Coronavirus: Ab 25. Mai: Hausärzte bekommen "Johnson & Johnson"-Impfstoff!

Deutschland/Welt - In Deutschland gilt noch immer die Corona-Notbremse. Weiterhin sollen die Menschen die Zahl ihrer Kontakte möglichst gering halten, was durch das neue Infektionsschutzgesetz unterstützt werden soll. Die aktuellen Entwicklungen zu Sars-CoV-2 gibt es hier im Ticker.

Shoppen trotz Corona: In vielen Geschäften ist "Click and Meet" möglich.
Shoppen trotz Corona: In vielen Geschäften ist "Click and Meet" möglich.  © Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

Laut Johns-Hopkins-Universität sind seit Beginn der Pandemie rund 3,6 Millionen nachgewiesene Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Deutschland aufgetreten. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Etwa 3,3 Millionen der Infizierten sollen wieder genesen sein. 86.190 Menschen sind hierzulande mit oder an dem Virus verstorben (Alle Datenstände: 17. Mai, 21.45 Uhr).

Der Sieben-Tage-Inzidenzwert liegt laut Robert-Koch-Institut bundesweit bei 83,1 (Stand 17. Mai, 3.11 Uhr).

Weltweit gibt es rund 163,2 Millionen bestätigte Fälle und inzwischen mehr als 3,38 Millionen Todesfälle (Stand 17. Mai, 21.45 Uhr).

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Update, 18. Mai, 7 Uhr: SPD-Landeschefin Midyatli will mit Kampagne Impfbereitschaft pushen

Eine gezielte Werbeampagne könnte aus Sicht von SPD-Bundesvize Serpil Midyatli (45) viele Bürger motivieren, sich auch in den kommenden Monaten gegen das Coronavirus impfen zu lassen.

"Der jetzige Rückgang der Infektionszahlen ist den Impfungen und den beschränkenden Maßnahmen zusammen zu verdanken", sagte die Landesvorsitzende der schleswig-holsteinischen SPD der Deutschen Presse-Agentur. Um die Beschränkungen komplett aufheben zu können, müsse der größtmögliche Anteil der Bevölkerung geimpft werden. Nur mit einer sehr hohen Impfquote sei wieder volle Normalität erreichbar.

"Deshalb brauchen wir jetzt eine gezielte Kampagne, wie wir in den kommenden Zeiten des Impfstoff-Überschusses möglichst viele Menschen zur Impfung bewegen."

Eine solche Kampagne müsse die Menschen überzeugend ansprechen und die Impfungen auch direkt in die Stadtteile bringen, in denen sich die Menschen besonders abgehängt fühlten und viele gar keinen Hausarzt hätten. "Auch dürfen wir beispielsweise Menschen ohne festen Wohnsitz nicht vergessen und sollten hierfür hauptsächlich Impfstoffe nutzen, bei denen nur eine Impfung benötigt wird", sagte Midyatli.

SPD-Bundesvize Serpil Midyatli (45)
SPD-Bundesvize Serpil Midyatli (45)  © Frank Molter/dpa

Update, 18. Mai, 6.30 Uhr: Hausärzte erhalten ab 25. Mai Impfstoff von Johnson & Johnson

In der letzten Maiwoche sollen die Hausärzte in Deutschland erstmal Impfstoff von Johnson & Johnson erhalten.

"Der Bund wird für die Woche vom 25. bis 30. Mai rund 1,6 Millionen Dosen von BioNTech, etwas mehr als 500.000 Dosen von Johnson & Johnson und voraussichtlich 600.000 von AstraZeneca bereitstellen", teilte die
Kassenärztliche Bundesvereinigung (KVB) den Praxen in einer
Mitteilung mit, über die die "Rheinischen Post" (Dienstag) berichtet. Der Impfstoff von Johnson & Johnson hat den Vorteil, dass er mit einer Dosis auskommt.

In der letzten Maiwoche sollen die Hausärzte in Deutschland erstmal Impfstoff von Johnson & Johnson erhalten.
In der letzten Maiwoche sollen die Hausärzte in Deutschland erstmal Impfstoff von Johnson & Johnson erhalten.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Update, 18. Mai 4 Uhr: Corona-Notstand als Bürde: Japans Wirtschaft wieder geschrumpft

Japans Wirtschaft ist in Folge eines erneuten Corona-Notstands erstmals seit drei Quartalen wieder geschrumpft. Wie die Regierung am Dienstag auf Basis vorläufiger Daten mitteilte, sank das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der vor Deutschland drittgrößten Volkswirtschaft der Welt auf das Jahr hochgerechnet um 5,1 Prozent.

In den vorangegangenen Quartalen hatte Japans Wirtschaft noch kräftig aufgeholt, nachdem die Exportnation im Zuge der Corona-Pandemie in eine schwere Rezession gerutscht war. Bezogen auf das gesamte abgelaufene Fiskaljahr, das am 31. März endete, schrumpfte Japans Wirtschaft im zweiten Jahr in Folge, und zwar um 4,6 Prozent. Das ist der stärkste Einbruch seit Beginn der Erfassung dieser Daten in 1955.

Update, 17. Mai, 23 Uhr: Spahn: Kann alle nur um Geduld beim Impfen bitten

Trotz des angekündigten Endes der Impfpriorisierung am 7. Juni hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn um Geduld gebeten.

"Dass am 7. Juni oder auch in der Woche des 7. Juni alle, die wollen, geimpft werden können, das kann ich ausdrücklich nicht sagen", erklärte der CDU-Politiker am Montagabend in den ARD-"Tagesthemen". "Das heißt nicht, dass wir dann alle binnen weniger Tage impfen können. Ich muss weiterhin auch da um Geduld bitten." Man werde bis in den Sommer hinein brauchen, um alle, die wollen, auch impfen zu können.

