Coronavirus: Klarheit zu Einsatzmöglichkeit für dritten Impfstoff erwartet

Deutschland/Welt - Das Coronavirus hält Deutschland weiterhin in Atem. Auf ausreichend Abstand zueinander achten und Maske tragen sind da noch die geringeren Hürden.

Eine Joggerin läuft an einem Graffiti mit der Aufschrift "Stay Home - Life is beautiful" ("Bleib zu Hause, das Leben ist schön") vorbei.
Eine Joggerin läuft an einem Graffiti mit der Aufschrift "Stay Home - Life is beautiful" ("Bleib zu Hause, das Leben ist schön") vorbei.  © dpa/AP/Marcio Jose Sanchez

Laut der Johns-Hopkins-Universität sind seit Beginn der Pandemie insgesamt mehr als 2,1 Millionen nachgewiesene Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Deutschland aufgetreten (Stand: 26. Januar, 0 Uhr). Mehr als 1,8 Millionen davon sollen inzwischen wieder genesen sein.

Hierzulande starben bereits insgesamt 52.087 (Stand: 26. Januar, 0 Uhr) Menschen mit oder an dem Virus.

Die Gesamtzahl der Impfungen liegt laut Robert Koch-Institut bei 1.783.118 (Stand: 26. Januar).

Weltweit gibt es insgesamt mehr als 99,2 Millionen bestätigte Fälle und inzwischen 2.129.403 Todesfälle (alle Angaben Stand 26. Januar, 0 Uhr).

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 gibt es hier im Ticker.

+++ Ältere Informationen zur Corona-Situation findet Ihr >> hier +++

Update, 26. Januar, 14.49 Uhr: MAN baut in Deutschland 3500 Stellen ab

Vorstand und Betriebsrat des Lastwagenbauers MAN haben sich auf den Abbau von 3500 Stellen in Deutschland bis Ende nächsten Jahres verständigt.

Wie das Unternehmen am Dienstag in München mitteilte, stehen der sächsische Standort in Plauen mit rund 150 Beschäftigten sowie das österreichische Werk Steyr mit 2200 Beschäftigten "zur Disposition. Hier prüft der Vorstand alle Optionen, inklusive die eines Verkaufs oder einer Schließung."

Update, 26. Januar, 14.41 Uhr: Merkel für globale Bereitstellung von Corona-Impfstoff

Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) hat sich für eine möglichst rasche Verteilung der knappen Corona-Impfstoffe auch in ärmeren Ländern der Welt ausgesprochen.

Ausdrücklich wandte sich Merkel beim digitalen Jahrestreffen des Weltwirtschaftsforums (WEF) gegen Nationalismus bei den Massenimpfungen als Weg aus der Corona-Pandemie.

"Hier geht es um eine faire Verteilung und eben nicht nur um die Verteilung von Geld", sagte Merkel dazu am Dienstag bei ihrem Beitrag. Sie begrüßte, dass bei der internationalen Corona-Impfinitiative Covax erste Verträge abgeschlossen seien.

"Wir werden natürlich alles dafür tun, dass jetzt auch schnell die Verteilung beginnen kann", sagte Merkel. "Die Frage, wer auf der Welt welchen Impfstoff wann bekommt, wird natürlich auch Verbundenheiten und neue Erinnerungen schaffen."

Bundeskanzlerin Angela Merkel nimmt vom Kanzleramt aus virtuell an einer Videokonferenz des Weltwirtschaftsforums teil.
Bundeskanzlerin Angela Merkel nimmt vom Kanzleramt aus virtuell an einer Videokonferenz des Weltwirtschaftsforums teil.  © Sean Gallup/Getty Images Europe/Pool/dpa

Update, 26. Januar, 14.38 Uhr: Corona-Krise macht General Electric schwer zu schaffen

Die Corona-Pandemie hat dem US-Mischkonzern General Electric (GE) 2020 schwer zu schaffen gemacht.

