jeden Tag drei Millionen Menschen gegen Corona geimpft.
In den USA werden inzwischen jeden Tag drei Millionen Menschen gegen Corona geimpft.  © Paul Hennessy/SOPA Images via ZUMA Wire/dpa

Update, 12. April, 18.02 Uhr: Uschi Glas erhält Hass-Mails wegen Werbung für Coronaimpfung

Schauspielerin Uschi Glas (77) bekommt wegen eines Werbespots für die Coronaimpfung zahlreiche Hass-Mails.

"Ich werd' natürlich ganz schön angefeindet", sagte die 77-Jährige in einem Video des DUB Unternehmer-Magazins vom Montag. Sie habe mit kritischen Reaktionen gerechnet. "Aber dass es so heftig ist, hätte ich nicht gedacht." Sie werde beschuldigt, eine Mörderin zu sein, und dass sie Menschen veranlasse, "dass sie sich Gift in den Arm spritzen lassen". Das sei "schwerst beleidigend", man müsse "einen guten Magen haben", meinte die Münchnerin. Sie finde es traurig und beängstigend, "wie viel Hass und wie viel Ablehnung in unserer Gesellschaft ist."

Update, 12. April, 17.38 Uhr: Mögliche EU-Zulassung von Sputnik V: EMA-Experten in Moskau

Im Zuge der Prüfung für eine EU-Zulassung des russischen Corona-Impfstoffes Sputnik V haben Experten der Europäischen Arzneimittelagentur EMA Moskau besucht.

Sie hätten in der russischen Hauptstadt bereits zwei Kliniken besichtigt, in denen Patienten während der wichtigen Phase III der klinischen Studien betreut worden seien, meldete die Nachrichtenagentur Interfax am Montag unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen. "Sie haben alle angeforderten Informationen erhalten." Dem Bericht zufolge sprachen die EMA-Experten mit medizinischem Personal. Geplant seien zudem Besuche von Produktionsstandorten.

Update, 12. April, 17.31 Uhr: 45.000 Arztpraxen impfen inzwischen gegen Corona

Immer mehr niedergelassene Ärzte in Deutschland impfen ihre Patienten gegen Corona. Die Zahl der teilnehmenden Arztpraxen ist in der neuen Woche um 10.000 auf 45.000 gestiegen.

Das sagte ein Sprecher der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) der Deutschen Presse-Agentur am Montag in Berlin. Vor allem in Hausarztpraxen wird immer häufiger geimpft. Allerdings dürften die Impfzahlen dennoch vorerst nicht weiter spürbar ansteigen, denn die Menge an Impfstoff stagniert voraussichtlich zunächst wie vorhergesagt.

In Deutschland wurden bislang knapp 18 Millionen Corona-Impfdosen gespritzt.
In Deutschland wurden bislang knapp 18 Millionen Corona-Impfdosen gespritzt.  © Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 12. April, 17.17 Uhr: Offener Brief von Aerosolforscher: Sport im Freien ohne Gefahr

Sportverbände haben auf einen Offenen Brief der Gesellschaft für Aerosolforschung (GAeF) an Bundeskanzlerin Angela Merkel reagiert und mehr Bewegungsmöglichkeiten im Freien gefordert.

"Die Ausführungen der Gesellschaft für Aerosolforschung bestärken uns einmal mehr in der Position, die wir seit Monaten klar vertreten", sagte Rainer Koch, der für den Amateursport zuständige Vizepräsident des Deutschen Fußball-Bundes, am Montag. "Die Angst vor dem Amateurfußball als Corona-Treiber ist unbegründet."

Die GAeF hatte in dem Schreiben vom Sonntag an die Kanzlerin kritisiert, dass "bis heute wesentliche Erkenntnisse unserer Forschungsarbeit nicht in praktisches Handeln übersetzt" worden sei. "Stattdessen werden eher symbolische Maßnahmen wie die Maskenpflicht beim Joggen erlassen, die keinen nennenswerten Einfluss auf das Infektionsgeschehen erwarten lassen." Die Übertragung der Sars-Cov-2 Viren finde fast ausnahmslos in Innenräumen statt", betonten die Forscher. "Übertragungen im Freien sind äußerst selten."