Spahn hatte am Montag zusammen mit den Länder-Gesundheitsministern beschlossen, dass die Priorisierung ab dem 7. Juni aufgehoben werden soll. Die seit dem Impfstart vor fünf Monaten eingeführten Vorranglisten nach Alter, Erkrankungen und Beruf sollen dann in Praxen und regionalen Impfzentren wegfallen. Ab 7. Juni sollen auch Betriebs- und Privatärzte regulär mitimpfen.

Update, 17. Mai, 21.45 Uhr: Biden: USA geben weitere 20 Millionen Corona-Impfdosen ab Washington

Die USA wollen bis Ende kommenden Monats weitere 20 Millionen Dosen Corona-Impfstoff an andere Länder abgeben und im globalen Kampf gegen die Pandemie eine Führungsrolle einnehmen.

"Wir wissen, dass Amerika nie ganz sicher sein wird, bis die Pandemie, die weltweit wütet, unter Kontrolle ist", sagte Biden am Montag im Weißen Haus. Bis Ende Juni würden die USA mindestens 20 Millionen Impfdosen mit anderen Staaten teilen - zusätzlich zu bereits angekündigten 60 Millionen. Insgesamt würden die USA damit mehr Impfstoff abgeben als jedes andere Land. "Und wir werden unsere Impfstoffe nicht benutzen, um uns Gefälligkeiten von anderen Ländern zu sichern", betonte Biden.

Update, 17. Mai, 21 Uhr: Nach Corona-Pause: Marathon in New York findet in diesem Jahr statt

Der legendäre New-York-Marathon, der 2020 wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden musste, soll in diesem Jahr wieder starten.

Das Großereignis solle am 7. November stattfinden, ab dem 8. Juni könnten sich Teilnehmer registrieren, teilte New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo am Montag mit. Allerdings dürfen wegen der anhaltenden Auswirkungen der Pandemie in diesem Jahr nur 33.000 statt der üblichen rund 55.000 Menschen dabei sein. Weitere Details wurden zunächst nicht mitgeteilt.

Update, 17. Mai, 20.30 Uhr: Österreich erlaubt Einreise aus Deutschland ohne Quarantäne

Österreich erlaubt ab Mittwoch die Einreise aus Deutschland ohne Quarantäne.

Das erklärte Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein mit Verweis auf eine neue Verordnung. Verpflichtend bleibe allerdings der Nachweis einer Impfung, Testung oder Genesung. "In vielen Staaten gehen die Infektionszahlen zurück, daher können wir parallel zu den Öffnungsschritten im Land auch Erleichterungen bei der Einreise nach Österreich umsetzen" sagte Mückstein. Als Impfnachweis würden die Impfstoffe anerkannt, die von der EU-Arzneimittel-Agentur EMA zugelassen worden seien oder den entsprechenden Prozess der Weltgesundheitsorganisation erfolgreich durchlaufen hätten.

Österreichs Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (46).
Österreichs Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (46).  © Roland Schlager/APA/dpa

Update, 17. Mai, 19.33 Uhr: Italien lockert nächtliches Ausgangsverbot - Ende im Juni erwartet

Italien lockert wegen sinkender Corona-Zahlen das nächtliche Ausgangsverbot und will es ab 21. Juni möglichst weitgehend beenden.

Das berichteten offizielle Stellen in Rom nach einer Beratung der Regierung von Mario Draghi mit einem Gremium von Gesundheitsexperten am Montag. In den sogenannten Gelben Zonen Italiens mit moderatem Corona-Risiko solle der Beginn der Sperrstunde von jetzt 22 auf 23 Uhr verlegt werden. Sie geht aktuell bis 5 Uhr morgens.

Diese Maßnahme trete kurzfristig in Kraft, sobald sie per Dekret erlassen werde, hieß es. Ab 7. Juni dürfe man in dem Mittelmeerland eine weitere Stunde länger bis Mitternacht draußen bleiben. Für den 21. Juni stellte Rom die Abschaffung der Maßnahme in Aussicht, wenn die Infektionswerte es zulassen.

Update, 17. Mai, 18.34 Uhr: Spahn begrüßt Debatte über mögliche Impfempfehlung bei Kindern

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die Debatte über eine mögliche Empfehlung für die Corona-Impfung von Kindern und Jugendlichen begrüßt.

"Ich finde es wichtig, dass es diese Debatte gibt», sagte Spahn am Montag in Berlin. Dies sei dann auch eine Entscheidungsgrundlage für die Eltern und Jugendlichen. Die europäische Arzneimittelbehörde EMA will im Mai über die Zulassung des Impfstoffs von Biontech/Pfizer ab zwölf Jahren entscheiden. Der Chef der Ständigen Impfkommission, Thomas Mertens, hatte eine genaue Prüfung vor einer möglichen Impfempfehlung angekündigt.

Update, 17. Mai, 18.30 Uhr: Bayern: Impf-Priorisierung in Praxen ab Donnerstag aufgehoben

Bayerns Hausärzte dürfen Patienten von diesem Donnerstag an unabhängig von der Impfreihenfolge mit sämtlichen Corona-Impfstoffen impfen.

Diesen Termin nannte am Montag Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU). Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte das Ende der Priorisierung am vergangenen Mittwoch für diese Woche angekündigt, dabei aber zunächst noch keinen konkreten Termin genannt.

Bayern geht damit schneller voran als andere Länder. Bundesweit soll bei den Corona-Impfungen in Deutschland ab dem 7. Juni keine festgelegte Reihenfolge mehr gelten, wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Montag in Berlin nach einem entsprechenden Beschluss der Ressortchefs von Bund und Ländern mitteilte.

Titelfoto: Bernd von Jutrczenka/dpa

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