Vor allem der Einbruch im Luftfahrtgeschäft sorgte für einen Rückgang des bereinigten operativen Ergebnisses im Industriegeschäft um 70 Prozent auf 2,5 Milliarden US-Dollar, wie das Unternehmen am Dienstag in Boston mitteilte.

Der Umsatz sank um 16 Prozent auf 79,6 Milliarden Dollar. Unter dem Strich profitierte der Konzern dagegen von dem Verkauf von Biopharma und erzielte einen Nettogewinn von 5,2 Milliarden Dollar. Im Vorjahr war noch ein Verlust von 5,4 Milliarden Dollar aufgelaufen.

2021 sollen sich die Marge sowie der Umsatz im Industriegeschäft wieder verbessern. Der Konzern erwartet eine bessere operative Entwicklung im klassischen Energiegeschäft sowie bei erneuerbaren Energien.

Das Medizintechnikgeschäft sollte sich anhaltend gut entwickeln. Auch bei der Finanzsparte erwartet GE bessere Ergebnisse. Bei der Luftfahrtsparte zeigte sich der Konzern hingegen vorsichtig.

Das Logo von General Electric (GE) ist in der New Yorker Börse zu sehen.
Das Logo von General Electric (GE) ist in der New Yorker Börse zu sehen.  © Richard Drew/AP/dpa

Update, 26. Januar, 14.27 Uhr: Bald Klarheit zu Einsatzmöglichkeit für dritten Impfstoff erwartet

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU) setzt auf baldige Klarheit über die Einsatzmöglichkeiten für den Corona-Impfstoff des Herstellers Astrazeneca. Bei der europäischen Arzneimittelbehörde EMA und der Ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut (RKI) würden derzeit Daten ausgewertet, sagte der CDU-Politker am Dienstag im ZDF.

Auf Basis der wissenschaftlichen Erkenntnisse solle in der nächsten Woche entschieden werden, welche Gruppen, auch welche Altersgruppen zuerst damit zu impfen wären. In jeder Altersgruppe gebe es Menschen mit Vorerkrankungen, die sich Impfungen erhofften. "Wir werden den Impfstoff in jedem Fall (...) natürlich auch gut gebrauchen können.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU) erwartet baldige Klarheit über die Einsatzmöglichkeiten für den Corona-Impfstoff von Astrazeneca.
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU) erwartet baldige Klarheit über die Einsatzmöglichkeiten für den Corona-Impfstoff von Astrazeneca.  © Michael Kappeler/dpa

Update, 26. Januar, 14.22 Uhr: Pharmakonzern Johnson & Johnson trotzt Corona-Pandemie

Der Pharmakonzern Johnson & Johnson hat sich in der Corona-Pandemie dank guter Geschäfte mit Arzneien besser geschlagen als erwartet.

2020 kletterte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr leicht auf knapp 82,6 Milliarden US-Dollar (rund 68 Mrd. Euro), wie der Pharma- und Medizintechnikkonzern am Dienstag in New Brunswick mitteilte. Der um Sonderfaktoren bereinigte Gewinn sank zwar um rund acht Prozent auf 21,4 Milliarden Dollar, Analysten hatten aber weniger auf dem Zettel.

Für 2021 peilt das Management deutliche Zuwächse beim Umsatz auf 90,5 bis 91,7 Milliarden Dollar an. Der Konzern dürfte auch mit einem Schub durch seinen Corona-Impfstoff rechnen. Ergebnisse der zulassungsrelevanten Studie der Phase III würden "bald" erwartet, sagte Konzernchef Alex Gorsky laut Mitteilung.

Update, 26. Januar, 14.08 Uhr: American Express verdient deutlich weniger - Corona-Krise belastet

Der US-Kreditkartenanbieter American Express hat auch zum Jahresende erheblich unter der Kaufzurückhaltung von Kunden in der Corona-Krise gelitten.

In den drei Monaten bis Ende Dezember fiel der Gewinn im Jahresvergleich um rund 15 Prozent auf 1,4 Milliarden Dollar (1,2 Mrd Euro), wie der Visa-Rivale am Dienstag in New York mitteilte. Die Erlöse sanken um 18 Prozent auf 9,4 Milliarden Dollar. Die Pandemie belaste das Geschäft weiter, sagte Vorstandschef Stephen J. Squeri. Die Zeichen stünden aber auf Erholung, zuletzt sei es schon wieder etwas besser gelaufen.