Update, 12. April, 16.51 Uhr: Zahlreiche Corona-Verstöße im bundesweit größten Hotspot Hof

Im bundesweiten Corona-Hotspot Hof (Bayern) sind 77 Menschen mit Verstößen gegen die verschärften Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie aufgefallen.

Sie erhielten eine Anzeige und müssen ein Bußgeld zahlen, wie die Polizei am Montag mitteilte. Stadt und Landkreis Hof hatten am Freitag die Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie verschärft, unter anderem gilt in der Stadt eine nächtliche Ausgangsbeschränkung ab 20.30 Uhr. Trotzdem mussten die Beamten nach eigenen Angaben mehrere Treffen im Freien, eine Hochzeits- und eine Geburtstagsfeier auflösen. Sechs Menschen hätten sich nicht an die nächtliche Ausgangsbeschränkung gehalten, vier keinen Mund-Nasen-Schutz getragen.

Die Region Hof hat seit Tagen die höchsten Corona-Infektionszahlen in ganz Deutschland. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete für die Stadt Hof am Freitag eine Sieben-Tage-Inzidenz von 587. Im Landkreis Hof lag der Wert demnach bei 451,5, bayernweit bei 153,3.

Nirgendwo sonst in Deutschland gibt es so hohe Inzidenzwerte wie im bayerischen Hof. Dennoch gibt es auch dort jede Menge Verstöße gegen die Corona-Regeln.
Nirgendwo sonst in Deutschland gibt es so hohe Inzidenzwerte wie im bayerischen Hof. Dennoch gibt es auch dort jede Menge Verstöße gegen die Corona-Regeln.  © Nicolas Armer/dpa

Update, 12. April, 16.30 Uhr: Tschechien geht erste Lockerungsschritte

Im stark von der Corona-Pandemie betroffenen Tschechien sind erste Lockerungsschritte in Kraft getreten.

Für die Erstklässler an den Grundschulen begann am Montag der Wechselunterricht, bei dem sich Präsenz- und Distanzunterricht im wöchentlichen Turnus abwechseln. In den Schulen ist ein regelmäßiger Antigen-Schnelltest verpflichtend. Probleme wurden am ersten Tag nicht gemeldet. Auch die Kindergärten öffneten wieder unter strengen Auflagen für den ältesten Jahrgang.

Mit dem Ende des Corona-Notstands nach mehr als sechs Monaten endeten zudem die nächtliche Ausgangssperre und das Verbot, den eigenen Wohnbezirk zu verlassen. Die Polizei will die nun freiwerdenden Kräfte verstärkt zur Überwachung der übrigen Corona-Schutzmaßnahmen einsetzen. Die Intensität der Kontrollen werde nicht nachlassen, teilte ein Sprecher mit.

Update, 12. April, 16.17 Uhr: Proteste gegen Corona-bedingte Laden-Schließungen in Rom

Einige Hundert Menschen haben am Montag in der Nähe der italienischen Abgeordnetenkammer in Rom gegen Schließungen wegen der Corona-Pandemie demonstriert.

Unter ihnen waren Restaurantbesitzer und Inhaber von Fitnessstudios, die seit Wochen und Monaten nicht für Gäste und Kunden öffnen dürfen. "Freiheit, Freiheit", schrien die Demonstranten am Nachmittag im historischen Zentrum Roms. Sie äußerten ihren Unmut gegen die Regierung. Es flogen auch Böller und Flaschen. Die Bewegung "Io Apro" (Ich öffne) hatte zu der Demonstration aufgerufen. Laut der Nachrichtenagentur Adnkronos waren etwa 500 Menschen vor Ort, darunter rechtsextreme Demonstranten.

Titelfoto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

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