Update, 26. Januar, 14.01 Uhr: Experten empfehlen zweite Moderna-Impfung nach 28 Tagen

Der Corona-Impfstoff der US-Firma Moderna soll nach den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in zwei Dosen mit einem Intervall von 28 Tagen verabreicht werden. Nur im Notfall sei eine Ausweitung auf bis zu 42 Tagen möglich.

Das geht aus den Empfehlungen des Expertenrats zu Impfungen (Sage) hervor, die die WHO am Dienstag veröffentlichte. Der Moderna mRNA-1273-Impfstoff ist wie der Wirkstoff von Biontech und Pfizer in der EU und mehreren anderen Ländern zugelassen worden. Für Biontech/Pfizer hatte die WHO eine zweite Impfung nach 21 bis 28 Tagen empfohlen.

Der Impfstoff von Moderna dürfte nach Herstellerangaben auch vor den zunächst in Großbritannien und Südafrika entdeckten Corona-Varianten schützen, wie in einem Laborexperiment gezeigt werden konnte.
Der Impfstoff von Moderna dürfte nach Herstellerangaben auch vor den zunächst in Großbritannien und Südafrika entdeckten Corona-Varianten schützen, wie in einem Laborexperiment gezeigt werden konnte.  © Daniel Cole/AP/dpa

Update, 26. Januar, 13.55 Uhr: Weniger Kirchenaustritte in NRW - Stabilisiert die Pandemie?

In Nordrhein-Westfalen sind 2020 weniger Menschen aus der Kirche ausgetreten als 2019. Im vergangenen Jahr habe es in NRW insgesamt 89.694 Kirchenaustritte gegeben, teilte das Justizministerium am Dienstag in Düsseldorf mit. 2019 waren es 120.188. Aus den Zahlen lässt sich nicht ablesen, wie sich die Austritte je nach Konfession aufschlüsseln.

Der Kirchenrechtler Thomas Schüller sagte dazu, die Zahlen seien schwer zu deuten, doch "entscheidend dürfte sein, dass in der schwierigen Pandemiezeit das Thema der Zugehörigkeit zur Kirche keine signifikante Rolle gespielt haben dürfte, sondern andere Themen des täglichen Überlebens vorrangig waren".

Krisen gelten traditionell als "gute Zeiten" für Kirchen, da sie dann als Sinnstifter gefragt sind. "Vielleicht hat diese existenzielle Erfahrung der Gefährdung des eigenen Lebens auch neue Nachdenklichkeit hinsichtlich des Sinn des Lebens, nach Tod und Sterben ausgelöst", vermutet Schüller.

Update, 26. Januar, 13.47 Uhr: Merkel: "Schnelligkeit unseres Handelns lässt sehr zu wünschen übrig"

Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) hat im Rückblick auf ein Jahr Corona-Pandemie auch eine kritische Bilanz gezogen. Es seien in Deutschland Schwachstellen und Stärken sichtbar geworden, sagte sie am Dienstag beim Online-Treffen des Weltwirtschaftsforums. Die Tagung ersetzt in diesem Jahr die traditionelle Jahrestagung in Davos.

In Deutschland habe man sehr auf den Gemeinsinn und den Einsatz von Bürgerinnen und Bürgern bauen können. Ein gutes Fundament seien die soliden Finanzen gewesen. So habe man Unternehmen und Bürgern helfen können, fügte Merkel hinzu. Kritisch äußerte sie sich zur Geschwindigkeit von Prozessen in Deutschland: "Die Schnelligkeit unseres Handelns lässt sehr zu wünschen übrig." Prozesse seien oft sehr bürokratisch geworden und dauerten lange. Da habe man nachzuarbeiten.

"Wo wir nicht gut aussahen, das zeigt sich bis in die heutigen Tage, das ist der Mangel an Digitalisierung unserer Gesellschaft." Merkel nannte als Beispiele die mangelnde Vernetzung der Gesundheitsämter, der Verwaltung und des Bildungssystems.

Update, 26. Januar, 13.39 Uhr: Staatshilfen für Galeria Karstadt Kaufhof möglich

Die Bundesregierung verhandelt mit dem angeschlagenen Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof über Staatshilfen. Wie die Deutsche Presse-Agentur von Insidern erfuhr, geht es um ein Darlehen bis zu einem mittleren dreistelligen Millionenbetrag. Eine Entscheidung könnte am Mittwoch in einer Sitzung des Ausschusses des Wirtschaftsstabilisierungsfonds fallen. In diesem sitzen Vertreter von mehreren Bundesministerien.

Zuvor hatte der "Spiegel" berichtet, Galeria Karstadt Kaufhof habe sich mit der Bundesregierung grundsätzlich auf einen Staatskredit in Höhe von bis zu mehreren Hundert Millionen Euro geeinigt, um das Unternehmen bis Ostern durchzufinanzieren. Der Deal sei aber noch nicht final bewilligt, die Details würden noch verhandelt.

Die Bundesregierung hatte den Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) im März 2020 gegründet, um in der Corona-Krise große Unternehmen mit Garantien und Kapitalhilfen zu unterstützen und Arbeitsplätze zu erhalten. Galeria Karstadt Kaufhof (GKK) hatte erst Ende September vergangenen Jahres ein Insolvenzverfahren abgeschlossen.

Galeria Kaufhof am menschenleeren Alexanderplatz in Berlin.
Galeria Kaufhof am menschenleeren Alexanderplatz in Berlin.  © Annette Riedl/dpa

Update, 26. Januar, 13.26 Uhr: Kretschmann: Öffnung von Kitas und Grundschulen wahrscheinlich

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (72, Grüne) geht davon aus, dass Kitas und Grundschule im Land vom kommenden Montag an schrittweise wieder öffnen können. Die endgültige Entscheidung werde er an diesem Mittwoch treffen, sagte Kretschmann am Dienstag in Stuttgart.

Die Corona-Infektionszahlen sinken seit fast drei Wochen und diese Tendenz sei belastbar. "Deswegen ist es verantwortbar das zu machen", sagte der Grünen-Politiker. Wenn nicht noch etwas Überraschendes passiere, werde man Kitas und Grundschulen im Wechselbetrieb "behutsam" wieder öffnen können. Diese sind wie die meisten weiterführenden Schulen seit dem 18. Dezember geschlossen.

Die Grundstruktur des Konzept des Kultusministeriums in Baden-Württemberg für die Öffnung der Schulen und Kitas liege vor, sagte der Regierungschef. Winfried Kretschmann (72, Grüne). Die Klassen würden halbiert. Es gebe keine Präsenzpflicht und die Notbetreuung sei gewährleistet.
Die Grundstruktur des Konzept des Kultusministeriums in Baden-Württemberg für die Öffnung der Schulen und Kitas liege vor, sagte der Regierungschef. Winfried Kretschmann (72, Grüne). Die Klassen würden halbiert. Es gebe keine Präsenzpflicht und die Notbetreuung sei gewährleistet.  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 26. Januar, 13.21 Uhr: Zwei weitere Fälle von Virus-Mutation an Berliner Humboldt-Klinikum

Am Berliner Vivantes Humboldt-Klinikum sind zwei weitere Fälle der britischen Variante des Coronavirus nachgewiesen worden. Insgesamt seien damit 24 Fälle bekannt, darunter 14 Patienten und zehn Mitarbeiter.

Das sagte der Leiter des Gesundheitsamts Reinickendorf, Patrick Larscheid, am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Rund 1700 Mitarbeiter und mehr als 500 Patienten wurden untersucht. Weil in dem Krankenhaus in der vergangenen Woche Infektionen mit dem Virus bekannt wurden, war ein Aufnahmestopp verhängt worden.

Titelfoto: Michael Kappeler/dpa

Mehr zum Thema Coronavirus:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0